<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>olivertacke.de &#187; Schule</title>
	<atom:link href="http://www.olivertacke.de/tag/schule/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.olivertacke.de</link>
	<description>nur noch ein Blog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Jan 2012 16:49:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Ist die Bildung noch zu retten?</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/05/29/ist-die-bildung-noch-zu-retten/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2011/05/29/ist-die-bildung-noch-zu-retten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 May 2011 12:35:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=979</guid>
		<description><![CDATA[Diese Frage stellt sich Josef Kraus in seinem gleichnamigen Buch, das ich gerade gelesen habe. Der Leiter eines Gymnasiums in Bayern fordert eine Befreiung der Bildung vom reinen Nutzdenken; klingt doch gut. Was ich insgesamt an der Streitschrift auszusetzen habe, ist der Fokus auf Strukturen und Inhalte, nicht aber auf das, was in den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage stellt sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Kraus">Josef Kraus</a> in seinem gleichnamigen Buch, das ich gerade gelesen habe. Der Leiter eines Gymnasiums in Bayern fordert eine Befreiung der Bildung vom reinen Nutzdenken; klingt doch gut. Was ich insgesamt an der Streitschrift auszusetzen habe, ist der Fokus auf Strukturen und Inhalte, nicht aber auf das, was in den Klassen und zu Hause geschieht: das Miteinander zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Aber das mag schlicht eine Macke von mir sein, mir kommt dieser Aspekt einfach häufig zu kurz.</p>
<p>Bei diversen Argumenten konnte ich Herrn Kraus jedenfalls zustimmen, etwa bei seinem Plädoyer gegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Denglisch">Denglisch</a> (ab S. 113) oder für mehr Toleranz von Mehrdeutigkeiten (S. 18), man könnte es auch den Umgang mit Unsicherheit nennen. An einigen Stellen stutzte ich allerdings, würde zumindest intuitiv widersprechen wollen und hätte daher einige Fragen. Vielleicht hat jemand von euch gute Antworten?  Ich werde an dieser Stelle nicht alles diskutieren &#8211; dann würde der Beitrag noch länger werden, als er ohnehin schon ist &#8211; aber die drängendsten Punkte von meiner Seite reiße ich einfach mal ganz kurz an.</p>
<ul>
<li>Die effektivste Lehrform in Bezug auf Leistung sei die <em>direkte Instruktion</em>, so Kraus. Er beruft sich dabei auf zwei Publikationen von Franz Weinert aus dem Jahre 1996, die von ihren Titel her inhaltlich aber dasselbe zu beinhalten scheinen. Leider habe ich auf die Beiträge noch keinen Zugriff, aber unabhängig davon frage ich mich: Selbst wenn das stimmt, sollte Leistungsfähigkeit (wie auch immer Herr Kraus das definiert) das einzige Kriterium sein, um die Effektivität von Lehre zu messen? Widerspricht er sich damit nicht selbst, wenn er an anderer Stelle fordert, man dürfe nicht nur auf das schauen, was <em>hinten herauskommt</em>?</li>
<li>Im Bereich der Hirnforschung beschäftigt man sich seit einiger Zeit auch mit dem Thema Lernen. Herr Kraus findet das offenbar ziemlich überflüssig (S. 69-74). Zum einen kritisiert er, konkrete Aussagen für das Lehren ließen sich daraus nicht ziehen und Neurodidaktik oder Neuropädagogik seien reine Marketingbegriffe &#8211; das lässt sich sogar nachvollziehen. Er moniert aber auch, die Ergebnisse seien Allerweltsweisheiten und bestätigten allenfalls das, was Pädagogen sowieso schon wüssten. Frage an Herrn Kraus: Hätte Isaac Newton sich überhaupt die Mühe machen sollen zu ergründen, wie es sein kann, dass Dinge auf die Erde fallen? Dass sie das machen, ist ja trivial und weiß jeder. Heute nennen wir den Grund einfach Gravitation. Sollten viele Physiker heute also ihre Bemühungen aufgeben zu erklären, wie Gravitation im Detail funktioniert? Ist die Frage nach diesem <em>Wie</em> überflüssig??? Oder anders: Die vollständige Bestätigung einer Theorie ist nie möglich. Sollte man gerade bei einem auch für Herrn Kraus so wichtigen Thema auf neue Herangehensweisen und Untersuchungen verzichten, die unabhängige Vergleiche zwischen Beobachtungen und damit neue Erkenntnisse liefern können?</li>
<li>Zum Thema Nervenzellen schreibt Herr Kraus: &#8220;Denn ein einzelnes konkretes Individuum hat rund 120 Milliarden Nervenzellen, jede von diesen Nervenzellen interagiert mit bis zu 15 000 anderen Nervenzellen. Die Gesamtzahl der Verbindungen liegt bei rund 1 000 000 000 000 000 (1 Billiarde; eine 1 mit 15 Nullen). Insgesamt übertrifft diese Zahl die Anzahl der Atome im gesamten Universum.&#8221; (S. 70). Nicht nur, dass mir <img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/eq_0729d51d0f40afdc533043d47fa40214.png" align="absmiddle" class="tex" alt="10^{15}" /> ein wenig sehr klein vorkam &#8211; und tatsächlich schätzt man die Anzahl der Atome im Universum wohl eher auf rund <img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/eq_567d51bbc32c98f1c1d5dd389575de16.png" align="absmiddle" class="tex" alt="10^{80}" /> &#8211; was ist denn das für eine Logik? Die Verbindungen zwischen Nervenzellen bestehen auch aus Atomen, wie sollte deren Zahl dann größer sein als die Zahl der Atome im Universum insgesamt? Hakt es bei mir irgendwo oder bei Herrn Kraus mit dem Abschätzen eines Problems?</li>
<li>Herr Kraus hebt die Bedeutung der Unterrichtsfächer Geschichte und Religion (damit meint er das Christentum) hervor, da sie einer Person helfen könnten, die Welt und sich selbst zu verstehen (S. 93-112). Grundsätzlich sicher nicht falsch. Wenn also viel mehr Geschichte unterrichtet werden müsste, wo ist das unterzubringen? Und wie sieht es erst in 50 Jahren aus, wenn es noch mehr Geschichte zu lernen gibt? Wieso hat christliche Religion eine Sonderstellung? Ja, Deutschland ist natürlich geprägt davon, aber müsste man nicht ebenso viel über andere Religionen lernen, die anderen Kulturkreisen ihren Stempel aufgedrückt haben und deren Verständnis in einer immer <em>kleiner</em> werdenden Welt wichtiger werden? Könnte man das nicht tatsächlich in einem <em>neutralen</em> Fach zusammenfassen? Und nein, Gottlosigkeit kappt in meinen Augen keine Wurzeln zur Moral in der Rechtsordnung. Die <a href="http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/Language.aspx?LangID=ger">Allgemeine Erklärung der Menschenrechte</a> kommt auch prima ohne religiöse Bekundungen aus.</li>
<li>Laut Herrn Kraus laufe bilingualer Unterricht auf eine zweifache Halbbildung hinaus (S. 113). Ich hatte von Klasse 7 bis 11 Erdkunde und Geschichte teilweise in Englisch, und ich wage zu behaupten, mit meinem Englisch muss ich mich wahrlich nicht vor anderen verstecken, welche die <em>reine Lehre</em> erfahren haben. Und in Erdkunde und Geschichte bin ich immerhin nicht ganz zurückgeblieben, glaube ich.</li>
