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MOOC again

Nachdem ich Anfang des Jahres an einem xMOOC teilgenommen habe und nicht gerade begeistert war, will ich es nun noch einmal wissen. Nächste Woche beginnt der Online-Kurs A Beginner’s Guide to Irrational Behavior von Dan Ariely. Er ist Wirtschaftspsychologe und ihn kenne ich bereits durch seine Bücher, die ich sehr empfehlen kann: Lehrreich, unterhaltsam, wirklich gut.

http://www.youtube.com/watch?v=dzSfmkbQClk
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xMOOC im Selbstversuch: Der Abschluss

Im Januar habe ich als Selbstversuch an einem xMOOC teilgenommen und zu Beginn und zur Halbzeit bereits berichtet. Es ist wohl an der Zeit, die finalen Eindrücke zu dokumentieren.

Coursera_RIch werde mich dazu kurz fassen: Es wurde nicht viel besser. Zu den bereits genannten didaktischen Schwächen gesellten sich nun noch technische Pannen, wenngleich nicht so dramatisch wie bei einem anderen Kurs, der gar abgebrochen wurde. Besonders bezeichnend ist allerdings die falsche Berechnung der Abschlusspunktzahlen: Weil eine schlecht gestellte Testfrage aus Woche 1 aus der Wertung genommen wurde, waren maximal 99 Zähler zu erreichen. Wer alle Aufgaben korrekt absolviert hat, bekam dennoch nur 99% richtig bescheinigt. Im Forum des Kurses berichtete jedoch auch jemand, bei ihm seien mehr als 100% ausgewiesen worden – und das alles bei einem Kurs zur statistischen Datenanalyse…

Obwohl ich vom Kurs wirklich nicht begeistert war und vor allem sein didaktisches Design furchtbar fand, würde ich deshalb das Konzept der xMOOCs nicht grundsätzlich ablehnen. Wir erleben gerade die ersten Trippelschritte und ich wage nicht abzuschätzen, wohin die Reise schließlich gehen könnte.

xMOOC im Selbstversuch: Halbzeit

Seit nunmehr zwei Wochen nehme ich an einem xMOOC teil, zu dem ich meine ersten Eindrücke bereits geschildert habe. Nun ist Halbzeit.

Der etwas seltsame Modus, Programmieraufgaben mittels Multiple-Choice-Aufgaben zu prüfen, wurde glücklicherweise zugunsten von Unit-Tests aufgegeben. Dabei werden die selbst geschrieben Routinen anhand eines Soll-Ist-Vergleichs überprüft. Das eigene Programm wird automatisch mit verschiedenen Eingabewerten gefüttert und getestet, ob die erwarteten Ausgabewerte ausgespuckt werden.

Gerade das eigene Programmieren scheint so manchen überfordert zu haben, wie dem Forum des Kurses zu entnehmen ist. Die Aufgaben sind aus Sicht von Programmiererfahrenen zwar ein Kinderspiel und mit ein paar Zeilen zu lösen, aber einige KursteilnehmerInnen investierten bereits für eine einzige mehrere Stunden – und kamen nicht einmal dann zu einem Ergebnis. Es bestätigt sich meine bereits geäußerte Befürchtung, dass die angegebenen Voraussetzungen für die Veranstaltungen nicht klar genug waren und dann die veranschlagten 3-5 Stunden Bearbeitungszeit pro Woche vorne und hinten nicht ausreichen.

Die Probleme drücken sich auch in Zahlen aus: Von den 40.211 angemeldeten TeilnehmerInnen haben in Woche 1 lediglich rund 14.000 die Tests absolviert. Zu Woche 2 gibt es (noch) keine Zahlen.

Zwischenfazit: Wenn der Kursleiter den Kurs als Präsenzveranstaltung in vergleichbarer Weise anbietet, hätte ich schon einige Verbesserungsvorschläge; als xMOOC gibt es leider noch so manchen Stolperstein mehr.