Habe den Mut, dich deiner Möglichkeiten zu bedienen!

Vorletzte Woche fand an der TU Braunschweig die Tagung Verflechtungen II statt, die sich um das Zusammenspiel von Medien, Bildung und Wissen an der Hochschule drehte. Ich bin gewissermaßen überrumpelt worden, vor einer Podiumsdiskussion einen kurzen Impuls zu geben. Das habe ich zum Anlass genommen, um darauf hinzuweisen, dass meines Erachtens vor der Veranstaltung die Möglichkeiten nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft wurden, die sich durch Medien angeboten hätten. Die Veranstaltung war nämlich als Arbeitstagung angekündigt worden. Dafür hätte man sich etwa durch „Flippen“ viel mehr Freiraum jenseits von Vorträgen schaffen können.

Mein Impuls daher den Titel:

„Habe den Mut, dich deiner Möglichkeiten zu bedienen!“

Konsequenterweise habe ich das gleich gemacht und ihn per Mobiltelefon und der App Periscope ins Netz gestreamt. Wenn gerade keine Übertragungswagen vor Ort ist, nehme ich halt den aus meiner Hosentasche. Weil ich es kann.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/Bn0az6LBPos

Ich bin die folgenden beiden Tage ständig zwischen Büro und Tagung gependelt und hatte dann meine Kamera im Gepäck. Ein paar Stimmen und Eindrücke habe ich für euch festgehalten und nun endlich in ein Video verpackt. Enjoy!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/y5ZR06PTsAs

Wie im Video angesprochen, fehlte mir die angepeilte Transdisziplinarität der Veranstaltung. Ich finde, die ist nicht gegeben, nur weil man ForscherInnen und PraktikerInnen eingeladen hat und ihnen nach einem Vortrag 20-30 Minuten Zeit gibt, um sich gegenseitig Fragen zu stellen. Ja, ja, das Vernetzen und „Arbeiten“ findet doch in den Pausen statt… Yada, yada, yada. Warum werden die Pausen dann nicht quasi zum Programm gemacht? Insbesondere auf einer Arbeitstagung! Geht doch beispielsweise bei BarCamps wie dem EduCamp auch.

Was man machen kann, ist denen, die was machen wollen, den Freiraum geben

Anfang September tagte in Berlin das Hochschulforum Digitalisierung, zu dem nach und nach Beiträge auf YouTube erscheinen. Ein aktuelles Statement, das mir gefällt, stammt von Jöran Muuß-Merholz.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=5j99exJfy3M

Jöran sagt, Institutionen wie Universitäten seien als Ganzes aufgrund ihrer Strukturen schlicht zu träge, um dem technologischen Wandel nachzukommen. Die zuständigen Entscheiderinnen und Entscheider könnten aber denjenigen, die etwas machen Wollen, den entsprechenden Freiraum samt Rückendeckung geben. Im Zweifel werde auch viel scheitern, aber das läge in der Natur der Dinge, wenn man sich mit Neuem und Unbekanntem beschäftigt.

Da könnte sich IMHO auch die TU Braunschweig eine ganz schön große Scheibe von abschneiden. Hopps, habe ich das gerade laut getippt?

Über das Lernen lernen

Ich brauche gerade mal wieder frischen Input, und dem Thema Learning Analytics habe ich vor bald zwei Jahren schon einmal mein Interesse bescheinigt. Passt halt auch zu gut für jemanden, der Wirtschaftsinformatik studiert hat und sich nun in der Lehr-Lern-Welt tummelt. Ich bin neugierig, was sich aus dem Feld alles herausholen lässt, um sich beispielsweise als Lehrender besser auf Lernende einstellen zu können — oder um ihnen gleich digitale Umgebungen zur Verfügung zu stellen, die sie beim Lernen unterstützen.

Bei dem Thema spielen viele Aspekte eine Rolle, etwa Recht (Was darf ich?), Moral (Was sollte ich?) oder Didaktik (Wie hilft das beim Lernen und Lehren?). Ich schaue mir aber erst einmal die Technik an: Wie funktioniert das (genau)? Da habe ich gerade am meisten Lust drauf und mich kurzerhand für den kostenlosen Online-Kurs „Machine Learning“ angemeldet, der am 7. November auf Coursera startet. Ich werde also etwas über das Lernen lernen, wenngleich nicht das menschliche. Wer Lust hat, kann sich ja auch einschreiben!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=qeHZOdmJvFU&list=PLZ9qNFMHZ-A4rycgrgOYma6zxF4BZGGPW