<li>Herr Kraus schreibt: &#8220;An 50 von 2500 Gymnasien in Deutschland gibt es eigene Klassen für Hochbegabte. Unumstritten sind diese Klassen nicht, denn ob in sich geschlossene Gruppen der Entwicklung von Minderjährigen guttun, ist fraglich. Immerhin haben Schüler solcher Klassen wie in einer Art Laborraum kaum noch mit &#8216;Normal&#8217;-Schülern und deren Anliegen zu tun.&#8221; (S. 134) Herr Kraus spricht sich gleichzeitig aber drastisch gegen Gesamtschulen und für eine frühzeitige Trennung auf Hauptschule, Realschule und Gymnasium aus (S. 52-59). Ich bin keinesfalls für <em>Gleichmacherei</em>, kein vehementer Verfechter der Gesamtschule (sondern von Vielfalt), aber widerspricht sich Herr Kraus mit seinen Aussagen nicht selbst?</li>
<li>Mit seinen Ausführungen zu Europa gleitet Herr Kraus meiner Meinung nach vom Thema Bildung ganz schön ab (an vielen anderen Stellen aber auch). Er schreibt: &#8220;Europa muss also endlich wieder ein vitales Interesse an seiner Selbstverteidigung haben. Freilich wird diese nur gelingen im Verein mit den USA.&#8221; (S. 114). Ich erlaube mir vor dem Hintergrund eines völkerrechtswidrigen Krieges gegen den Irak oder der Missachtung der staatlichen Souveränität von Pakistan durch militärische Intervention eine ebenso abseitige Frage danach, warum solch ein Staat <em>der</em> Verbündete schlechthin sein sollte?</li>
<li>Durfte ja auch nicht fehlen: Böse Rockmusik und Egoshooter sind für den Niedergang mitverantwortlich (S. 200)&#8230; Keine Gegenbeweise, aber unterhaltsam und interessant: <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/psychologie/2011-05-15/von-den-b-sen-auswirkungen-des-heavy-metals">Von den bösen Auswirkungen den Heavy Metals</a> und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gewalt-durch-Computerspiele-Wissenschaftler-sagen-jein-1142668.html">Gewalt durch Computerspiele? Wissenschaftler sagen jein</a>.</li>
</ul>
<p>Soweit zu den drängendsten Punkten von meiner Seite. Zum Abschluss würde ich aber eines noch gerne festhalten, da es diesbezüglich schon zu Missverständnissen gekommen zu sein scheint: An verschiedenen Stellen benutzt Herr Kraus die Begriffe <em>Spaß-</em>, <em>Gefälligkeits-</em> und <em>Erleichterungspädagogik</em>. An einer Stelle ergänzt er, Lernende hätten eine Holschuld (S. 44). Ich stimme zu: Lernen ist auch mal anstrengend und bedarf der Eigenverantwortung. Herr Kraus schreibt aber nicht, dass Lehrende von der Pflicht entbunden wären, ihr eigenes Wissen didaktisch aufzubereiten oder bei der Darbietung möglichst individuell auf die Lernenden einzugehen. Ebenso spricht er Lehrende nicht von Verantwortung für das Fortkommen ihrer Schützlinge frei. Und dass Lernen nie Spaß machen dürfte oder nur gut sei, wenn es keinen Spaß mache, schreibt er auch nicht.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=979&amp;md5=2736c78d4ffa5b3b1bdc60aafe485ef4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2011/05/29/ist-die-bildung-noch-zu-retten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tiger-Mom! Oder doch nur ein armer schwarzer Kater?</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/05/27/tiger-mom-oder-doch-nur-ein-armer-schwarzer-kater/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2011/05/27/tiger-mom-oder-doch-nur-ein-armer-schwarzer-kater/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 10:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=952</guid>
		<description><![CDATA[Einige Monate bin ich zwar der Debatte hinterher, aber nun habe ich Die Mutter des Erfolgs (Originaltitel: Battle Hymn of the Tiger Mother) von Amy Chua gelesen - getreu dem Ausspruch
Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach wohl die Kunst Bücher zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige Monate bin ich zwar der <a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/sozwiss/bildungsforschung-und-bildungsmanagement/aktuelles/aktuelle-debatten/tigermutter-chua-erziehungsstile-in-der-diskussion/">Debatte</a> hinterher, aber nun habe ich <em>Die Mutter des Erfolgs</em> (Originaltitel: <em>Battle Hymn of the Tiger Mother</em>) von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amy_Chua">Amy Chua</a> gelesen &#8211; getreu dem Ausspruch</p>
<blockquote><p>Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach wohl die Kunst Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.</p></blockquote>
<p>von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Christoph_Lichtenberg">Georg Christoph Lichtenberg</a> aus dem 18. Jahrhundert. Worum geht es dabei?</p>
<p>Amy Chua ist die Tochter chinesischer Einwanderer in den USA und wurde sehr streng und leistungsorientiert erzogen. Es galt stets die Beste zu sein, andernfalls waren ihre Eltern nicht zufrieden und forderten mehr. Sie nutzte denselben autoritären Erziehungsstil bei ihren beiden Töchtern Sophia und Louisa. Beide wurden unter Strafandrohungen und manchmal auch folternahen Methoden (Verbot des Trinkens) zum Musizieren gezwungen und hart gedrillt, der gesamte Alltag danach ausgerichtet, haarklein vorgeschrieben, wie der Übungsablauf auszusehen habe. Bei Freundinnen übernachten, Computerspielen oder im Schultheater mitspielen? Waren nicht drin.</p>
<p>All das beruht auf verschiedenen Prämissen: Der Gedanke &#8220;wer nicht das mache, was die Eltern (oder höher Gestellte) sagen, renne unweigerlich ins Verderben&#8221; entstammt vermutlich der kulturellen Prägung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konfuzianismus">Konfuzianismus</a>. Die Aussage, Kinder hätten grundsätzlich keine Lust, sich anzustrengen, erinnert an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/X-Y-Theorie">Menschenbildtheorie X</a> nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_McGregor">Douglas McGregor</a>. Woher der Gedanke &#8220;Spaß macht gar nichts, solange man nicht gut darin ist&#8221; (S. 35) stammt, wüsste ich nicht (und könnte es auch anhand vieler Beispiele widerlegen), aber er beleuchtet den Hintergrund. Nun kann man davon halten, was man will, das Vorgehen von Frau Chua scheint jedenfalls ausgehend davon konsistent zu sein und keinesfalls ein Beleg dafür, dass sie ihre Kinder nicht liebt! Sie will das aus ihrer eigenen Sicht Beste für sie &#8211; und bei sehr kulturell geprägten Themen bin ich eher zurückhaltend, wenn ich darin keine tieferen Einblicke habe.</p>
<p>Einen gewissen Erfolg kann man der Methode ja auch nicht absprechen: Beide Kinder sind überaus begabte Musikerinnen. Auch werden die exzellenten Schulnoten angeführt und als Beispiel das hervorragende Abschneiden in Multiplikationsgeschwindigkeitstest genannt. Wenn man sich das anschaut, stellt man allerdings fest: Reproduktion und fest vorgegebenen Abläufe. Auf sehr hohem Niveau zwar, aber irgendwie schimmert da der Mensch als Automat durch. Sie selbst sagt von sich: &#8220;Auch war ich keine, die von Natur aus skeptisch ist und hinterfragt; ich wollte einfach alles mitschreiben, was der Professor sagte, und auswendig lernen.&#8221; (S. 38).</p>
