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Ich bin gerade darüber gestolpert, dass dies mein 250. Blogbeitrag ist. Jubiläum!

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120.599 Wörter habe ich in den ersten 249 Beiträgen wohl geschrieben. Die Statistik von WordPress gibt nicht mehr Details dazu heraus, aber laut Wolfram|Alpha entspricht das ungefähr 875.549 Zeichen. Die wiederum würden 197 Seiten eines Buchs typischen Formats füllen. Das überrascht mich selbst.

Belohnt wurde ich mit 937 Kommentaren, die noch einmal 80.886 Wörter ausmachen — meine Antworten auf Kommentare sind dort aber inbegriffen. Dem gegenüber stehen 66.144 Spam-Kommentare, die mir das Plugin Antispam Bee vom Leib gehalten hat.

Ich freue mich auf die nächsten 250 Beiträge :-)

Große Übung mal anders – mit Peer Reviews

In den vergangenen Wochen habe ich mehrere Lehrveranstaltungen besucht, in denen ich mir den Einsatz von Peer-Reviews gut vorstellen konnte. Da dieses Konzept in unseren Veranstaltungen und Unterlagen bei teach4TU gar nicht erwähnt wird, halte ich es für eine gute Idee, einen etwas längeren Beitrag dazu zu schreiben.

tl;dr

Unter Peer-Reviews wird in der Lehre die Beurteilung von Studierenden durch Studierende verstanden. Es wird meist für das gegenseitige Bewerten von Texten genutzt, lässt sich prinzipiell aber auch für Rechenübungen, Programmieraufgaben oder für die Bearbeitung von Fällen und Fallstudien einsetzen.

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Verflechtungsideen

Ich habe mich dazu überreden lassen, für die Veranstaltung Verflechtungen II: Medien, Bildung und Wissen in der Hochschule einen Vorschlag für einen Workshop einzureichen. Ich habe etwas gezögert, weil das Thema für mich schon irgendwie ein alter Hut ist, aber warum nicht!? Es folgt mein Vorschlag bisher, den ihr natürlich gerne kommentieren dürft.

Mein Vorschlag bisher

Ein Studium in Deutschland hat zum Ziel, Studierende zu wissenschaftlicher Arbeit zu befähigen. So will es §7 des Hochschulrahmengesetzes. Eng verbunden ist damit das Anfertigen von Texten, die Gütekriterien wie Nachvollziehbarkeit oder schlüssiger Argumentation genügen. Die Fertigkeit, Texte mit entsprechenden Merkmalen anzufertigen und so Wissen festzuhalten, kann auch in einem beruflichen Tätigkeitsfeldes jenseits der Forschung wertvoll sein. Denken Sie nur an das Entwickeln von Geschäftsmodellen, um Geld von InvestorInnen einzuwerben, oder an das Untersuchen und Dokumentieren eines Flugzeugabsturzes, um weiteren vorzubeugen. In der Praxis sind solche Texte oft keine Einzelleistung. Fächerübergreifend sind Forschungsergebnisse zunehmend das Ergebnis von Teamarbeit (vgl. Tacke 2010, S. 37-38). Nicht anders verhält es sich mit Ausarbeitungen in Unternehmen.

Wenn also Wissen bzw. Inhalte in Textform zunehmend kollaborativ entstehen, liegt es nahe, dies bewusst im Studium zu üben und dafür passende Werkzeuge einzusetzen. Zu diesen zählen etwa Wikis, und tatsächlich werden sie schon seit geraumer Zeit in der Hochschullehre verwendet (vgl. Bremer 2012, S. 81-82). Eher selten ist es jedoch, dass die studentischen Resultate dabei frei zugänglich gemacht werden. Noch seltener ist es, den gesamten Entstehungsprozess der Texte nach außen hin sichtbar zu machen oder gar Externen zu gestatten, daran mitzuwirken. Gegen ein solches geöffnetes Vorgehen wird zum Beispiel gerne der geschützte Lernraum ins Feld geführt: „Will ich als Studierender meine Lehrveranstaltung Externen dokumentieren? Will ich mit meinem Namen über Jahre hinweg für bestimmte, womöglich naive Thesen zu Zeiten des Studienbeginns stehen? Will ich mich und meine Lerninhalte überhaupt preisgeben und mich potenzieller Kritik aussetzen?“ (Hofhues 2010, S. 405-406) Dass diese Fragen keinesfalls klar mit „nein“ zu beantworten sind und Studierenden durchaus selbst darüber entscheiden können, zeigen öffentliche Seminare, die ich bereits vor einiger Zeit ausgearbeitet, angeboten und ausgewertet habe (vgl. Tacke 2013). Zu deren wesentlichen Besonderheiten zählten:

