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Android Basics: abgehakt. Ein Kurs geht immer noch …

Ich habe mich mal wieder etwas weitergebildet, diesmal über ein Stipendium von Udacity für das Nanodegree-Programm „Android Basics“. Dafür musste ich zwar alles binnen drei Monaten absolvieren, aber das habe ich gerade vollbracht.

Das Angebot hält, was es verspricht. Man bekommt IMHO tatsächlich einen guten Überblick über die Grundlagen der Programmierung auf Android: GUI-Layouts, Nutzereingaben, Intents, diverse Adapterklassen, Netzanbindung und Datenverwaltung mit SQLite. Der Kurs ist stellenweise recht kleinschrittig und geht auch auf allgemeine Konzepte ein, so dass auch Personen mit weniger Programmiererfahrung gut damit zurechtkommen dürften. Unterhaltsam fand ich ihn auch. Ich habe dort das beste Abschlussvideo für eine Kurseinheit überhaupt entdeckt 🙂

Wie schon im letzten Nanodegree-Programm, das ich absolviert habe, fand ich speziell die Rückmeldungen zu den praktischen Aufgaben überaus wertvoll. Eine neue Kleinigkeit hat mich allerdings gestört: das aufdringliche Mentoring. Es ist ja gut gemeint, dass man regelmäßig gebeten wird, seine Ziele für die nächste Woche festzuhalten. Es ist auch nett, dass man jederzeit eine (vermeintlich?) feste Ansprechperson hat. Aber muss das  Fenster wirklich nach jedem Öffnen des Kurses aufpoppen?

Android Basics — und wie geht es weiter?

Jetzt brauche ich erst einmal eine Pause. Das war neben meinem Job, diversen nur halben Wochenenden wegen Samstagstagungen und meinem Umzug doch recht anstrengend, und zum Programmieren an H5P und anderen Sachen bin ich kaum gekommen. Genau dafür kann ich womöglich die Android Basics noch einmal gebrauchen. Eine passende App, um auch offline auf H5P-Inhalte zugreifen zu können, steht schließlich auf der Roadmap. Mal schauen. Die nächste Weiterbildung kommt auch sicher in der einen oder anderen Form — vielleicht etwas in Richtung Philosophie?! Ein Kurs geht immer noch …

Von Androiden und Äpfeln

In wenigen Tagen ist es so weit: Apple bringt das iOS 4 heraus und gleich ein neues iPhone dazu. Na und? Ich habe mein altes iPhone 3G vor drei Tagen durch ein HTC Desire ersetzt und bereue das kein bisschen.

Das Gerät selbst ist schick und könnte von der Optik her auch vom „Dark Knight“ benutzt werden 🙂 Die Auflösung des Displays ist höher als bei meinem alten iPhone, was sich positiv bemerkbar macht. Ja, das neue iPhone hat da noch einen Tick mehr zu bieten und ist sicher auch an anderen Stellen von der Hardware her besser. Dafür kostet es auch locker mal über das Doppelte, nämlich ’nen Tausender!

HTC Desire

HTC Desire

Aber wie fühlt es sich so an als Umsteiger? Ich müsste nicht das komplette Gerät einschicken, wenn mal etwas mit dem Akku sein sollte, weil man den herausnehmen kann – simpler Austausch. Braucht man ein neues Datenkabel, besorgt man sich ein ganz normales microUSB-Kabel statt eines teuren, proprietären von Apple, …

Aber die auffälligste Veränderung ist natürlich das Betriebssystem: Android. Die Bedienung ist schon anders, ich würde sogar sagen, schwieriger zu erlernen. Das liegt aber nicht daran, dass es umständlich wäre, sondern weil man einfach viel mehr Möglichkeiten hat! Man kann so viele Kleinigkeiten einstellen, dass es für einen Nerd wie mich eine helle Freude ist.

Sehr praktisch sind beispielsweise „Widgets“, die man bei vielen Programmen alternativ zum Programmsymbol auf dem Bildschirm platzieren kann; so habe ich mir eine Übersicht erstellt, mit der ich meine anstehenden Aufgaben, den nächsten Termin im Kalender und die aktuellen Feeds aus meinem Newsreader auf einen Blick sehen kann. Statt nach dem Anstöpseln an einen Rechner gerade mal die Fotos kopieren zu können, bekommt man Zugriff auf alle Dateien auf der austauschbaren Speicherkarte.

Außerdem gibt es praktisch alles, was man als ehemaliger iPhone-Nutzer auch kennt. Zahlreiche Programme gibt es im „Market“, dem Äquivalent zum AppStore, und darunter sind viele alte Bekannte: CoboCards, WordPress, Dropbox, der DB-Planer, … Für Twitter nutze ich Twidroid, FeedR liefert mir Nachrichten, Andricious verwaltet meine Lesezeichen bei deli.cio.us, usw. Hier habe ich dann auch noch eine Besonderheit entdeckt: Will man beim iPhone mehrere Dienste koppeln, zum Beispiel aus Newsrack Nachrichtern per Twitter weiterversenden, muss man im Programm die Zugangsdaten eintragen – in jedem Programm erneut. Bei Android macht man das pro Dienst nur einmal. Einmal Twitter eingetragen, und schon können andere Programme die Option anbieten, darüber etwas zu versenden.

Für Umsteiger erweist sich übrigens das Programm doubleTwist als praktisches Hilfsmittel, denn seine Musik kann man mit iTunes natürlich nicht mit Android-Geräten wie dem HTC Desire verwalten. Das Programm bietet Zugriff auf den besagten „Market“, abonniert Podcasts, Lieder kauft man darüber halt bei Amazon (bisher geht letzteres nur in den USA). Und der Clou: Das Programm importiert sogar die Musikbibliothek von iTunes samt Playlists. Einfacher geht’s nicht.

Meine Meinung: Wer genügend Kleingeld hat und sich einen goldenen Käfig wünscht, der sollte zum iPhone greifen. Wer die Freiheit liebt, wählt ein Telefon mit Android.

p.s.: Wer sich über die schlechte Qualität des Fotos wundert – habe ich mit dem alten iPhone gemacht…