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Öffentliche Wissenschaft auf der re:publica 2012

Gestern durfte ich auf der re:publica 2012 zusammen mit Matthias Fromm, Monika E. König und Volkmar Langer eine Session mit dem Titel Raus aus dem Elfenbeinturm – Forschung und Lehre zum Mitmachen anbieten. Da ich vorher noch nie auf der re:publica war und das Publikum nicht einschätzen konnte, war ich doch ein wenig nervös – allerdings vollkommen unbegründet, endlich mal ganz normale Menschen :-)

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Die Session hat mir wirklich Spaß gemacht, besonders unsere fishbowl-artige Diskussionrunde. Vielleicht kommt ja nun ein wenig mehr Act!on in die Wissenschaftwelt. Wer mag, kann beispielsweise auf unserer Dokumentationsseite seine Gedanken verlinken oder direkt dort verewigen.

re:publica 2012: Forschung und Lehre zum Mitmachen

Die re:publica 2012 naht mit großen Schritten, und im Track re:learn haben Monika König, Matthias Fromm, Volkmar Langer und ich eine Nische zum Austoben gefunden. Am 02. Mai 2012 beschäftigen wir uns mit dem Thema Öffentliche Wissenschaft (Open Science) und wollen mit den Teilnehmern diskutieren, ob Forschung und Lehre zum Mitmachen eine gute Idee sein kann oder eher doch nicht:

Der Wissenschaftbetrieb behauptet von sich, er sei offen, schließlich könne jeder die Ergebnisse in Büchern und Zeitschriften nachlesen. Dass das nicht so ganz stimmt, wissen wir spätestens seit der Debatte um OpenAccess oder Open Educational Resources. Und dass trotz Spektrum der Wissenschaft und Quarks und Co. viele Menschen gar nicht ahnen, was Wissenschaft ausmacht, sehen wir an den Reaktionen auf das zu Guttenberg’sche Plagiat: “Der hat halt ein wenig gemogelt, macht doch jeder mal.” Woran liegt das?

Die Menschen bekommen nur den Kuchen vorgesetzt, kennen aber nur selten den Bäcker und noch seltener seine Arbeit. Wie sollen sie denn da verstehen, was richtiges Backen bedeutet? Wie oft der Teig misslingt, wenn man ein neues Kuchenrezept erfindet, bis er endlich schmeckt? Was der Bäcker daraus lernt?

 

Es gibt da allerdings etwas namens Öffentliche Wissenschaft, bei der Forschung und Lehre dank Wikis, Blogs, Twitter und Co. keine Einbahnstraßen mehr sind und eigentlich jeder Interessierte von Anfang an einbezogen werden kann, schließlich sind wir oft auch alle von den Auswirkungen der Wissenschaft betroffen. Egal ob Hochklasseforscher, gestandener Praktiker oder begeisterter Amateur – sie alle könnten nicht nur Zuschauer sein, sondern auch Mitspieler. Und dasselbe gilt auch für verschiedene Projekte an Hochschulen, bei der Außenstehende Einblicke gewinnen können und sich sogar selbst mit ihrer Erfahrung beteiligen könnten.

Schöne Idee, oder? Oder vielleicht auch nicht? Diese und andere Fragen bleiben unbeantwortet, wenn niemand etwas von der Öffentlichen Wissenschaft weiß und niemand sie ausprobiert.

Lasst und das ändern! In einer Stunde können wir das Thema zwar nicht komplett abhaken, aber zumindest kurz vorstellen und die drängensten Fragen mit euch diskutieren. Und im Anschluss geht es hoffentlich irgendwo im Web weiter!

Sehen wir uns in Berlin? Wir würden uns freuen! Überlegt ihr noch? Schaut doch einfach einmal in die Session-Beschreibung mit mehr Informationen. Oder diskutiert mit uns auf der Vor- und Nachbereitungsseite in der Wikiversity. Also, sehen wir uns?

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Selbstkritisch wie ich bin, muss ich mich fragen: Ist diese Botschaft angekommen? Keine Ahnung. Aber wenn ich die Reaktionen der Anwesenden richtig deute, bin ich wohl zu abstrakt geblieben und hätte anschaulicher werden müssen. Von daher war mein Vortrag nicht so gut, da er am Publikum vorbei ging. Vielleicht macht der kurze Artikel aus BILDUNGaktuell 1/2012 (S. 6-7) die Absicht ein wenig deutlicher…

Ein Vortragsprofi bin ich noch lange nicht, aber das ist für mich noch längst kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen.

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