Schlagwort-Archive: Wissenschaft

Braunschweig – Öder Ort oder Mekka der Forschung? Oder beides?

Braunschweig ist nun nicht die Stadt, die international bekannt ist wie ein bunter Hund. Falls jemand mit der Stadt doch etwas anfangen kann, dann eher als öder Ort oder Flatline der Unterhaltung. Liegt es daran, dass Forschung langweilig ist? Das würde immerhin passen, denn tatsächlich liegt die Löwenstadt in Europa auf Platz 2 der Rangliste der forschungsstärksten Regionen! In Worten: Platz Zwei!

Nun ist Wissenschaft, banal gesagt, das Überprüfen von Vermutungen. Schauen wir uns doch einfach mal an, wie lang- oder kurzweilig sich die Forschung in Braunschweig präsentiert! Gelegenheit gibt es dazu am kommenden Freitag (25. September 2015). Ab 15 Uhr stellt sich die Region anlässlich der European Researchers‘ Night dem Urteil aller Interessierten auf dem Schlossplatz und in den angrenzenden Schloss-Arkaden. Das hiesige Haus der Wissenschaft hat ein buntes Programm zusammengestellt und lädt zum Anschauen, diskutieren und experimentieren ein.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?t=6&v=MRAhPIvFKdg

Besonders freue ich mich auf die JungforscherInnen, die ihre Jugend-Forscht-Projekte vorstellen — und auf die Hands-On-Aktion „Programmiere dein Modellauto!“. Ich bin gespannt und werde mit einer Kamera bewaffnet dabei sein! Treffen wir uns dann in Braunschweig? Ein Kamerakind als Unterstützung wäre zeitweise sicher gut ;-)

„How I Got to be Called the Mark Zuckerberg of Open Source Genetics“

Wer mich kennt, der/die weiß, dass ich ein Verfechter von Offener Wissenschaft bin — seien es etwa Open Educational Resources im Bereich der Lehre oder beispielsweise Open Access oder Citizen Science auf der Forschungsschiene. Manch eine(r) fragt: „Was soll mir das als Wissenschaftler denn bringen?“ Meine eigene „persönliche Rendite“ habe ich schon einmal kurz hier im Blog festgehalten.

Bastian Greshake, seines Zeichens Doktorand im Feld der angewandten Bioinformatik in Frankfurt und Mitgründer von OpenSNP, hat nun ebenfalls in einen kurzen Beitrag festgehalten, was ihm seine Offenheit gebracht hat.

You Don’t Get to 2000 Open Data Sets Without Making a Few Friends – or: How I Got to be Called the Mark Zuckerberg of Open Source Genetics

Deutlich beeindruckender als bei mir :-) In seinem Fazit hält Bastian fest, dass Offenheit in der akademischen Welt nicht mehr gleichbedeutend ist mit Karriereselbstmord. Falls du also selbst in der Wissenschaft unterwegs bist und noch zögerst, offener zu sein: Woran liegt es? Schreib mir dazu doch mal (anonym) ein paar Zeilen in die Kommentare.Offene

Hey, TU Braunschweig, Lust auf Minecraft?

Hallo, liebe WissenschaftlerInnen an der TU Braunschweig quer durch die Disziplinen!

Eines der großen Forschungsfelder der TU ist die „Stadt der Zukunft“. Solltet ihr darin verwickelt sein, dann lest doch weiter! Unter der Schirmherrschaft des BMBF startet am 14. September der Wettbewerb „Baue deine Zukunftsstadt“. Jeder Interessierte hat bis Ende Oktober Zeit, genau das zu tun — die Stadt der Zukunft in Minecraft nachzubauen.

Habt ihr nicht Lust, eure Ideen und Theorien anderen mal virtuell vorzustellen? Auf diese Weise anderen Wissenschaft näher zu bringen? Ich habe keinen Schimmer, ob euch das für eure Forschung etwas bringt, und sei es nur gedanklich. Wenn ihr danach geht, würde euch die Sache vielleicht nur Zeit kosten. Womöglich sogar viel Zeit. Und im schlimmsten Fall befürchtet ihr, mit „Spielen“ euren Ruf zu gefährden. Mir bringt Minecraft aber auf jeden Fall eine Menge Spaß! Ich wäre dabei!

Da ich vom Thema „Stadt der Zukunft“ keine Ahnung habe, kann ich inhaltlich nicht viel beitragen, aber ich stelle gerne Serverplatz zur Verfügung, helfe beim Umgang und „Styling“ in Minecraft so gut ich kann, erstelle am Schluss das erforderliche Video, usw. Und natürlich baue ich auch gerne mit, wenn ich kann! Mitbauen heißt aber „nicht allein“…

Meldet euch doch einfach bei mir, falls ihr Lust habt. Teams mit bis zu fünf Personen können am Wettbewerb teilnehmen.

Wissenschaftkommunikation? Hat die was mit Lehre zu tun?

Im Juli findet eine Tagung des Siggener Kreises statt. Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren WissenschaftskommunikatorInnen, WissenschaftlerInnen und JournalistInnen über die Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation. Sehr gefreut habe ich mich darüber, für einen Impuls eingeladen worden zu sein. Ich darf dazu anregen, über Formen und Formaten der Lehre bzw. der Hochschuldidaktik nachzudenken, die relevant für die Wissenschaftskommunikation sein können.

Als erste Vorbereitung habe ich mir den Siggener Aufruf angesehen, der 2014 erarbeitet und veröffentlicht wurde. Es sind mir über die Lehre hinaus mehrere Anknüpfungspunkte aufgefallen, die ich hier festhalte und gerne vorab mit euch diskutiere. Der Kommentarbereich steht euch wie immer offen!

Continue reading

Kleines BarCamp, nette Gesellschaft

Poster zum BarCamp Gesellschaft 2.0 in BerlinWährend ein Gutteil meiner Twitter-Timeline die letzten beiden Tage in Dresden auf dem #jfmh14 in Dresden verweilte, besuchte ich das BarCamp „Gesellschaft 2.0“ in Berlin. Anders als bei anderen BarCamps, denen ich zuletzt beiwohnte, war es beschaulicher. Am Freitag waren nur rund 30 Personen dabei und am Samstag noch einmal ein paar weniger. Das „nur“ meine ich aber keineswegs negativ. Ich empfand das als sehr angenehme Atmosphäre.
Continue reading