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Was denkt Kurt J. Mac über Citizen Science?

Ich bin ein großer Freund von Far Lands or Bust, einer YouTube-Serie. Auf seiner nunmehr über vier Jahre währenden Reise in Minecraft sammelt der US-Amerikaner Kurt J. Mac Spenden für Child’s Play Charity, die weltweit Bücher und Spielzeug für Kinder in Krankenhäusern.

Wer spendet, darf ihm als Kommentar zur Spende Fragen stellen, die Kurt dann nach und nach in seinen Episoden auf YouTube beantwortet. Ich habe ihn einfach mal gefragt, was er über Citizen Science denkt. Seine Antwort findet ihr in Episode 516 von Far Lands or Bust!

Hey, TU Braunschweig, Lust auf Minecraft?

Hallo, liebe WissenschaftlerInnen an der TU Braunschweig quer durch die Disziplinen!

Eines der großen Forschungsfelder der TU ist die „Stadt der Zukunft“. Solltet ihr darin verwickelt sein, dann lest doch weiter! Unter der Schirmherrschaft des BMBF startet am 14. September der Wettbewerb „Baue deine Zukunftsstadt“. Jeder Interessierte hat bis Ende Oktober Zeit, genau das zu tun — die Stadt der Zukunft in Minecraft nachzubauen.

Habt ihr nicht Lust, eure Ideen und Theorien anderen mal virtuell vorzustellen? Auf diese Weise anderen Wissenschaft näher zu bringen? Ich habe keinen Schimmer, ob euch das für eure Forschung etwas bringt, und sei es nur gedanklich. Wenn ihr danach geht, würde euch die Sache vielleicht nur Zeit kosten. Womöglich sogar viel Zeit. Und im schlimmsten Fall befürchtet ihr, mit „Spielen“ euren Ruf zu gefährden. Mir bringt Minecraft aber auf jeden Fall eine Menge Spaß! Ich wäre dabei!

Da ich vom Thema „Stadt der Zukunft“ keine Ahnung habe, kann ich inhaltlich nicht viel beitragen, aber ich stelle gerne Serverplatz zur Verfügung, helfe beim Umgang und „Styling“ in Minecraft so gut ich kann, erstelle am Schluss das erforderliche Video, usw. Und natürlich baue ich auch gerne mit, wenn ich kann! Mitbauen heißt aber „nicht allein“…

Meldet euch doch einfach bei mir, falls ihr Lust habt. Teams mit bis zu fünf Personen können am Wettbewerb teilnehmen.

Das Internet kann zwar ein Haifischbecken sein, muss es aber nicht.

Das Schreiben in Blogs finde ich einfach, sei es bei Beiträgen oder Kommentaren. Ich habe überhaupt kein Problem damit, meine Gedanken öffentlich zu äußern, mit einigen Ansichten anzuecken und sicher mit manchen Dingen auch falsch zu liegen. Fehler passieren. Für andere ist das aber nicht so einfach. Ich habe den Eindruck, oft steckt so etwas wie Furch davor, sich eine fatale Blöße zu geben: „Was mögen bloß andere über mich denken?“ Oder gar: „Alles was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden.“

Interessanterweise spüre ich gerade selbst etwas in der Richtung, wenngleich weniger stark ausgeprägt. Ich produziere aktuell Minecraft-Videos auf Englisch, unter anderem um meine Sprachfertigkeiten zu verbessern. Das ist quasi komplett selbstgesteuertes Lernen, alles frei zugänglich auf YouTube. Mein Englisch ist wahrlich nicht perfekt. Das ist auch weder ein Drama noch ein Geheimnis. Trotzdem musste ich anfangs ein wenig Überwindung aufbringen, um das mit den Videos durchzuziehen. Fand ich die ersten beiden noch okay, finde ich das letzte wirklich schrecklich; nicht nur wegen der Sprache, sondern weil es komplett „verplant“ und wirr ist. Wer reinschauen möchte:

Online gestellt habe ich es trotzdem. Ich fand das bereits nicht mehr schwierig. Die Erfahrung mit den ersten beiden Videos hat mir offenbar gereicht, um meine Bauchschmerzen zu vertreiben: niemand, der mich für meine Patzer ausgelacht, hämisch kommentiert oder sonstwie runtergeputzt hätte. Mag noch kommen. Aber bisher habe ich sogar positive Rückmeldungen bekommen, wenngleich eher zum Format und dem gezeigten Bauwerk denn zur Sprache 😉

Zurück zum Bloggen: Mit dieser neuen Erfahrung kann ich nun erst recht anderen raten, es einfach mal auszuprobieren. Das Internet kann zwar ein Haifischbecken sein, muss es aber nicht. Und Haien kann man notfalls auch ausweichen oder ihnen eins auf die Nase geben.