Schlagwort-Archiv: Lehre

BetriebswirtschaftsLEHRE 2.0

Unter dem Schlagwort Enterprise 2.0 wird gerade viel diskutiert und geforscht: Was bedeuten soziale Medien für Unternehmen? Lassen sich innerbetriebliche Strukturen und Prozesse damit verbessern? Wie ändert sich die Unternehmenskommunikation nach außen? Oder vielleicht: Warum ändert sie sich nicht? Brauchen Unternehmen einen Chief Listening Officer, damit den Kunden auch mal wirklich zugehört wird (Anleihe bei Gerald Fricke)?

Darum soll es in diesem Blogbeitrag NICHT gehen :-) Aber vielleicht kann man dieses ominöse Web 2.0 ja auch gewinnbringend in der Hochschullehre einsetzen, speziell in betriebswirtschaftlichen Fächern: Alexander Perl und ich haben dazu Erfahrungen gesammelt, die wir am 29.07. in einem Workshop mit Interessierten teilen werden. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir die Außenwelt an der einen oder anderen Stelle auch direkt einbinden können – falls ihr euch also den Termin vormerken möchtet ;-)

Herzblut für die Lehre

Den heutigen Tag habe ich mir wieder einmal frei genommen, um eine Fortbildung zu besuchen: Motivation für Lehren und Lernen. Es war wirklich spannend, die Lernbiografie der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennenzulernen, etwas über ihre Motivation zu erfahren und das mit der eigenen abzugleichen. So waren einige etwa sehr zielstrebig und organisiert („Ich will dieses und jenes erreichen, dafür mache ich jetzt das und dann das.“) und andere eher explorativ: „Das könnte interessant sein, das macht mir Spaß, das mache ich jetzt erst einmal.“ Was die Lehre anbelangt, wurde als Motivation mehrfach genannt, dass es sich um eine edle Aufgabe handele, die Freude bereite und zur eigenen Weiterentwicklung beitrage.

Zum Thema passte zudem eine Dokumentation, die gestern auf Phoenix wiederholt wurde und auch online zu haben ist: Immer mit Herzblut – Lehrer – Mehr als ein Job. Ein Berufsanfänger an einem Hamburger Gymnasium wurde ein Jahr lang begleitet, und er berichtet von seinen Erfahrungen: Sein Studium hätte ihn kaum auf das vorbereitet, was ihn tatsächlich erwartet hat. Aber er ist engagiert bei der Sache.
Eine ganze Ecke schwieriger scheint es an einer berufsbildenden Schule in Hildesheim zu sein, wo eine Lehrerin sich seit 30 Jahren für die Schülerinnen und Schüler ins Zeug legt, damit sie ihren Abschluss bekommen – nicht immer ohne Frust, aber stets motiviert. Kämpferisch. Mit Herzblut. Das hat mich wirklich bewegt.

Das Beste daraus machen

Willkommens-FlipChart

Willkommens-FlipChart

Für vergangenen Montag hatte ich meinem Seminarkurs angeboten, eine freiwillige Sitzung zum Thema Was ist eigentlich Wissenschaft? zu leiten. Ziel war es, einen ersten Eindruck davon zu vermitteln, was das sein könnte – und so zu erahnen, weshalb wissenschaftliches Arbeiten mit all diesen Merkwürdigkeiten gespickt ist. Zu- bzw. abgesagt hatte trotz entsprechender Bitte leider nur die Hälfte der Seminarteilnehmer. Optimistisch setzte ich darauf, dass von der anderen Hälfte schon noch der eine oder andere aufkreuzen würde, doch unglücklicherweise lag ich falsch und habe das dann mit den zwei Anwesenden anders als geplant durchgezogen.

Das soll hier aber gar kein Jammerbeitrag werden, ich finde den Verlauf zwar schade, aber gar nicht so tragisch: Ich versuche einfach, das Beste daraus zu machen.

Auf der Wikiversity-Seite des Kurses habe ich eine neue Seite angelegt. Dort kann man nun nachträglich schrittweise in etwa das absolvieren, was ich für die Veranstaltung geplant hatte. Es wäre vermutlich eleganter, die einzelnen Bausteine mit unterschiedlichen Instrumenten abzubilden – Nummer 1 etwa hier im Blog – aber auf die benutzte Art und Weise bleibt der Kurs zentral an einer Stelle.

Was offline nicht möglich war: Nun können auch andere mitmachen! Wenn euch das Thema Wissenschaft bzw. wissenschaftliches Arbeiten interessiert, dann schaut doch mal vorbei.