<p>Erlebt habe ich das schon selbst: Sieht man von einem denkbaren Sprachproblem ab, können Studierende mit asiatischem Hintergrund oft phänomenal die Stichpunkte der Vorlesungsfolien meines Chefs in den Klausuren runterbeten, allerdings scheitern sie dennoch häufig an Anwendungs- oder Transferaufgaben. Gerade vor kurzem erst hatte ich ein Gespräch mit einem Studenten asiatischer Herkunft. Seine Eltern hätten ihm immer Ziele vorgegeben, er kommt nun aber gar nicht mit der Freiheit klar, dass er selbst Ziele setzen darf und soll. Selbst eine Fragestellung für eine Abschlussarbeit zu entwickeln und zu formulieren, der er dann nachgehen kann, fiele ihm schwer.</p>
<div id="attachment_961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2011/05/tigrmom_lolcatz.png"><img class="size-medium wp-image-961 " title="TIGR MOM TOLD ME 2 LERN" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2011/05/tigrmom_lolcatz.png" alt="TIGR MOM TOLD ME 2 LERN" width="500" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">TIGR MOM TOLD ME 2 LERN</p></div>
<p>Was in Bezug zu dieser Problematik in der Berichterstattung häufig vernachlässigt wurde, sind die Zweifel, die Frau Chua selbst kamen und letztlich der Beweggrund für das Schreiben des Buches waren. Sie geht zwar nicht im Detail darauf ein, berichtet aber, wie ein Geigenlehrer mit einer sanften Methode erfolgreicher war als sie selbst &#8211; bei gleichen inhaltlichen Vorgaben. Als sie ihr Mathestudium abbrach, war sie selbst froh, dass ihre Eltern sie nicht quälten, sondern eine Überforderung attestierten. Der eigentliche Punkt, um den sich das Buch dreht, sind aber die Probleme mit Tochter Louisa. Zwar wurde sie eine sehr gute Violinistin, aber sie fühlte sich unverstanden und rebellierte mit der Zeit immer stärker gegen die Erziehungsmethode von Frau Chua. Als diese ihre Mutter um Rat ersuchte, erhielt sie für sie unverständlicherweise die Antwort: &#8220;Die Zeiten haben sich geändert. Und Lulu ist nicht du.&#8221; (S. 186). Davon unbeeindruckt blieb sie stur, gab jedoch zu: &#8220;In chinesischen Familien ist dieses Problem nicht vorgesehen, und ich hatte keine Lösung.&#8221; (S. 190)</p>
<p>Erst als es zu einem großen Knall kam, gab sie nach. Louisa wurde nicht weiter zum Geigespiel gezwungen und durfte stattdessen Tennis spielen, wie sie es sich gewünscht hat. Trotz fehlenden Drills durch fremde Personen hat sie sich wohl zum Erstaunen von Frau Chua zu einer passablen Tennisspielerin entwickelt, die sich selbst motiviert. Sie ist offenbar nicht weltklasse, aber hat trotzdem Spaß.</p>
<p>Was ich mit den Ausführungen nicht sagen will ist &#8220;Siehst&#8217;e, hat sie alles falsch gemacht&#8221; &#8211; das glaube ich nämlich nicht. Beim Tennislernen schien ihre Tochter die Lehrer etwa durch hohe Selbstdisziplin zu beeindrucken. Und Frau Chua hat sich vor allem sprichwörtlich den Arsch aufgerissen. Sie hat nicht nur viel gefordert, sondern auch extrem gefördert! Sie hat nicht einfach übermäßig hohe Ziele gesetzt und dann gesagt: &#8220;Sieh zu, wie du sie erreichst. Ich habe damit nichts zu tun, das ist deine Aufgabe.&#8221; Sie hat sich ebenso dafür verantwortlich gefühlt und sich reingehängt &#8211; allerdings wohl etwas zu sehr. Und das hatte unerwartete Konsequenzen, die sie selbst nicht ganz einsortieren konnte.</p>
<p>Kurzum: Das Buch lässt sich zwar oberflächlich auch als uneingeschränkter Appell für eine &#8220;chinesische&#8221; Erziehung lesen, aber auf mich macht es eher den Eindruck, als sei sie trotz anders lautender Bekundungen nicht (mehr) so ganz davon überzeugt. Therapeutisches Schreiben umschreibt es daher vielleicht eher.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=952&amp;md5=29e257793f9fa3718d262aa6e7bc52f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2011/05/27/tiger-mom-oder-doch-nur-ein-armer-schwarzer-kater/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Herzblut für die Lehre</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/05/05/herzblut-fur-die-lehre/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2011/05/05/herzblut-fur-die-lehre/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 May 2011 05:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=870</guid>
		<description><![CDATA[Den heutigen Tag habe ich mir wieder einmal frei genommen, um eine Fortbildung zu besuchen: Motivation für Lehren und Lernen. Es war wirklich spannend, die Lernbiografie der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennenzulernen, etwas über ihre Motivation zu erfahren und das mit der eigenen abzugleichen. So waren einige etwa sehr zielstrebig und organisiert ("Ich will ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den heutigen Tag habe ich mir wieder einmal frei genommen, um eine Fortbildung zu besuchen: <a href="http://www.tu-braunschweig.de/khn/veranstaltungen/veranstaltungsinfos?id=1138">Motivation für Lehren und Lernen</a>. Es war wirklich spannend, die Lernbiografie der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennenzulernen, etwas über ihre Motivation zu erfahren und das mit der eigenen abzugleichen. So waren einige etwa sehr zielstrebig und organisiert (&#8220;Ich will dieses und jenes erreichen, dafür mache ich jetzt das und dann das.&#8221;) und andere eher explorativ: &#8220;Das könnte interessant sein, das macht mir Spaß, das mache ich jetzt erst einmal.&#8221; Was die Lehre anbelangt, wurde als Motivation mehrfach genannt, dass es sich um eine edle Aufgabe handele, die Freude bereite und zur eigenen Weiterentwicklung beitrage.</p>
<p>Zum Thema passte zudem eine Dokumentation, die gestern auf Phoenix wiederholt wurde und auch online zu haben ist: <a href="http://www.37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,8184303,00.html">Immer mit Herzblut &#8211; Lehrer &#8211; Mehr als ein Job</a>. Ein Berufsanfänger an einem Hamburger Gymnasium wurde ein Jahr lang begleitet, und er berichtet von seinen Erfahrungen: <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2011/04/23/statements-zur-lehrerbildung/">Sein Studium hätte ihn kaum auf das vorbereitet, was ihn tatsächlich erwartet hat</a>. Aber er ist engagiert bei der Sache.<br />
Eine ganze Ecke schwieriger scheint es an einer berufsbildenden Schule in Hildesheim zu sein, wo eine Lehrerin sich seit 30 Jahren für die Schülerinnen und Schüler ins Zeug legt, damit sie ihren Abschluss bekommen &#8211; nicht immer ohne Frust, aber stets motiviert. Kämpferisch. Mit Herzblut. Das hat mich wirklich bewegt.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=870&amp;md5=af5563a0554a0a18f42860589d0dcf56" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2011/05/05/herzblut-fur-die-lehre/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Touristenmetapher &#8211; ein Versuch</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/03/13/die-touristenmetapher-ein-versuch/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2011/03/13/die-touristenmetapher-ein-versuch/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 12:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Touristenmetapher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=786</guid>
		<description><![CDATA[Bei einer frühstückstischphilosophischen Diskussionen zwischen @adahlma und mir kamen wir auf die Idee der Touristenmetapher, mit der man einen Lernprozess über einen längeren Zeitraum veranschaulichen kann.

