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mooin war auf der MetaNook in Lübeck

Am 10. November waren @anjalorenz und ich auf der MetaNook in Lübeck unterwegs. Die MetaNook ist bereits seit 2011 eine — ich würde sagen — Abendveranstaltung für Technik- und Bastelbegeisterte. Ihr findet dort Vorträge zu entsprechenden Themen, diverse Stände mit Nerdkrams und Mate-Ausschank. Ausgerichtet wird die MetaNook von der MetaMeute und dem Chaotikum.

Der Herr am Empfangstresen verstand zwar nicht so viel Spaß und konnte mit unserem freundlichen „Hallo, wir sind Anja und Olli, und wir wollen mit euch über Bildung sprechen!“ nicht so viel anfangen, aber unseren Vortragsraum haben wir dann doch gefunden. Da haben wir dann vor einem Massenpublikum von fünf Zuschauern (tatsächlich nur Männer) mooin vorgestellt. Schaubilder und Aufzeichnung findet ihr hier.

Die Schaubilder

Die Schaubilder hatten wir thematisch in vier Blöcke gruppiert, die sich die Anwesenden gezielt hätten auswählen können: Über Schaubild 4 können die Unterthemen gezielt angesprungen werden, und per Klick in die linke obere Ecke auf den anderen Schaubildern gelangt man wieder zurück. So viel Freiheit schien aber ungewohnt zu sein 😉 Dank der betitelbaren Schaubildleiste von H5P konnten wir aber auch so zügig zu einzelnen Schaubildern springen.

Die Aufzeichnung

Die Aufzeichnung des Vortrags lief ganz simpel mit Camcorder und zwei an Smartphones geklemmte Lavaliermikros. Die Kamera stand leider in weiter Ferne und die Beleuchtung war mau, aber dafür finde ich den Ton wirklich gut.

MOOCs oder Murks

Wenn dieser Blogbeitrag online geht, bin ich gerade in Düsseldorf und halte einen Vortrag. Zu einem solchen mit dem Titel „MOOCs oder Murks“ habe ich mich hinreißen lassen. Hinreißen deshalb, weil ich eigentlich nur sehr ungern Vorträge halte — aber man ja auch mal raus aus seiner Komfortzone soll. Hinreißen auch deshalb, weil ich selbst vermutlich einen anderen Titel gewählt hätte. Aber was macht man nicht alles, wenn man von Freunden empfohlen wird 🙂

So oder so, ich benutze bei diesem Vortrag Schaubilder, die mich zwischenzeitlich ins Web führen. Die dürft ihr natürlich gerne haben und anderweitig nutzen, wenn ihr möchtet.

Android Basics: abgehakt. Ein Kurs geht immer noch …

Ich habe mich mal wieder etwas weitergebildet, diesmal über ein Stipendium von Udacity für das Nanodegree-Programm „Android Basics“. Dafür musste ich zwar alles binnen drei Monaten absolvieren, aber das habe ich gerade vollbracht.

Das Angebot hält, was es verspricht. Man bekommt IMHO tatsächlich einen guten Überblick über die Grundlagen der Programmierung auf Android: GUI-Layouts, Nutzereingaben, Intents, diverse Adapterklassen, Netzanbindung und Datenverwaltung mit SQLite. Der Kurs ist stellenweise recht kleinschrittig und geht auch auf allgemeine Konzepte ein, so dass auch Personen mit weniger Programmiererfahrung gut damit zurechtkommen dürften. Unterhaltsam fand ich ihn auch. Ich habe dort das beste Abschlussvideo für eine Kurseinheit überhaupt entdeckt 🙂

Wie schon im letzten Nanodegree-Programm, das ich absolviert habe, fand ich speziell die Rückmeldungen zu den praktischen Aufgaben überaus wertvoll. Eine neue Kleinigkeit hat mich allerdings gestört: das aufdringliche Mentoring. Es ist ja gut gemeint, dass man regelmäßig gebeten wird, seine Ziele für die nächste Woche festzuhalten. Es ist auch nett, dass man jederzeit eine (vermeintlich?) feste Ansprechperson hat. Aber muss das  Fenster wirklich nach jedem Öffnen des Kurses aufpoppen?

Android Basics — und wie geht es weiter?

