Motorrad FAQ

Ich mache gerade meinen Motorradführerschein und bekomme häufig Fragen dazu. Ich hake sie einfach per FAQ ab.

Warum machst du denn (plötzlich) einen Motorradführerschein?

Oliver Tacke auf einer Yamaha XJ600N (frühes Baujahr)

Ja, das bin ich selbst

Die treffendste und ehrlichste Antwort ist wohl: aus einer Mischung von verfrühter Midlife-Crisis (oder psychischer Erkrankung, die Grenzen sind fließend) und Überredungskunst meines Bruders heraus. Ich bin unzufrieden mit meinem Leben und mir selbst und rebelliere wohl dagegen und halt gegen mich selbst. Motorradfahren passt da so schön ins Bild. Es macht aber auch einfach echt Spaß! Obendrein ist mein Bruder es leid, allein auf Tour gehen zu müssen. Ein Grund mehr für den Führerschein.

Bei welcher Fahrschule machst du den Führerschein?

Ich bin bei Fahrschule Winter in Braunschweig untergekommen, und die Wahl war goldrichtig. Mein Fahrlehrer ist Inhaber Wolfgang Winter, der mir echt sympatisch ist und sowas von Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt — kein Vergleich zum Fahrlehrer, bei dem ich vor gut 15 Jahren meinen Autoführerschein gemacht habe.

Wie weit bist du denn?

Ich habe heute die theoretische Prüfung absolviert und ein paar Fahrstunden hinter mir. Da Wolfgang mir eine Woche lang seine Maschine geliehen hat — noch einmal der Hinweis auf meine gute Fahrschulwahl (!) — und mein Bruder sie mir zum Verkehrsübungsplatz gefahren hat — danke (!) — bin ich dort auch schon etwas herumgekurvt. Bis ich in freie Wildbahn entlassen werde, dürfte es aber noch bis zum Sommer dauern.

Was für eine Maschine möchtest du denn fahren?

Gleich werde ich ausgelacht. Verguckt habe ich mich in eine Harley Davidson Iron 883. Einfach schick. Ausgelacht werde ich mitunter deshalb, weil es eine Harley ist. Mein Bruder kann damit gar nichts anfangen :-) Von Harley-Fans werde ich wiederum ausgelacht, weil die Iron mit gerade einmal 53 PS halt echt eine kleine Maschine ist. Da ich aber nicht rasen will und über das “Porsche-abziehen”-Alter wohl schon hinaus bin, ist das für mich gar kein Problem. Größer geht immer noch, und wenn selbst Captain America mit einer ebenso kleinen Street 750 auskommt, dann muss ich mich nicht verstecken 😀

Aber: Ich werde mir wohl zu Beginn irgendeine alte Kiste kaufen, mit der ich erst einmal mehr Fahrpraxis sammeln kann. Wenn ich die irgendwo gegen eine Wand setze, ist das nicht ganz so schlimm.

Das Whitepaper “OER an Hochschulen” ist da!

Umschlagbild: Foto „Colorful Horizon Fractal“ von Devin Moore (CC BY 2.0), bearbeitet von  Markus Deimann, Jan Neumann, Jöran Muuß-Merholz / open-educational-resources.de – Transferstelle für OER

Umschlagbild: Foto „Colorful Horizon Fractal“ von Devin Moore (CC BY 2.0), bearbeitet von Markus Deimann, Jan Neumann, Jöran Muuß-Merholz /
open-educational-resources.de – Transferstelle für OER

Hinter dem Begriff Wikipedia-Eintrag zu Open Educational Resources (OER) verbergen sich seit fast 15 Jahren Lehr-Lern-Materialien, die kostenlos genutzt, weiterbearbeitet und frei weitergegeben werden können und sollen. Ich habe mich mit dem Thema hier im Blog ja bereits häufiger beschäftigt. In Deutschland wurde es bisher leider nicht auf breiter Front diskutiert, gewann aber in der letzten Zeit etwas Aufmerksamkeit.

Speziell für das Feld der Hochschule ist heute das Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland — Bestandsaufnahme und Potenziale 2015 erschienen, bei dem ich dem Review-Team angehören durfte. Nach Einschätzung der Autoren wurde in Deutschland die Debatte um OER an Hochschulen in den ersten 10 Jahren nahezu verschlafen. Das Whitepaper bietet einen Überblick zu den zentralen Aspekte der Debatte und sei allen sehr ans Herz gelegt, die in der Hochschule in die Lehre involviert sind oder andere dabei begleiten!

p. s.: Wer lieber lauscht statt liest, sollte sich zudem mit dem Podcast ZugehOERt anfreunden. Er versorgt euch mit ExpertInnen-Interviews, die in das Whitepaper eingeflossen sind.

Hörsaalspiele in Bild und Ton

Wer sich für den Workshop Hörsaalspiele interessiert, den Kristina “Luci” Lucius und Christian Spannagel in Braunschweig angeboten haben: Es gibt nun drei kurze Videos in einer Playlist, die das Geschehen dokumentieren:

Es gibt ein paar Impressionen zum gesamten Tag, einen kurzen Vortrag über Theorie und Empirie zu Hörsaalspielen und einige Eindrücke des “Containers” Divide and Fight.

Spiel: eine Beschäftigung, die für sich selbst angenehm ist

Spielen finde ich eine feine Sache. Ich bin außerdem überzeugt davon, dass das Abendland nicht bedroht ist, wenn Spiele oder Elemente daraus in der Hochschullehre häufiger genutzt werden. Um so mehr freue ich mich, dass mir eine Veranstaltungsreihe zu dem Thema direkt vor die Haustür geliefert wird: In Kürze starten an der TU Braunschweig die Sommerspiele 2015!

Verschiedene Referenten aus ganz Deutschland stellen in Ringvorlesungen und Workshops verschiedene Aspekte von Game Based Learning und Gamification vor. Wie wäre es etwa mit neuen Impulsen durch Orc-Based Learning (Kathrin Knautz)? Darf es eher Nicht alle Spiele sind böse und machen dumm sein (Stefan Goebel)? Oder vielleicht doch Educaching: Lernen jenseits des Seminarraums mit dem von mir geschätzten Guido Brombach? Dann schaut doch ins Programm, ob für euch etwas dabei ist. Gerahmt wir das Angebot außerdem von einer Ausstellung zum Thema Spiel, die am 5. Mai ab 19 Uhr in der Unibibliothek eröffnet wird. Vielleicht sehen wir uns dort?!