Als Tourist kommt man in eine fremde Stadt mit zahlreichen Attraktionen, wie in Berlin vielleicht das Brandenburger Tor oder der Gendarmenmarkt. Die erkundet man vielleicht auf einer Busrundfahrt, bei der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einer <em>frühstückstischphilosophischen Diskussionen</em> zwischen <a title="@adahlma" href="http://twitter.com/adahlma" target="_blank">@adahlma</a> und mir kamen wir auf die Idee der <em>Touristenmetapher</em>, mit der man einen Lernprozess über einen längeren Zeitraum veranschaulichen kann.</p>
<p>Als Tourist kommt man in eine fremde Stadt mit zahlreichen Attraktionen, wie in Berlin vielleicht das Brandenburger Tor oder der Gendarmenmarkt. Die erkundet man vielleicht auf einer Busrundfahrt, bei der ein Fremdenführer ein paar Sätze über diese oder jene Station verliert und mit ein paar spannenden oder witzigen Anekdoten anreichert. Das entspräche in etwa dem Prinzip Vorlesung, bei der man einen Überblick über ein Gebiet erhält. An einigen Sehenswürdigkeiten könnte man einen Halt einlegen und sie genauer betrachten, eine Führung mitmachen und Details erfahren. Das entspräche dann vielleicht einem Seminar.</p>
<p>Der Knackpunkt ist dabei, und das haben wir beide festfestellt, dass man erst nach einem längeren Zeitraum auch selbständig von einer Attraktion zur anderen findet; es dauert eine ganze Weile, bis man Zusammenhänge tatsächlich begreift. Dafür muss man sich schlicht eine Weile in einer Stadt aufhalten. Genau diese Erfahrung habe ich selbst gemacht, als ich in Berlin wohnte: Plötztlich ging mir auf, wie man vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt kommt. Andere Orte, an denen ich zuvor schon gewesen war, erkannte ich wieder und konnte sie einsortieren. In meinem Kopf entstand so etwas wie ein Stadtplan, auf dem weiße Flecken nach und nach durch Einträge ersetzt wurden. Genauso hat es in höheren Semestern erst Klick gemacht zu einigen Dingen, die in Einführungsveranstaltungen dran waren.</p>
<p>Wenn man also nur auf Bustouren setzt, kommt man sicher auch irgendwann von A nach B, allerdings nur über die großen Straßen. Warum sich nicht einfach einen Stadtplan schnappen und auf eigene Faust Schleichwege erkunden, auf denen man dann sicher die eine oder andere Sache entdeckt, die auch ganz spannend ist? Dann kennt man darüber hinaus auch Alternativrouten zum Ziel, falls eine wegen einer Baustelle gesperrt sein sollte und man sonst nicht weiterkommt.</p>
<p>Was sagt uns das? Tourist sein allein genügt nicht, um sich wirklich gut in einer Stadt zurecht zu finden. Das können Einheimische besser. Andererseits, auch das haben wir festgestellt, wissen Touristen oft viel mehr über die Sehenswürdigkeiten einer Stadt als deren Bewohner selbst. Experten auf der einen Seite, Generalisten auf der anderen.</p>
<p>Was sagt uns das noch? Bustouren und Führungen sind ganz nett, man lernt auch etwas dabei. Wenn man aber irgendwo in der Stadt ausgesetzt wird und nun allein den Weg zum Hotel finden soll, wird es sicher schwierig. Das <em>Problem</em> stand so nicht im Reiseführer, Lehrplan oder Skript. Da wäre es hilfreich, sich nicht nur auf das angebotene Wissen zu verlassen und das drauf zu haben, sondern eigene Erkundungen zu machen. Dazu könnte man natürlich auch elektronische Hilfsmittel benutzen, <em>Google Maps</em> etwa oder die <em>Wikipedia</em>. Prima! Aber man sollte auch daran denken, dass der Strom ausfallen kann oder die Akkuladung zur Neige geht. Aber das kennt man ja vom <a title="Blended Learning" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Integriertes_Lernen" target="_blank">Blended Learning</a>.</p>
<p>Wie auch immer man das anstellt, es kostet Zeit! Nicht einen Monat, nicht ein Semester, sondern vielleicht das gesamte Studium und wahrscheinlich sogar darüber hinaus. Als Lernender sollte man daher nicht gleich verzweifeln, wenn ein Gebiet so unüberschaubar groß vorkommt und man gar nichts zu verstehen scheint. Nicht aufgeben. Als Lehrender sollte man im Gegenzug auch Geduld haben und nicht erwarten, dass jemand in kurzer Zeit denselben Überblick hat wie man selbst &#8211; die sind nicht gleich alle doof oder lernunwillig. Statt nur Führungen anzubieten kann es zudem nicht schaden, das selbständige Auskundschaften der Umgebung anzuregen &#8211; das geht aber sicher nicht nach dem Motto: &#8220;Hier ist der Stadtplan, seht zu!&#8221;</p>
<p>Spektakulär ist diese Metapher nicht, sicher ist auch schon einmal jemand darauf gekommen. Aber ich finde, man kann recht viel damit anfangen und sie sicher auch (im Kommentarbereich?) erweitern.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=786&amp;md5=e8dda7193b738e9f7391b303d1f35c03" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2011/03/13/die-touristenmetapher-ein-versuch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schaut nicht auf meinen Finger, der euch die Richtung weist, sondern schaut auf das Kind</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/06/26/schaut-nicht-auf-meinen-finger-der-euch-die-richtung-weist-sondern-schaut-auf-das-kind/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2010/06/26/schaut-nicht-auf-meinen-finger-der-euch-die-richtung-weist-sondern-schaut-auf-das-kind/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 17:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[LdL]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Montessori]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[TZI]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=384</guid>
		<description><![CDATA[Gestern habe ich endlich mal wieder meinen Das-Lese-Ich-Noch-Bücherstapel verkleinert: An der Reihe war "Maria Montessori - Leben und Werk". Außer dass die Dame dem Bereich Reformpädagogik zuzurechnen ist, wusste ich nicht viel, und umso spannender war das Lesen.

Beeindruckend finde ich zunächst, wie kämpferisch Montessori ihre Ziele verfolgt und den Widerständen getrotzt hat, die ihr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich endlich mal wieder meinen Das-Lese-Ich-Noch-Bücherstapel verkleinert: An der Reihe war &#8220;Maria Montessori &#8211; Leben und Werk&#8221;. Außer dass die Dame dem Bereich Reformpädagogik zuzurechnen ist, wusste ich nicht viel, und umso spannender war das Lesen.</p>
<p>Beeindruckend finde ich zunächst, wie kämpferisch Montessori ihre Ziele verfolgt und den Widerständen getrotzt hat, die ihr entgegengesetzt wurden. Sie studierte unter geradezu schikanösen Bedingungen Medizin &#8211; bis dahin eine reine Männerdomäne &#8211; und erhielt als erste Frau in Italien den Doktorgrad in dieser Disziplin.<br />
Sie arbeitete anschließend in der Kinderabteilung einer Klinik und hatte in &#8220;Irrenhäusern&#8221; zu tun, wo sie nach und nach feststellte, dass die vermeintlich zurückgebliebenen Kinder keine medizinische Hilfe benötigten, sondern erzieherische. Fortan beschäftigte sie sich neben ihrem eigentlichen Job mit Pädagogik und entwickelte das nach ihr benannte Konzept.</p>
