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Videos in der Wissenschaft, was ist eigentlich damit?

Anfang August soll der Sammelband zur diesjährigen Tagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft erscheinen – online und frei zugänglich. Darin nicht vertreten sein wird eine meiner Einreichungen. Das liegt aber nicht daran, dass sie abgelehnt worden wäre, sondern weil ich eine eher ungewöhnliche Form gewählt habe: ein Video.

Ungewöhnlich ist es auch deshalb, weil es nicht als streng wissenschaftliche Einreichung gedacht war, sondern als Diskussionsanlass. Ich habe eine Anregung von Sandra Hofhues aufgegriffen und einfach mal überlegt, an welchen Stellen der Einsatz von Videos in der Wissenschaft (oder Forschung) sinnvoll sein könnte. Werde ich im Rahmen einer Poster-Session näher vorstellen. Aber seht schon einmal selbst!

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Video-Link: http://youtu.be/m844dtidE-k

Der wertvolle Blick von außen

In den vergangenen drei Tagen durfte ich zusammen mit Sandra Hofhues einen Workshop leiten, dabei habe ich selbst viele Impulse zum Nachdenken mitgenommen.

Besonders wertvoll fand ich ihren Blick von außen, denn sie hat einen anderen Arbeitgeber als ich. Sie stellte mir die vollkommen berechtigte Frage, weshalb ich so viel mit vorgefertigten FlipCharts oder einer Meta-Plan-Wand arbeitete und nicht etwa Schaubilder einer digitalen Präsentation nutzte. Ja, warum eigentlich? Darüber musste ich erst einmal nachdenken, denn ich bin ja eigentlich sehr e-affin.

Der vermutlich schwerwiegendste Grund lautet: Ich bin wohl Opfer von Sozialisation. Auf der einen Seite habe ich die PowerPoint-Orgien der meisten ProfessorInnen in meinem eigenen Studium gehasst. Ich reagiere immer noch allergisch auf lieblos zusammengeklatschte Folien ohne erkennbare Struktur, mit endlosen Aufzählungspunktketten und hässlichen Bildchen. Auf der anderen Seite bin ich in meiner eigenen hochschuldidaktischen Weiterbildung nur sehr selten mit digitalen Medien in Berührung gekommen. Ich fürchte, das habe ich schlicht unreflektiert übernommen. Monkey see, monkey do.

Das heißt nun nicht, dass ich den Einsatz analoger Medien eigentlich ablehne. Einerseits lassen sich auf FlipCharts schnell Dinge ergänzen, die von TeilnehmerInnen eingebracht werden. Das ginge zwar prinzipiell auch anders, etwa wenn das Bild eines Tablets für alle sichtbar projiziert wird, scheitert aber gegebenenfalls (noch) an fehlender Technikausstattung. Das Nicht-Papier-Resultat lässt sich außerdem weniger einfach für alle permanent sichtbar im Raum halten.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre das vermutlich so etwas wie ein großes 50″-Tablet auf Rollen mit Internetanbindung, das ich einfach verschieben kann. Nein, eigentlich möchte ich sogar wie Tony Stark dreidimensionale Bilder und andere Inhalte per Gestensteuerung im Raum verteilen können :-)

Wie auch immer, ich bin dankbar für den wertvollen Blick von außen und werde in naher Zukunft einige Dinge anpassen. Und außerdem habe ich so auch einen guten Vorwand, um meinen Technikfuhrpark zu erweitern ;-)