  • Die Seminararbeiten konnten ausschließlich in Gruppen bearbeitet werden,
  • die Texte wurden schrittweise in einem durchgängig frei zugänglichen Wiki verfasst und
  • es war wegen des Strebens nach Transdisziplinarität ausdrücklich erlaubt, dass sich Externe (z. B. PraktikerInnen) am Erstellen der Arbeiten beteiligen.

In die Planung und Durchführung flossen bereits verschiedene Aspekte ein, die im Beitragsaufruf zu Verflechtungen II angesprochen wurden. Die rigorose Öffnung der Seminare etwa sorgte für gehörige Irritation. Es ist in der Hochschullehre eher ungewöhnlich, den Lernprozess von außen beobachtbar zu machen. Den Studierenden, die an den Seminaren teilnahmen, bereitete dies jedoch keine sonderlichen Bauchschmerzen. Es dürfte darüber hinaus in der Hochschullehre die Ausnahme sein, dass sich externe Gruppen am Verfassen von Seminararbeiten beteiligen dürfen. Auch die im Beitragsaufruf gestellte Frage nach der Prüfung von Einzelnen bei kollaborativ erstellten Inhalten wurde konsequent gehandhabt. Es wurden ausschließlich Gruppennoten vergeben — auch wenn dieses pragmatische Vorgehen nicht durch alle Prüfungsordnungen gedeckt gewesen sein mag.

Für Verflechtungen II kann ich mir vorstellen, im Flipped-Conference-Format relevante Fragen zu diskutieren. Ausgehend von einer Vorbereitung durch die TeilnehmerInnen, etwa mittels http://www.olivertacke.de/2013/08/09/offentliche-seminare-in-wikis-fall-geschlossen/, würde ich ihre Fragen sammeln, etwa in einem Etherpad oder Wiki, um ausgehend davon einen Workshop von maximal zwei Stunden Dauer vorzubereiten.

  • Bremer, Claudia (2012): Wikis in der Hochschullehre, in: Beißwenger, Michael; Anskeit, Nadine; Storrer, Angelika (Hrsg.): Wikis in Schule und Hochschule, Boizenburg: Werner Hülsbusch, S. 81-120.
  • Hofhues, Sandra (2010): Die Rolle von Öffentlichkeit im Lehr-Lernprozess, in: Mandel, Schewa; Rutishauser, Manuel; Seiler Schiedt, Eva (Hrsg.): Digitale Medien für Lehre und Forschung, Münster: Waxmann, S. 405–414.
  • Tacke, Oliver (2010): Open Science 2.0: How Research and Education can benefit from Open Innovation and Web 2.0, in: Bastiaens, Theo J.; Baumöl, Ulrike; Krämer, Berndt J. (Hrsg.): On Collective Intelligence, Berlin, Heidelberg: Springer, S. 37-48.
  • Tacke, Oliver (2013): Seminararbeiten in öffentlichen Wikis verfassen – Einschätzungen aus der Perspektive von Studierenden und der Lehrperson im Fach Betriebswirtschaftslehre, URL: http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00051378, zuletzt abgerufen am 23.06.2015.

Eure Anmerkungen

Falls euch an meinem Text etwas auffällt, was ich bis zum 30. Juni unbedingt noch ändern sollte: immer her damit! In den Kommentaren ist mehr als genug Platz!

Wissenschaftkommunikation? Hat die was mit Lehre zu tun?

