Archiv der Kategorie: Allgemein

In „Allgemein“ wird alles gesammelt, was ich noch nicht zuordnen kann.

I am Iron Man

einige meiner ersten Schmiedewerkstücke

einige meiner ersten Schmiedewerkstücke

Einen kleinen Bericht bin ich noch schuldig, nämlich zu meinem Geburtstagsgeschenk: einem Schmiedekurs. Einen Einführungstag habe ich am Samstag absolviert, und dafür ging es nach Wuppertal. Hans-Werner und Uwe Hoffmann, Vater und Sohn, gehen dort der Schmiedekunst nach und geben ihr Wissen auch bereitwillig und geduldig weiter. Und dass sie etwas von ihrem Handwerk verstehen, bekommt man schnell mit, erahnt ihr Können bei Erklärungen und sieht es den zahlreichen Exponaten an, die im Garten zu finden sind.

Bevor man aber selbst Messer, Wikingeräxte oder andere kunstfertige Werkstücke hervorbringen kann, gilt es, sich wenigstens ansatzweise mit ein paar Grundfertigkeiten vertraut zu machen; etwa spitzen, breiten, strecken oder biegen. Das ist technisch gar nicht so einfach, aber dafür körperlich nicht so anstrengend, wie ich vermutet hatte. Allerdings dürfte es auch schweißtreibendere Schmiedearbeiten geben, die uns noch erspart geblieben sind.

Mir hat dieses erste Hereinschnuppern auf jeden Fall sehr gut gefallen. Beim Anfertigen der abgebildeten Schnecke habe ich mich auch einfach in die Arbeit versenken können und einfach „gemacht“, irgendwie Zen-mäßig. Muss ich auf jeden Fall mal wieder machen. Leute, das war ein ganz tolles Geschenk, danke!

Wenn einer eine Reise tut, …

…so kann er was erzählen. Also mache ich das doch. Am Samstag bin ich nämlich ins Computerspielemuseum nach Berlin gefahren und habe mir die Ausstellung dort angesehen.

Auf rund 500 Quadratmetern finden sich zahlreiche Exponate der älteren und jüngeren Geschichte samt Kurzinformationen in Textform. Ganz verzückt war ich beispielweise, als ich einen G7000 Videopac von Philips entdeckte – darauf habe ich meine ersten Videospieleerfahrungen gesammelt. Das Ding hieß bei uns zu Hause damals einfach „Telespiel“. Hach, der PacMan-Klon Supermampfer war schon was. Oder Affenjagd

Videostation im Computerspielemuseum in Berlin

Videostation im Computerspielemuseum in Berlin

Aber lassen wir die Nostalgie mal beiseite. Neben den Ausstellungsstücken gibt es zahlreiche Stationen, an denen man sich Videos rund um die Geschichte der Computerspiele anschauen kann. Und hier kommt das Thema Lernen ins Spiel: Wie startet man die Videos? Wie schaltet man vom einen zum anderen? Man blickt nämlich nur auf einen Bildschirm und auf einen Joystick (den guten alten Competition Pro), keine Textanleitung, nichts. Man muss schon ausprobieren, und genau so habe ich früher als Kind auch vor dem C64 gesessen und gelernt, wie die ganzen schönen Spiele funktionieren. Das musste einem niemand beibringen, das ging von ganz allein mit etwas „Forschergeist“ (ähnlich wie beim „hole-in-the-wall„-Projekt von Sugata Mitra). Und als ob es dies zu unterstreichen gälte, ist an anderer Stelle zu lesen: „Neugierde und Lust am Spielen sind fester Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitens.“

Beleuchtet werden neben der reinen „Spielerei“ allerdings auch noch viele weitere Aspekte: Es gibt zum Beispiel ein Video, das sich mit der heutigen Computerspielenutzung durch Jugendliche auseinandersetzt. An anderer Stelle wird der Computerspielemusik gehuldigt (unter anderem Chris Hülsbeck und Jochen Hippel für die Titelmelodie von Turrican II), wieder anderswo kann man sich über die internationale Verbreitung von Spielen informieren.

Es gibt noch viele andere schöne Dinge zu entdecken, von denen ich einige fotografiert und habe. Das Museum werde ich auf jeden Fall noch einmal besuchen und dann auch Begleitung mitnehmen. Ist doch viel schöner, sich mit jemandem über die gute alte Zeit auszutauschen. Oder einen Unwissenden mir Erinnerungen und Erklärungen vollzutexten. Oder einfach um die Painstation auszuprobieren.

Das Web 2.0 ins echte Leben tragen

Mögt ihr Wassermelonen auch so gerne wie ich? Dann könnt ihr im Supermarkt vielleicht auch nicht widerstehen, wenn ihr daran vorbeilauft. Gestern Abend habe ich aber eine wirkliche Pleite erlebt, die Melone war ziemlich matschig und schmeckte einfach nur grausam.

Was hätte man im Netz gemacht? Klar, einen entsprechenden Kommentar samt Bewertung hinterlassen. Solche Mitmach-Funktionen sind im Web 2.0 schließlich an der Tagesordnung. Aber man kann sie ja nicht einfach in den Supermarkt im echten Leben importieren. Oder doch?

Die Web-2.0-Melone