<p>Als dessen Kern würde ich sehen: Kinder können viel mehr, als man ihnen gemeinhin zutraut. Sie sind von Natur aus neugierig, wollen ihre Umwelt erforschen und können ihr Lernen auch selbst steuern &#8211; wenn man sie lässt und einen richtigen Rahmen schafft. Das hat mich sehr an<a href="http://www.olivertacke.de/2010/06/18/wie-mich-gestaltung-von-lehre-zum-flow-bringt/" target="_self"> Forschendes Lernen</a> erinnert.</p>
<p>An anderer Stelle sehe ich Bezugspunkte zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Themenzentrierte_Interaktion">Themenzentrierten Interaktion</a>. Auch dort wird festgestellt, dass der Mensch stets in Wechselwirkung zu anderen Menschen, im weitesten Sinne sogar zur gesamten Menschheit steht und sich dessen bei seinen Handlungen bewusst sein sollte. Angestrebt wird letztlich bei beiden ein ganzheitliches, lebendiges Lernen, bei dem nicht die Lehrenden im Mittelpunkt stehen, sondern die Lernenden: &#8220;Schaut nicht auf meinen Finger, der euch die Richtung weist, sondern schaut auf das Kind.&#8221;</p>
<p>Nach Montessori müssten Lehrende die Kinder viel stärker beobachten um herauszufinden, wie sie jeden individuell fördern können &#8211; denn jedes Kind ist anders. Dafür biete beispielsweise die Freiarbeit die entsprechende Gelegenheit. Das wiederum hat mich an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren" target="_blank">LdL</a> erinnert. Dessen Entwickler <a href="http://jeanpol.wordpress.com/" target="_blank">Jean-Pol Martin</a> betont, dass die Lehrenden die Schülerinnen und Schüler aufmerksam beobachten müssen, um gezielt auf sie eingehen zu können.</p>
<p>Insgesamt eine spannende Lektüre, wenngleich ich natürlich erst an der Oberfläche gekratzt habe. Aber das Buch &#8220;Kinder sind anders&#8221; von Maria Montessori wartet schon in meinem Stapel&#8230;</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=384&amp;md5=68fc0f06756c11b414c900e377452bda" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2010/06/26/schaut-nicht-auf-meinen-finger-der-euch-die-richtung-weist-sondern-schaut-auf-das-kind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir brauchen mehr Mediennutzungskompetenz &#8211; Tun wir was dagegen!?</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/05/26/wir-brauchen-mehr-mediennutzungskompetenz-tun-wir-was-dagegen/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2010/05/26/wir-brauchen-mehr-mediennutzungskompetenz-tun-wir-was-dagegen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 May 2010 11:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzungskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=318</guid>
		<description><![CDATA[Viele Menschen beschäftigen sich in Deutschland damit, wie man das Lernen in Schulen, Universitäten und anderswo durch die sinnvolle Einbindung des Internets und elektronischer Geräte verbessern kann: Der Verein ed-on fördert Ideen, die das lebenslange Lernen mit Online-Medien unterstützen, an der RWTH Aachen erprobt man, wie man mit Microblogging Lehrveranstaltungen verbessern kann, an der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen beschäftigen sich in Deutschland damit, wie man das Lernen in Schulen, Universitäten und anderswo durch die sinnvolle Einbindung des Internets und elektronischer Geräte verbessern kann: Der Verein <a href="http://ed-on.de/" target="_blank">ed-on</a> fördert Ideen, die das lebenslange Lernen mit Online-Medien unterstützen, an der <a href="http://elearn.rwth-aachen.de/Akbari" target="_blank">RWTH Aachen</a> erprobt man, wie man mit Microblogging Lehrveranstaltungen verbessern kann, an der TU Braunschweig möchte man am liebsten gleich den &#8220;<a href="http://www.tu-braunschweig.de/wi2?host=http://web.wi2.phil.tu-bs.de/wi2blog/&amp;blog=wi2&amp;url=http://web.wi2.phil.tu-bs.de/wi2blog/tag/mobile-campus/" target="_blank">mobile campus</a>&#8221; ausrufen und jeden Studenten mit einem mobilen Kommunikationsgerät ausrüsten, &#8230; Die Liste könnte ich noch deutlich verlängern. Mediennutzungskompetenz ist schlicht ein wichtiger Faktor für ein aktives Bürgerengagement in der heutigen Informationsgesellschaft, findet zumindest der <a href="http://eur-lex.europa.eu/Notice.do?mode=dbl&amp;lang=de&amp;ihmlang=de&amp;lng1=de,de&amp;lng2=bg,cs,da,de,el,en,es,et,fi,fr,hu,it,lt,lv,mt,nl,pl,pt,ro,sk,sl,sv,&amp;val=471774:cs&amp;page=" target="_blank">Europäische Rat für Bildung, Jugend und Kultur</a>. Zahlreiche Wissenschaftler, Fachleute aus dem Medienbereich und viele andere fordern im <a href="http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/" target="_blank">medienpädagogischen Manifest</a>: &#8220;Keine Bildung ohne Medien&#8221;.</p>
<p>Und dann finde ich in den Nachrichten aus meinem alten Heimatstädchen folgende Meldung: &#8220;<a href="http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2164/artid/12250102">Handy-Verbot an Lessing-Realschule</a>&#8221; Einige Schüler fertigten offenbar Fotos und Videos von ihren Mitschülern an, auf denen diese in peinlichen Situationen zu sehen sind. Danach wurden die Resultate im Internet veröffentlicht. Konsequenz? Allen Schülern wird während des kompletten Schultags, also inklusive der Pausen, die Nutzung von Mobiltelefonen untersagt. Man überlegt gar, das Verbot auf andere elektronische Geräte wie MP3-Spieler auszuweiten.</p>
<p>Natürlich finde ich das Verhalten der betreffenden Schüler keinesfalls in Ordnung, sicher sind sie auch entsprechend bestraft worden. Nun aber alle Schüler unter Generalverdacht zu stellen und damit letztlich wieder einmal nur die Symptome zu bekämpfen, nicht aber die &#8220;Krankheit&#8221;, halte ich für den falschen Weg. Statt den Schülern offen klarzumachen, was sie da tun, ihre Kompetenz im Umgang mit Medien und vor allem mit anderen Menschen zu fördern, wird ein Verbot erlassen &#8211; ein einfacher Weg. Vielleicht drückt dieses Vorgehen aber auch schlicht etwas aus, nämlich Hilflosigkeit. Hilflosigkeit, weil man selbst nicht so genau weiß, was dieses neumodische Zeugs wirklich ist und nicht erkennt, welche <a href="http://wernerheise.com/medienkompetenz/richtig-oder-falsch-schule-verbietet-handys/" target="_blank">sozialen und kulturellen Funktionen</a> es inzwischen erfüllt und wie man es sogar zum Lernen einsetzen könnte.</p>
<p>Was das für mich bedeutet? Schlicht und einfach: Es gibt noch viel zu tun, packen wir&#8217;s an!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2010/05/26/wir-brauchen-mehr-mediennutzungskompetenz-tun-wir-was-dagegen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>European Innovative Education Forum Tag 2 &#8211; Workshops</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/03/25/european-innovation-education-forum-tag-2-workshops/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2010/03/25/european-innovation-education-forum-tag-2-workshops/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 09:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=280</guid>
		<description><![CDATA[Am zweiten Tag des Innovative Education Forum konnte ich zeitlich leider nur den Workshop-Teil unterbringen. Man hatte dreimal die Qual der Wahl aus fünf zeitgleich stattfindenden Sessions, wobei einige mehrfach angeboten wurden. Mein Los fiel auf "Using computer games to unlock learning", "Teachtoday" und "Bring your class online with Live@edu".

