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Pimp your platform with H5P

Durch @TweetinChar bin ich auf die Software H5P aufmerksam geworden, die mich von den Socken haut. Hinter dem Kürzel verbirgt sich ein PlugIn für andere Plattformen, das sie um diverse interaktive Elemente bereichern kann. Den Anfang machen WordPress und Drupal. Das Lernmanagement-System moodle folgt in Kürze und wird sogar die Option bieten, auf Rückmeldungen der PlugIns zu reagieren: Lektionen freischalten, Auszeichnungen vergeben, usw.

„Was sollen denn diese diversen interaktiven Elemente sein“, fragt ihr euch? Am besten zeige ich euch zwei Beispiele, die ich damit erstellt habe.


Videos mit Aufgaben

Inzwischen schon einer der Klassiker in Online-Kursen: Videos mit Overlays, eingebetteten Fragen oder Textfeldern zum Ausfüllen. H5P ist da recht flexibel und erlaubt, je nach gegebener Antwort individuell fortzufahren und beispielsweise eine bestimmte Sequenz des Videos noch einmal zu zeigen oder eine andere zu überspringen. Habe ich in diesem Video aber gar nicht genutzt, sondern bloß die meisten Formate eingebettet, die man nutzen kann. Übrigens: Statt eines Videos könnt ihr auch Schaubilder einer Präsentation verwenden und dann durchblättern…


Zeitstrahlen

Wie ihr seht, sind Zeitstrahlen kein Problem. Es hakt noch etwas mit der Darstellung des Datumsformats, aber das kann ich prima verschmerzen. Dafür sieht es schick aus, es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Erstellen und responsive sind die eingebundenen Inhalte auch.


Diese kleine Auswahl war aber längst nicht alles. Viel mehr Beispiele findet ihr auf der Showcase-Seite der Programmiertruppe. Die Aufgabentypen, die ihr über Videos legen könnt, könnt beispielsweise auch eigenständig nutzen, es gibt kleine Werkzeuge, Mini-Spiele, … Ich bin jedenfalls hellauf begeistert, auch wenn es an einigen Stellen noch ein paar Bugs zu geben scheint. Aber, oh, hatte ich erwähnt, dass H5P obendrein auch noch Open Source ist? Sollten also kein Probleme sein, die ewig bestehen bleiben :-)

YALW

Yalw, the mighty Viking (Login Widget)

Yalw, the mighty Viking

Von Zeit zu Zeit überkommt es mich, und ich finde die Muße zum Programmieren. Praktisch, wenn im Job ab und zu auch ein Stündchen dafür genutzt werden kann. Entstanden ist so nämlich ein PlugIn für WordPress, das ich YALW [ ʝɒʟf] getauft habe. So heißt bekanntlich einer der unehelichen Stiefbrüder von Thor, der als unterbezahlter Praktikant von Heimdall den Zugang zum Bifröst bewacht. Könnt ihr in der Edda mal nachlesen. Wegen des nordischen Ursprungs ziert auch der Wikinger das Logo.

Bösen Gerüchten zufolge handelt es sich aber lediglich um ein Akronym für Yet Another Login Widget, weil YALW bloß eine weitere Möglichkeit bietet, um sich auf der Blogplattform einzuloggen. Warum noch so ein PlugIn? Weil irgendwie keins die Anforderungen erfüllt hat, die für die Lehrportfolio-Plattform von teach4TU gewünscht waren. Und natürlich, weil sich anhand eines konkreten eigenen Projekts viel besser das Programmier-Framework von WordPress kennenlernen lässt als bloß vom Lesen der API-Dokumentation.

Was YALW kann

YALW kann beispielsweise…

  • die komplette Anmeldung inklusive Ersetzen eines vergessenen Passworts über das Widget abwickeln, ohne dafür auf eine zusätzliche Seite angewiesen zu sein.
  • in Kombination mit fail2ban auf fehlgeschlagene Login-Versuche reagieren, um früh bzw. tief und zentral auf dem Server auf Angriffe reagieren zu können.
  • per CSS recht detailliert an eigene optische Bedürfnisse angepasst werden.
  • dank durchgehender Lokalisierung auch sauber an andere Sprachen als Englisch oder Deutsch angepasst werden.

Mehr Funktionen ausdenken und dazubauen lassen sich natürlich immer. Wenn ihr wollt: Freier als mit der WTF Public License geht es wahrscheinlich nicht. Ihr findet YALW über die PlugIn-Suche von WordPress oder direkt über das zugehörige Repository oder auch über GitHub.

Da ich ich nur ein Gelegenheitsprogrammierer bin, freue ich mich natürlich auch über Feedback von jemandem, der sich besser damit auskennt! Habe mich um ordentliche Kommentare, möglichst sprechende Variablennamen, bündige Funktionen, usw. bemüht, aber da kann ich sicher noch viel lernen!