Entscheidet, wer gefOERdert wird!

Relativ spontan habe ich mich kurz vor dem Bewerbungsschluss beim fOERder-Award 2016 beworben und musste neben einem kurzen Text ein Video einreichen. Schaut, was daraus geworden ist.

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Video-Link: https://youtu.be/yfZ0ydoHloo

Von heute bis zum 8. Februar könnt ihr für eines der 13 Projekte abstimmen und mitentscheiden, wer gefOERderr wird. Wenn euch mein Vorschlag gefällt, freue ich mich natürlich über eure Stimme.

Wie würde ich entscheiden?

Wenn ich mich selbst entscheiden müsste, fiele meine Wahl übrigens auf die MOOC-Extension für die Wikiversity oder auf den „Inter-LMS-Hub„, mit dem man im Zweifel ganze Kurse zwischen Moodle&Co. austauschen können soll. Warum? Beide fallen in die Kategorie IT-Infrastrukturprojekte. Dort gibt es in meinen Augen jenseits von Inhalten wirklich Bedarf in der OER-Szene. Außerdem ist das ein prima Betätigungsfeld für Wirtschaftsinformatiker wie mich.

Open Access in der Zeitschleife

In den vergangenen Tagen bin ich an zwei verschiedenen Stellen auf Berichte zum Thema Open Access gestoßen und habe das Gefühl, in einer Zeitschleife gelandet zu sein.

In einem Artikel auf heise.de wird der Präsident der Humboldt-Stiftung mit den Worten zitiert:

„Grundlagenforschung wird in aller Regel durch öffentliche Mittel gefördert, daher sollten die Ergebnisse auch öffentlich zugänglich sein. Geschieht das aber über Open Access, fürchte ich einen enormen Qualitätsverlust“

Echt jetzt? Meinetwegen, wenn Herr Schwarz unter Open Access bloß das Ablegen von Dateien auf irgendeinem Server versteht — aber sind die letzten 15 Jahre wirklich an ihm vorbei gegangen? Open Access ist nicht synonym mit „keine Qualitätssicherung“. Wieso die präsidiale Aussage blanker Unsinn ist, dazu hole ich an dieser Stelle gar nicht erst aus. Habe ich nämlich vor beinahe fünf Jahren schon einmal getan.

Fundstück Nummer zwei ist ein Artikel von niemand geringerem als Roland ReussIn der FAZ wettert er wie gewohnt gegen Open Access, diesmal gegen Geschehnisse rund um das Zweitveröffentlichungsrecht nach §38 Abs. 4 UrhG. Er schießt in alle möglichen Richtungen. Sehr unterhaltsam, schaut mal rein. Fast noch schöner sind einige der Kommentare. Über das offenbar zum Totschlagen gedachte Argument, man könne ja in die lokale Bibliothek gehen und hätte da auch (ausreichend) kostenfreien Zugriff auf wissenschaftliche Erkenntnisse, habe ich mich wirklich amüsiert.

Mein Kalender zeigt 2016, ist der kaputt?

There’s no stopping us

Was muss ich noch sagen? Auch 2015 stoppt niemand C64-Demos!

Interessant finde ich übrigens den Gedanken, was wohl passiert wäre, wenn 1982 beim Erscheinen des C64 bereits bekannt gewesen wäre, was in der Kiste steckt. Nicht einmal die Entwickler selbst hätten wohl damit gerechnet, welche Tricks sich der Kiste entlocken lassen. Was wäre wohl passiert, wenn eine Demo wie eine der unten folgenden (oder vielleicht eine meiner Favoritinnen) gleich von Beginn an bereit gestanden hätte? Ach, was soll das Gerede. Schaut euch die fünf schönsten der Werke an, die ich 2015 entdeckt habe.


Scandinavian Allstars — Timeline

Timeline zeigt, dass man gar nicht mit sonderlich spektakulären Effekten aufwarten muss, um eine gute Demo auf die Beine zu stellen. Mehrere kleine Hingucker eingebettet in einen Zeitstrahl tun es auch.

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Video-Link: https://youtu.be/Lwjs57H_uMo

Fairlight & Noice & Offence — Goatlight

Stimmungsvolle Musik, die mich ein wenig an Turrican erinnert. Verschiedenen Effekte, die nicht bombastisch daherkommen — aber ansehnlich sind. Mir gefällt der Scroller gut, der auch auf dem Vorschaubild von YouTube zu sehen ist (wo er nicht viel hermacht, ich weiß. Angucken!). Was will man mehr? Vielleicht kleine Verbeugungen vor dem Amiga? Got it!

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=28qgACliw9w

Censor Design & Oxyron — Comaland (100%)

Nanu? Comaland war doch im letzten Jahr schon dabei?! Riiichtig. Aber nun gibt es auch die finale Fassung, die einfach nur gut ist! Erstklassig in Szene gesetzt, wunderschöne Grafiken und toll musikalisch untermalt. Besonders cool ist das Drahtmännchen zur Halbzeit. Die einzelnen Teile der Demo greifen zwar nicht nahtlos ineinander über, aber dafür gibt es über 15 Minuten Wow!

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Video-Link: https://youtu.be/DzQVECn3tY8

Chorus — Rocketry

Die Demo braucht etwa eine Minute, bevor sie aus dem Quark kommt, demonstriert dann aber verschiedene Weiterentwicklungen von altbekannten Effekten. Die Pixel werden in einem Affentempo über den Bildschirm geschoben, und Chorus hat wohl völlig zu Recht den ersten Platz auf der Arok 2015 belegt.

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Video-Link: https://youtu.be/yCxDzq0rFGo

Samar — Forever Lost

Ganz ohne Schnickschnack überzeugt mich Samar. Die Demo „Forever Lost“ besteht im Prinzip nur aus einem Scroller mit super Musik dazu. Fertig.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=QnY_IrtVL5U