Mr. Eccleston, whenever you’d like to enjoy German health care, give me a call…

Ich bin ja ein großer Freund unserer Bundesregierung. Sie erheitert mein Leben immer wieder. Und über ein Thema, das mir besondere Freude bereitet hat, habe ich noch gar nicht berichtet! Da ich vergangene Woche zum Arzt musste, brauchte ich doch tatsächlich meine KrankenkassenGesundheitskarte (bitte um Entschuldigung, ich übe Neusprech immer noch).

Vor einer Weile wurden die Karten zwangsweise mit einem Foto ausgestattet. Ziel ist es laut Bundesregierung, “Verwechslungen zu vermeiden und Kartenmissbrauch einzudämmen.” Meeensch, richtig! In Deutschland haben wir ja noch kein amtliches Ausweisdokument, mit dem wir unsere Identität belegen können. Möglicherweise erfindet da noch jemand etwas. Können wir dann Personalausweis nennen oder etwas in der Art.

Okay, also schicken wir als Bürgerinnen und Bürger bis dahin fleißig Fotos von uns durchs Land. Huch? Ist das nicht vielleicht unsicher? Wie wird denn die Identität da geprüft? Auch darauf hat unsere Bundesregierung eine Antwort:

Es ist Aufgabe der Krankenkassen sicherzustellen, dass die personenbezogenen Daten der Gesundheitskarte, einschließlich des Bildes, sachlich richtig und auf dem neuesten Stand sind. Die Krankenkassen müssen hierfür geeignete Maßnahmen vorsehen.

Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet, die Identität der Versicherten bei der Lichtbildübermittlung mit Hilfe eines Personaldokuments, wie dem Personalausweis, zu prüfen. Auch aus der EU-Datenschutzrichtlinie ergibt sich eine solche Verpflichtung nicht. Die Krankenkassen haben bei ihrer Entscheidung, welches Verfahren der Lichtbildübermittlung sie ihren Versicherten anbieten, Datenschutzgesichtspunkte, Kosten-Nutzen-Faktoren und die Gefahr des Missbrauchs abzuwägen und angemessene Verfahren durchzuführen.

Schenkelklopfer, oder? Konnte mich drei Tage lang nicht halten vor Lachen. Das Foto auf den Karten soll also helfen, deren Missbrauch verhindern? Wir haben ja keine Personalausweise, siehe oben… Und dann sagt man den Kassen bloß, macht das aber ja ordentlich mit den Fotos! Wir könnten euch da zwar auch sichere Maßnahmen vorschreiben, müssen wir aber nicht. Dann lassen wir das. Macht’s doch wie ihr wollt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich gehe seither als 9. Doctor zum Doktor — übrigens problemlos.

Gesundheitskarte mit Foto von Christopher Eccleston

Mit diesen Karten wird Missbrauch verhindert!

The Unorganized T-Shirt

Zu den Kindern der netzweltlichen Neuzeit zählen Lifestlye-Blogs, Fashion-Vlogs oder andere sozial-interaktive Living-und-Beauty-Formate. Für manch eine(n) dürfte das ebenso skurril sein (Dummes Hipster-Gelaber: “Ich schreib’ ‘nen Fashion-Blog”) wie für andere Let’s-Play-Videos, aber sie sind ebenso beliebt. Beispiel gefällig? Dagi Bee, eine YouTuberin, hat beinahe 1,5 Millionen AbonnentInnen — und das bei einem deutschsprachigen Kanal! Das finde ich sehr beachtlich, auch wenn ich als nicht verleugnungsfähiger Geek/Nerd mit der Auswahl der Haarfarbe für den Herbst oder der frischesten Mode für’s Frühjahr nichts anfangen kann.

Sehr frisch in der Riege der Blogs ist The Organized Cardigan, das der Feder meiner Kollegin Sunray entspringt. Dort geht es beispielsweise um kalendarische Ordnungsliebe oder Project 333. Bei letzterem geht es darum, drei Monate lang mit 33 Kleidungsstücken auszukommen. Unterwäsche, Schlafklamotten oder Sportkleidung fallen aber nicht darunter. Das wäre für mich beinahe kein Problem, denn ich eigentlich besitze ich nicht einmal 33 Kleidungsstücke… wenn da nicht trotz einer Ausmistaktion neulich meine zahlreichen T-Shirts wären!

Hmm, was passiert wohl, wenn ich hier mal einen Fashion-Beitrag schreibe? Interessieren jemanden meine T-Shirts?

Band-Shirts

Kennt man, Band-Shirts halt. Einige Exemplare dürften so um die 15 Jahre alt sein. Meine favorisierte Musikrichtung ist damit auch deutlich erkennbar, wenngleich das nicht heißt, dass ich nichts anderes höre.