Vortrag Nummer Eins wurde von ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am zweiten Tag des Innovative Education Forum konnte ich zeitlich leider nur den Workshop-Teil unterbringen. Man hatte dreimal die Qual der Wahl aus fünf zeitgleich stattfindenden Sessions, wobei einige mehrfach angeboten wurden. Mein Los fiel auf &#8220;Using computer games to unlock learning&#8221;, &#8220;Teachtoday&#8221; und &#8220;Bring your class online with Live@edu&#8221;.</p>
<p>Vortrag Nummer Eins wurde von Ollie <a href="http://twitter.com/olliebray" target="blank">@ollibray</a> Bray gehalten, einem nationalen Berater für &#8220;Lernen und Zukunftstechnik&#8221; bei Learning and Teaching Scotland, einer staatlich beauftragten Agentur. Und, wow, er konnte schneller reden als Eddie Murphy, aber zum Glück verständlicher <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Viele denken zunächst, der Einsatz von Computerspielen im Unterricht sei lächerlich. Herr Bray vertritt aber die These, dass sie auch solchen Stoff interessant machen können, der wichtig ist &#8211; aber langweilig. Es komme aber immer darauf an, geeignete Software einzusetzen. Spezielle Lernsoftware sei meist ebenso langweilig und man solle lieber phantasievolle Ideen entwickeln, wie man &#8220;Commercially Available Off The Shelf Software&#8221; einsetzen könne und damit den Einstieg in eine Thematik schafft. Als Beispiel präsentierte er ein Projekt, bei dem Guitar Hero den Anstoß für verschiedene weitere Aktionen gab: die Analyse eines Spielfigurcharakters (Warum müssen Charakterisierungen sich immer nur auf Bücher beziehen?), das Entwerfen und tatsächliche Bauen von Gitarren, die Gestaltung eines Videos&#8230; Sehr wichtig sei es für Schüler ferner, Inhalte nicht nur zu konsumieren, sondern auch selbst zu erstellen. Dazu könne man beispielsweise das kostenlose <a href="http://kodu.softonic.de/" target="_blank">Kodu</a> einsetzen, das ähnlich wie &#8220;Little Big Planet&#8221; funktioniere, aber das komplette Gestalten einer Welt von Grund auf zulasse.<br />
Spiele im Unterricht seien kein Allheilmittel und sollten natürlich nicht ausschließlich verwendet werden, es komme immer auf einen guten Mix an. Gut eingesetzt, können sie aber sehr motivierend sein &#8211; das folgende Video (von <a href="http://consolarium.blip.tv/" target="_blank">Consolarium</a>) soll hier exemplarisch zeigen, wie jemand freiwillig immer und immer wieder Matheaufgaben rechnet:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="390" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://blip.tv/play/AfW_aAI" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="390" src="http://blip.tv/play/AfW_aAI" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Die Unterlagen zum Vortrag können auf seiner <a href="http://olliebray.com" target="_blank">Website http://olliebray.com</a> heruntergeladen werden.</p>
<p>Vortrag Nummer Zwei behandelte das Lehrerportal &#8220;<a href="http://www.teachtoday.eu" target="_blank">Teachtoday</a>&#8220;, das von Elke Lehmann and Thomas Schmidt (Helliwood media &#038; education) vorgestellt wurde. Das Entwickeln von Medienkompetenz sei heutzutage extrem wichtig, und Lehrer sollten Schüler diese nahebringen können: Zwar würden Jüngere wie selbstverständlich ein Telefon in die Hand nehmen und sich selbst die Bedienung beibringen, das mache sie aber noch nicht zu Digital Natives.<br />
Das Portal will Lehrer in ihrer Arbeit unterstützen, indem es zahlreiche Informationen und Arbeitsmaterial anbietet. Es spricht insbesondere die &#8220;Rückseite der Medaille&#8221; an, denn obgleich im Internet ein großes Potenzial schlummert, gibt es auch dunkle Ecken. Ein Thema, das auf Teachtoday behandelt wird, ist beispielsweise das Cybermobbing. Das ist in seiner Version im echten Leben altbekannt, findet im Internet aber 24 Stunden am Tag statt, läuft anonym ab und kennt keine räumlichen Grenzen. Weitere Themen sind Datenschutz oder auch der sichere Umgang in Chats.<br />
Das Portal ist sicher gerade für Lehrer jüngerer Schüler den ein oder anderen Blick wert &#8211; nicht nur in Deutschland, da es in verschiedenen Sprachen angeboten wird.</p>
<p>Der dritte von mir besichte Vortrag war &#8220;Bring your class online with Live@edu&#8221;. Das Angebot basiert auf Window Live, einer Sammlung von verschiedenen Online-Diensten; dazu zählen derzeit unter anderem Chats (Messenger), Mail, eine virtuelle Festplatte in der &#8220;Cloud&#8221; (Sky Drive), eine Anwendung zum Austauschen von Fotos, &#8230; Live@edu ist ein Programm, in dessen Rahmen Schüler und Studenten kostenlos einige Funktionen zusätzlich erhalten, zum Beispiel die Onlinezusammenarbeit an Dokumenten durch Office Live Workspace. Alle Funktionen hier ausführlich vorzustellen, würde diesen Blog-Beitrag seeehr lang machen. Interessierte sollten <a href="http://www.microsoft.com/liveatedu/free-email-accounts.aspx?locale=de-de&#038;country=DE" target="_blank">einen Blick auf die zugehörige Website werfen</a>.</p>
<p>Insgesamt war das Innovative Education Forum eine klasse Veranstaltung, allerdings war es für mich als Freund von BarCamps ein wenig eintönig. Zwar gab es außerhalb der Vorträge Möglichkeit zum Austausch mit anderen, aber der Rest waren halt genau das: Vorträge. Zumindest mir gefallen offenere, dialogischere Sessions wesentlich besser &#8211; aber vielleicht nimmt Microsoft ja das nächste mal einen Track mit offenen Sessions ins Programm oder feilt ein wenig an der Einbindung der Teilnehmer? Was das Thema &#8220;Marketing&#8221; angeht: Ja, es wurde häufiger mal hervorgehoben, wo Microsoft mitmischt und verständlicherweise standen auch die Produkte der Firma im Mittelpunkt (insbesondere in speziell dafür ausgelegten Sessions). Das ganze war allerdings nicht übertrieben und nach meinem Empfinden auch gerechtfertigt. Unter dem Radar sprach Ollie Bray dafür auch mal vom Nintendo DS und der Nintendo Wii &#8211; und warf zwischendurch einen verstohlenen Blick auf sein iPhone <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2010/03/25/european-innovation-education-forum-tag-2-workshops/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>European Innovative Education Forum Tag 1 &#8211; Lauter Überraschungen</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/03/23/european-innovation-education-forum-tag-1-lauter-uberraschungen/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2010/03/23/european-innovation-education-forum-tag-1-lauter-uberraschungen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 21:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=272</guid>
		<description><![CDATA[Nach der Diskussionsrunde "Zukunft der Schule und das digitale Lernen", der ich kürzlich auf der CeBIT beiwohnen durfte, wurde ich vor knapp zwei Wochen überraschend zum siebten European Innovative Education Forum eingeladen. Die Veranstaltung wird jährlich von Microsoft ausgerichtet - wer mich kennt, der weiß, welche Vorbehalte (oder gar Vorurteile?) ich gegenüber dem Softwarehaus ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Diskussionsrunde &#8220;<a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/Veröffentlichungen_und_Vorträge/Cebit2010" target="_blank">Zukunft der Schule und das digitale Lernen</a>&#8220;, der ich kürzlich auf der CeBIT beiwohnen durfte, wurde ich vor knapp zwei Wochen überraschend zum siebten European Innovative Education Forum eingeladen. Die Veranstaltung wird jährlich von Microsoft ausgerichtet &#8211; wer mich kennt, der weiß, welche Vorbehalte (oder gar Vorurteile?) ich gegenüber dem Softwarehaus hege <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Die habe ich hinunter geschluckt und mich heute früh auf den Weg nach Berlin gemacht, wo ich dem ersten von insgesamt drei Tagen beiwohnte. Auf dem Programm standen neben einleitenden Worten zwei &#8220;Keynotes&#8221; und eine internationale Ausstellung.</p>