Im Juli findet eine Tagung des Siggener Kreises statt. Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren WissenschaftskommunikatorInnen, WissenschaftlerInnen und JournalistInnen über die Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation. Sehr gefreut habe ich mich darüber, für einen Impuls eingeladen worden zu sein. Ich darf dazu anregen, über Formen und Formaten der Lehre bzw. der Hochschuldidaktik nachzudenken, die relevant für die Wissenschaftskommunikation sein können.

Als erste Vorbereitung habe ich mir den Siggener Aufruf angesehen, der 2014 erarbeitet und veröffentlicht wurde. Es sind mir über die Lehre hinaus mehrere Anknüpfungspunkte aufgefallen, die ich hier festhalte und gerne vorab mit euch diskutiere. Der Kommentarbereich steht euch wie immer offen!

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Verfilmte Comic-Superhelden fahren keine Rennmaschinen

Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen, dass verfilmte Comic-Superhelden (fast) nie Rennmaschinen fahren? Der Lawmaster aus Dredd (2012) könnte zwar darunter fallen, aber die Maschine ist eigens für den Film angefertigt worden. Auch ohne Serienfahrzeug kommt der Ghostrider aus. Oder denkt an das Badpod aus The Dark Knight (2008) — na gut, das Ding ist sowieso fast ein Panzer.

Ich habe mal ein wenig gegraben, aber bloß Chopper/Cruiser/Roadster gefunden. Was habe ich übersehen?

Captain America (1944): Harley-Davidson Knucklehead (?)

Bereits 1944 gab es Captain America in Bild und Ton. Es könnte sich um eine Harley-Davidson Knucklehead handeln, meint das Netz.


Captain America (1979): Yamaha TT-500

Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel :-) Auch 1979 erschien Cap auf der Leinwand und fuhr eine verkleidete Yamaha TT-500. Übrigens gab es 1990 sogar noch einen Film mit Steve Rogers (Captain America), in der er aber zu Fuß unterwegs ist.


The Punisher (1989): 1974 Harley-Davidson Shovelhead

Den Film muss man nicht unbedingt gesehen haben, aber der Punisher Frank Castle fährt in jedem Fall eine Harley.


X-Men (2000): Harley-Davidson Titan

Scott Summers (Cyclops) fährt eine Harley-Davidson Titan, die sich Wolverine ausborgt.


The Punisher (2004): 2001 Triumph Bonneville

Anderer Darsteller, anderes Bike. Frank Castle nutzt im Film fast ausschließlich ein Auto, aber kurzzeitig schwingt er sich auf einen Klassiker der Marke Triumph.


Fantastic Four (2005): Harley-Davidson Low Rider

Johnny Storm (Human Torch) fährt während seiner Show zwar eine Cross-Maschine, privat ist er aber mit einer Harley unterwegs.


X-Men Origins: Wolverine (2009): 1963 Harley-Davidson DuoGlide FLH

Mit „kürzlich etwas zugelegtem Gewicht“ schwingt sich James Howlett, besser bekannt als Logan oder Wolverine, auf eine alte Harley.


Captain America — The First Avenger (2011): Harley-Davidson Sportster 1200 Custom

Steve Rogers, tja, meint ihr, sein Schild würde sich auf einer Streetfighter gut machen? Eben.


The Avengers (2012): 2012 Harley-Davidson Softail Slim und Triumph Bonneville

Cap bleibt den Harleys treu, auch wenn er auf ihr nur für ein paar Sekunden zu sehen ist.

Bruce Banner (der Hulk) hingegen muss notgedrungen auf eine alte, heruntergekommene Maschine ausweichen. Es handelt sich dabei wohl um eine Triumph Bonneville, die gehörig bearbeitet wurde.


Captain America — Winter Soldier (2014): Harley-Davidson Street 750

Sie wird von Harley-FahrerInnen nicht ganz ernst genommen, aber Cap ist mit einer Harley Davidson Street 750 unterwegs.


The Avengers — Age of Ultron (2015): Harley-Davidson LiveWire

Dieser Motorrad-Auftritt fällt etwas aus der Reihe. Natasha Romanoff (Black Widow) ist auf einem Gerät unterwegs, das es (noch) gar nicht zu kaufen gibt. Sie fährt eine Harley Davidson LiveWire, mit der wohl Erfahrungen im E-Bike-Markt gesammelt werden sollen.