Band-Shirts

Bezugsquelle: EMP

 

Marvel

Was gibt’s da zu sagen? Spätestens seit den zahlreichen Kinofilmen von Marvel absolut massentauglich, und Comic-Motive sind wohl auch im Mode-Mainstream angekommen. Die Comic lese ich trotzdem weiter.

Marvel-Shirts

Bezugsquellen: EMP, All Posters, Qwertee

House

Ich liebe House. Ich liebe die Shirts.

House-Shirts

Bezugsquelle: HouseTShirts

House-Shirts

Bezugsquelle: HouseTShirts

Beschriftetes

Sprüche-Shirts, auch Klassiker. Sind bei mir eher Slogans bzw. Beschreibungen.

Slogan-Shirts

Bezugsquelle: Vince Ebert

Nerdiges

Aha! Wartet ihr auf so etwas? Habe ich…

 

C64-Demos 2014 – more stuff

Es nimmt einfach kein Ende mit den C64-Demos — und das ist auch gut so. Auch im Jahre 2014 beschäftigten sich immer noch Leute mit dem Brotkasten und entlocken ihm noch kleine Wunderwerke: die Demos. Ein paar habe ich dieses Jahr schon aufgetan. Ende Oktober fand in den Niederlanden allerdings noch die X 2014 statt, eine Demoparty nur für C64-Werke. Drei der Einreichungen dort finde ich so schön, die möchte ich euch nicht vorenthalten.

Censor Design & Oxyron (2014): Comaland

Booze Design (2014): Uncensored

Shape (2014): Disco Apocalypso

“Oh, du programmierst?!”

Ist euch der Satz aus dem Beitragstitel schon einmal zu Ohren gekommen? Ist euch schon einmal ein etwas bewunderndes “Oh, du programmierst?!” entgegen gebracht worden? Nein? Mir auch nicht. Gestern beim Mittagessen durfte ich aber ein “Oh, du komponierst?!” vernehmen, das an jemand anderes gerichtet war. Das hat Gedanken bei mir losgetreten.

Ich denke, Programmieren kann ebenso kunstvoll sein wie Komponieren, Dichten oder Malen — nicht, dass ich selbst ein begnadeter Programmierer wäre. Davon bin ich meilenweit entfernt. Aber sind Programmieren und Komponieren sich nicht ganz ähnlich?

  • ProgrammiererInnen setzen Codebausteine und erzeugen Quelltext, KomponistInnen setzen Noten und erzeugen einen Notensatz.
  • Aus Quelltext wie aus Notensatz lassen sich mitunter persönliche Eigenheiten der Schöpfenden erkennen.
  • Beim Programmieren entsteht Software, die man nutzen kann; beim Komponieren ist es Musik, die man sich anhört.
  • Beim Programmieren wie beim Komponieren gibt es verschiedene Stile und Gestaltungsmuster.

Vor allem aber: Programmieren und Komponieren sind schöpferische Prozesse, die mitunter viel Phantasie erfordern. Warum also würden die meisten Menschen wohl sofort zustimmen, dass Musizieren, Malen, Dichten, Theaterspielen zur Kunst zählen, nicht aber das Programmieren?

Eine Antwort, die ich erhielt: “Bisher habe ich unter Programmieren immer nur so etwas wie Auftragsarbeit verstanden.” Dass man auch einfach so frei für sich programmieren kann, schien durchaus klar zu sein, aber nicht tatsächlich bewusst. Selbst bei Auftragsarbeit müsste ich aber die Frage stellen, ob sie als Ausschlusskriterium taugt. Selbst wenn das Was vorgegeben ist, kann das Wie immer noch kunstvoll gestaltet sein. Sollte das aber nicht gelten, dann spreche ich der Zauberflöte von Mozart hiermit auch den Status der Kunst ab.

Eine weitere Antwort, die ich nachvollziehen kann: “Musik, Theater & Co. hätten eine viel längere Entwicklungsgeschichte und Tradition.” Dann sollten ProgrammiererInnen vielleicht häufiger irritieren und sagen, dass sie das Instrument Tastatur spielen. Möglicherweise schafft das dann einen guten Ausgangspunkt, um das Wesen des Programmierens mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Natürlich ist nicht alles Programmieren Kunst, genauso wenig wie jedes Musik- oder Theaterstück dazu zählen dürfte. Außerdem bestehen vermutlich noch sehr viele weitere Tätigkeiten, die gleichsam der Kunst zugeschrieben werden können. Warum habe aber den Eindruck, MINT-ige Disziplinen und Kunst werden von vielen als zwei getrennte Sphären wahrgenommen?

Was geht euch dazu durch den Kopf?

Let’s Plan, Episode 5: End of Broadcast

ReglerDas Intro zu diesem Beitrag bildet “Machen sie mal was mit E-Learning”.

Es ist wohl an der Zeit, um dieses Let’s Plan noch abzuschließen: Meine Ideen habe ich brav abgeliefert und leider nicht einmal irgendeine Rückmeldung dazu erhalten. Null. Niente. Nada.

End of Broadcast