<div id="attachment_276" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/03/IEF2010-Salcito.jpg"><img class="size-medium wp-image-276" title="IEF2010-Salcito" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/03/IEF2010-Salcito-300x225.jpg" alt="Innovative Education Forum: Anthony Salcito" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Innovative Education Forum: Anthony Salcito</p></div>
<p>Den Anfang machte <a href="http://blogs.msdn.com/microsoftuseducation/default.aspx" target="_blank">Anthony Salcito</a> (Vice President, Worldwide Education, Microsoft Corporation). In seiner Eingangsrede betonte er, dass die heute geknüpften Kontakte sicher das Wertvollste sein würden, was die Teilnehmer aus dem Forum mitnehmen würden. Er betonte mehrfach, dass viele Lehrer hart Arbeit und Leidenschaft in ihren Beruf einbringen und Unterstützung verdienen. In eine ähnliche Kerbe schlugen danach Cornelia Pieper (Staatsministerin im Auswärtigen Amt) und Claudia Zinke (Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie): Medienkompetenz sei wichtig für das Fortkommen in Europa, Wissen die kritische Ressource, usw. Was Politiker halt zu solchen Anlässen sagen.</p>
<p>Es folgte der Höhepunkt des Tages, zumindest empfand ich es persönlich so: Sugata Mitra (Professor für Technik in der Bildung) präsentierte die Ergebnisse seiner Forschung, des &#8220;Lochs in der Wand&#8221; (&#8220;Hole in the Wall&#8221;). Diesem Teil werde ich noch einen eigenen, umfassenden Blog-Eintrag widmen, weil es so interessant war.</p>
<p>Im Anschluss, die nächste Überraschung, durfte ich mit Anthony Salcito (siehe oben) und James Bernard (Worldwide Director, Partners in Learning) ein kurzes Gespräch führen &#8211; offenbar nimmt Microsoft Blogger auch als Presse wahr. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich dem gefallenen Begriff &#8220;influential blogger&#8221; gerecht werde, aber ich fühlte mich geehrt. Also erst einmal &#8220;holterdipolter&#8221; in die Pressekonferenz: Ich hatte das falsch verstanden und dachte, die sei nicht nur für mich. Statt mich gleich vorzustellen, hatte ich mich erst einmal hingesetzt und abgewartet &#8211; hoffe, das nahm mir niemand übel. Die nächste brachiale Aktion habe ich dann wenigstens angekündigt: Deutsche gelten ja als sehr direkt, und ich fragte gleich, warum Microsoft sich im Bereich Bildung engagiere. Was hätte ein Unternehmen davon? Herr Salcito antwortete, gute Bildung sei ein Grundrecht und Technik könne ein wertvolles Werkzeug dafür sein, setze aber auch Lehrer voraus, die es einzusetzen wissen &#8211; die Technik müsse einfach zu bedienen sein. Er sagte aber auch ganz offen, dass Microsoft gerade als Softwarehaus natürlich auf gut ausgebildete, kreative Leute angewiesen sei und daher ein Interesse daran habe, auf sich aufmerksam zu machen. Beide meine Interviewpartner sehen es als notwendig an, sowohl bottom-up durch engagierte und motivierte Lehrer das digitale Lernen voran zu bringen und zu verbreiten, als auch top-down durch die oberen Führungsebenen zu ermöglichen und zu unterstützen.</p>
<p>Jeremy Gittens (Senior Director Startup Business Group), selbst ehemaliger Lehrer, zeigte mir dann kurz den MultiPoint Server. Die Software ermöglicht es, an einen (etwas schnelleren aber handelsüblichen) Rechner mehrere Monitore und Eingabegeräte anzuschließen, die alle eine eigene Arbeitsumgebung darstellen &#8211; quasi eine Thin-Client-Architektur ohne eigentliche Clients. Für die gängigen Büroanwendungen wie Textverarbeitung oder ähnliche Programme kann man so kostengünstig viele Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Microsoft möchte hier eine einfach zu bedienende Infrastruktur bereitstellen, auf die andere Anbieter eigene Lernmanagementlösungen aufsetzen können. Eine feine Sache eigentlich.</p>
<div id="attachment_277" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/03/IEF2010-Staende.jpg"><img class="size-medium wp-image-277" title="IEF2010-Staende" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/03/IEF2010-Staende-300x225.jpg" alt="Innovative Education Forum: Stände" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Innovative Education Forum: Stände</p></div>
<p>Nun gab es zahlreiche Stände zu besuchen, an denen Schulen aus ganz Europa vorführten, wie sie IT in der Lehre einsetzen. Leider war gar nicht genug Zeit, um sich alles anzusehen, daher hier nur kurze Beispiele: Eine Schule aus der Slowakei zeigte mit &#8220;People who I like&#8221;, wie man Computer auf sehr unterschiedliche Weise einsetzen kann, um Schülern soziales Verhalten näher zu bringen; in der Schweiz lässt man Foto-Geschichten entwerfen, in denen Computer- und Internetsicherheit thematisiert wird, &#8230; Die Vielfältigkeit hat mich überrascht; ich bin gespannt, welche Aktion von der Jury zur besten gekürt wird.</p>
<p>Den Abschluss des Tages bildete dann der Vortrag &#8220;Learning from the Students &#8211; The Social Web in an Educational Perspective&#8221; von Leonie <a href="http://twitter.com/bildungsluecke" target="_blank">@bildungsluecke</a> Schlick und Florian <a href="http://twitter.com/floriansemle" target="_blank">@floriansemle</a> Semle. Grundtenor war, dass möglicherweise die Art zu unterrichten überholt sei, dass man von einer Lehrerzentrierung hin zu einer Schülerzentrierung kommen müsse und &#8220;Web 2.0 is an interactive way to share and to obtain information when it is currently needed.&#8221; Die zweite Hälfte befasste sich mit einer Studie, welche Art der Hilfestellung Lehrer im Netz häufig suchen und in welchen Web-2.0-Plattformen sie möglicherweise fündig werden. Für EduCamp-gestählte sicher wenig Neues, aber dennoch interessant.</p>
<p>Insgesamt ein hervorragend organisiertes Ereignis, vielen Dank schon einmal an Microsoft! Dass ich das mal sagen würde&#8230; <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Bin gespannt, wie fokussiert auf Microsoft-Produkte die morgigen Workshops werden. Das könnte man einem wirtschaftenden Unternehmen natürlich nicht übel nehmen, trübte aber doch das Gesamtbild ein wenig.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2010/03/23/european-innovation-education-forum-tag-1-lauter-uberraschungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zukunft der Schule und das digitale Lernen</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/03/05/zukunft-der-schule-und-das-digitale-lernen/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2010/03/05/zukunft-der-schule-und-das-digitale-lernen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 19:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.olivertacke.de/?p=231</guid>
		<description><![CDATA[Für Samstag wurde neben Maria Brosch von Schulen ans Netz, Norbert Hähnel von Microsoft und Jean-Pol Martin auch ich als Gesprächsteilnehmer einer Podiumsdiskussion zur CeBit eingeladen; das Thema lautet: "Zukunft der Schule und das digitale Lernen". Vorab sendete uns der Moderator einige Leitfragen, zu denen ich hier (relativ) kurz und keinesfalls umfassend meine Gedanken ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Samstag wurde neben Maria Brosch von Schulen ans Netz, Norbert Hähnel von Microsoft und <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2010/03/05/die-umsetzung-des-bottom-up-prinzips-dank-web2-0-cebit10/">Jean-Pol Martin</a> auch ich als Gesprächsteilnehmer einer Podiumsdiskussion zur CeBit eingeladen; das Thema lautet: &#8220;<a href="http://www.cebit.de/suche?srchopts=ZmR1ZmR1AmtjBzIlqzqlMG0kWaMkCIAPEGbmAwpkBQbkZwL3ZmL1BGZ0" target="_blank">Zukunft der Schule und das digitale Lernen</a>&#8220;. Vorab sendete uns der Moderator einige Leitfragen, zu denen ich hier (relativ) kurz und keinesfalls umfassend meine Gedanken festhalte.</p>
<p>Zuvor aber muss ich natürlich anmerken, dass ich mich bei einer Diskussion zum Thema Schule sehr weit aus dem Fenster  lehnen müsste. Zwar habe ich vor einem knappen halben Jahr <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/Projekttage_Mathematische_Modellierung" target="_self">ein Schulprojekt mitbetreut</a> und auch Kontakt zu einigen Lehrern, aber einen tieferen Einblick habe ich nur in die Uni &#8211; daher werde ich meine Aussagen weitgehend darauf beschränken. Zum Thema &#8220;Lernen&#8221; bin ich ebenso kein Experte, aber ich sammele sowohl als Lehrender (<a href="http://www.olivertacke.de/tag/ldl/">LdL</a>, <a href="http://www.olivertacke.de/2009/12/03/brauchen-wir-eine-manuel-andrack-didaktik/">Twitter in Vorlesungen</a> am <a href="http://www.tu-braunschweig.de/wi2/" target="_blank">Lehrstuhl</a> von <a href="http://www.tu-braunschweig.de/wi2/team/robrabissantz" target="_blank">Susanne Robra-Bissantz</a>, <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke">offenes Wiki</a>, &#8230;) als auch als Lernender (Fernstudium, informeller Bildungsraum Internet) zahlreiche Erfahrungen damit und mache mir meine Gedanken dazu.</p>
<p>Als kurzes Eingangsstatement würde ich wählen: Die Unis sind momentan vielfach wie von allem abgeschottete Legebatterien, in der ein Haufen intelligenter Leute stumpfsinnig eingepfercht und ihnen kein Freiraum zur Entfaltung gegeben wird. Und um <a href="http://www.dekomplex.de" target="_blank">Alexander Perl</a> zu zitieren: &#8220;Es geht auch anders!&#8221;</p>
<ul>
<li><em>Welches sind die bestehenden Paradigmen unter dem Eindruck der immer mehr aufweichenden Schulszenarien?</em><br />
Im derzeitigen Hochschulsystem wird den Studenten viel zu wenig zugetraut. Viele Lehrende (Sicher nicht alle! Aber man macht so seine Beobachtungen) sehen sie offenbar als defizitäre Objekte und nur als Empfänger der Weisheit, also etwas Fehlerhaftes, das es auszubessern gilt. Dieses Bild von Studenten im Hinterkopf, wird am längst <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/Gedanken_zur_Lehre#Vorlesungen" target="_blank">überholten Vorlesungsmodell</a> festgehalten, in dem vorgefertigtes Wissen monologartig eingetrichtert wird. Zum selbstbestimmten Forschen, und dafür ist die Uni auch für die Studenten da (!), gibt es kaum Platz. Statt sie mit Sachwissen vollzustopfen und dieses auswendiglernen zu lassen, sollte man sie dazu inspirieren, selbst Entdeckungen machen zu wollen. Das muss nicht im Netz passieren, aber warum sollte man sich von den zahlreichen Möglichkeiten abschotten, die es zu bieten hat? Fragen wir doch vielleicht anwesende Schüler oder Studenten, die erleben die Probleme am eigenen Leib!</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Es gibt immer mehr Modellversuche und Privatschulen. Halten auch die neuen Schulexperimente und Schultypen an den bestehenden Paradigmen fest, oder findet ein „schleichender“ Abschied vom alten Schulsystem statt?</em><br />
Es gibt einige andersartige Konzepte, beispielsweise die Freie Schule in Leipzig. Kinder können dort selbstbestimmt lernen, sich ihren Lehrplan selbst einteilen und gemeinsam mit anderen etwas entdecken. Das ist schon etwas deutlich anderes als derselbe Unterricht, bei dem in feste Klassen(stufen) eingeteilt wird und jeder dasselbe vorherbestimmte Pensum in derselben Zeit zu absolvieren hat. Bei den Eltern finden diese reformpädagogischen Schulen viel Anklang. Einen Vergleich zu normalen Schulen, <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,666948,00.html" target="_blank">kann man wohl ab dem nächsten Jahr durchführen </a>- dann legen die ersten Schüler ihre Realabschlussprüfung ab &#8211; an einer &#8220;regulären Schule&#8221;, allerdings auch nach den &#8220;regulären Maßstäben&#8221;.<br />
Bisher haben wir also verschiedene Systeme, die sich nebeneinander entwickeln. Damit ein tatsächlicher Abschied vom alten System einsetzt, müsste zunächst ein Wandel in der Politik vorausgehen. Man hält aber so gern am bestehenden fest, denn das ist einfach und erfordert am wenigsten Kraft. Ein erster <a href="http://www.relearn.de/?p=473" target="_blank">frischer Wind ist dennoch gerade in Brandenburg aufgekommen</a>, wo nicht mehr zu stopfende &#8220;Versorgungslücken&#8221; ausgemacht wurden; Schulen sollen dort nun mehr Freiheit erhalten, könnten dann neue Konzepte erproben und durchaus auch das Internet als zusätzlichen Bildungsraum für sich entdecken.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Wie sieht das Informations- und Lernverhalten der „Generation Internet“ aus?</em><br />
Lernen im Internet ist individueller, findet spontaner statt, baut auf informellen, aber durchaus sehr persönlichen Beziehungen auf und bietet viele Freiräume und Möglichkeiten. Ob die &#8220;Generation Internet&#8221; diese auch automatisch zu schätzen weiß, kann ich nicht sagen. Ja, sie benutzt das Internet ganz selbstverständlich. Das Netz ist ein zentraler Bestandteil im Leben vieler Menschen geworden. Aber ebenso, wie man den Wert von Büchern zum Lernen nicht von ganz allein erfasst, muss man dies auch beim Internet erst entdecken und vor allem selbst erfahren. Wenn Ihnen niemand diese Möglichkeiten zeigt, wird es schwieriger, sie zu entdecken. Aber wenn man sie erst einmal zu schätzen gelernt hat, möchte man sie nicht mehr missen. Dann macht es aber keinen großen Unterschied, aus welcher &#8220;Generation&#8221; man stammt.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Auf welches Verhalten bauen Sie bei ihren Praxis-Vorschlägen für die Zukunft der Schule?</em><br />
Offenes Verhalten, gegenseitige Wertschätzung, den Schülern und Studenten das noch nicht Gekonnte zutrauen und sie ermutigen, statt sie zu belehren. Als sehr hilfreich erweist sich das Verhalten nach der <a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php?title=Benutzer:Jeanpol/Folie_3#Wie_verhalten_sich_Neuronen.3F">Neuronenmetapher</a>.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Was sind die Verhaltensmuster und Ansprüche der Wissensgesellschaft?</em><br />
Was ist denn überhaupt eine Wissensgesellschaft? Das Fass möchte ich nicht aufmachen. Normalerweise sorgt die Evolution von ganz allein dafür, dass sich erfolgreiche Verhaltensmuster durchsetzen. Wenn ich aber &#8220;raten&#8221; sollte, welche das sind, würde ich auch hier sagen: mit anderen vernetzen, Wissen teilen statt es geheim zu halten, stets offen sein für Neues, keine Angst vor Fehlern haben, diese selbst eingestehen und anderen zugestehen, anderen auf Augenhöhe begegnen. Man wird sein Wissen ständig aktualisieren müssen, und dafür steckt sehr viel Potenzial im Web 2.0.</li>
</ul>
<ul>
<li><em>Was müsste sich methodisch, didaktisch und organisatorisch in der Schule ändern, um den Ansprüchen der Wissensgesellschaft gerecht zu werden?</em><br />
Organisatorisch lässt sich vermutlich nur etwas von innen heraus verändern, vom Kleinen zum Großen. Es wäre schön, wenn die Politik wenigstens entsprechende Rahmenbedingen schaffen würde. Das muss gar nicht mehr Geld sein, gebt den Schulen mehr Autonomie! Sie<a href="http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2164/artid/11866626" target="_blank"> ersticken in Bürokratie</a> und können sich so weniger um ihre eigentliche Aufgabe kümmern. Ein Pauschalrezept gibt es aber sicher nicht, schon gar kein ewig überdauerndes.<br />
Didaktisch, bitte bitte wegkommen vom reinen Frontalunterricht! Es gibt bereits so viele Möglichkeiten und Methoden die man einsetzen kann, wenn man nur will. Leider müssen sich Hochschullehrer (!) damit überhaupt nicht auseinandersetzen, wenn sie nicht wollen.</li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.olivertacke.de/2010/03/05/zukunft-der-schule-und-das-digitale-lernen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