Jetzt brauche ich erst einmal eine Pause. Das war neben meinem Job, diversen nur halben Wochenenden wegen Samstagstagungen und meinem Umzug doch recht anstrengend, und zum Programmieren an H5P und anderen Sachen bin ich kaum gekommen. Genau dafür kann ich womöglich die Android Basics noch einmal gebrauchen. Eine passende App, um auch offline auf H5P-Inhalte zugreifen zu können, steht schließlich auf der Roadmap. Mal schauen. Die nächste Weiterbildung kommt auch sicher in der einen oder anderen Form — vielleicht etwas in Richtung Philosophie?! Ein Kurs geht immer noch …

„Stell Dir vor es ist Montag und Du freust Dich auf die Arbeit!“ #FlowMOOC17

Die Welt der offenen Online-Kurse ist herrlich bunt, und für die nächste Zeit stehen schon wieder drei auf meiner Liste, an denen ich teilnehme. Einer davon ist der #FlowMOOC17, den ich unter den Buzzwords New Work oder Arbeit 4.0 verbuche. Er wird von der Interaktion der TeilnehmerInnen leben, und schon vor dem Kursstart am 5. März gibt es zwei Fragen, die man für sich und andere beantworten könnte …

„Was hat Sie bewogen, beim FlowMOOC mitzumachen?“

Gesiezt? Na gut 🙂 Man verbringt einen großen Teil seines Lebens mit dem Arbeiten, und ich will den nicht bloß als trauriges Mittel zum Broterwerb abhaken. Den Begriff Work-Life-Balance finde ich daher schon mehr als seltsam. Ich möchte gerne zur Arbeit gehen, genau wie es im Trailer rüberkommt. Interessant ist dabei für mich selbst, dass ich definitiv weiß, was ich nicht will. Nicht ohne Grund habe ich bei meinem vorherigen Arbeitgeber gekündigt, auch ohne eine berufliche Alternative zu haben. Wenn ich ehrlich bin, könnte ich allerdings auch nicht glasklar sagen, was ich will. Ich erhoffe mir aus dem #FlowMOOC17 ein paar neue Teile für mein Puzzle.

„Wenn Sie das Gehalt, das Sie derzeit verdienen, urplötzlich „einfach so“ bekämen (ohne zu arbeiten), welcher Beschäftigung/Tätigkeit/Arbeit würden Sie dann nachgehen und warum?“

Die Antwort ist vorläufig, einfach weil ich mich für zu viele Dinge interessiere. Alle paar Jahre erscheinen mit Dinge, die ich bis dahin gemacht habe, wieder langweilig. Momentan würde ich mich beispielsweise gerne viel mehr mit dem Thema Data Science/Maschinenlernen auseinandersetzen und Daten ausquetschen. Dafür hätte ich noch viel zu lernen, aber da käme etwas bei raus. Ich würde viel mehr Programmieren, insbesondere für H5P. Auch da entsteht etwas für mich „Greifbares“ — und andere können das sogar gebrauchen. Und ich verbessere die Welt! 😀 Ich kann mir aber auch noch andere Sachen vorstellen: Sinnvolle Videos oder weniger sinnvolle Videos für YouTube produzieren, mit meinen Nichten spielen, mehr mit FreundInnen treffen …

Und ihr so?

Sehen wir und beim #FlowMOOC17?

Wann startet sie durch, die offene Bildung im Netz?

Schon beinahe 10 Jahre existiert das Phänomen der MOOCs, die zur Revolution der gesamten Bildungswelt stilisiert wurden. Die hohen Erwartungen wurden bisher eher nicht erfüllt, und einige Kritiker haben die offenen Kurse im Netz bereits für tot erklärt. Ich durfte am Montag in Berlin auf dem Fachforum DistancE-Learning (sic) einen 2,5-stündigen Workshop leiten. Meine Planungsnotizen habe ich wie so oft in der Wikiversity erstellt.

Ausgehend von einer kurzen Begriffsbestimmung wurden zunächst Probleme gesammelt, die sich aus Massive, Open, Online und Course ergeben. Anschließend sollten Ideen gesammelt und diskutiert werden, wie man diese Probleme angehen könnte. Letztlich sollten die Ergebnisse ein Indikator sein, wann die offene Bildung im Netz denn durchstarten könnte – oder ob da wirklich nichts mehr zu holen sei.

Wie lief es?

Das Ganze erwies sich als schwieriger, als ich vermutet hatte. Mein Programm war bereits sportlich, das war mir im Vorfeld klar. Nicht damit gerechnet hatte ich allerdings, dass die Mehrzahl der WorkshopteilnehmerInnen noch nie einen MOOC absolviert hatten. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber das bekam ich zu Beginn durch eine Aufstellung im Raum heraus. Die Erläuterungen zum Begriff fielen daraufhin halt etwas umfänglicher aus, und ich habe auch Punkte ergänzt, die den TeilnehmerInnen wichtig waren (z. B. Zertifizierung). Irritiert bin ich trotzdem.

Der Rest lief dann solala. Zu Beginn sagte ich zwar, dass ich nicht alle Antworten hätte, aber dennoch hatte ich das Gefühl, die wurden von mir erwartet: Vorne steht jemand und sagt, was Sache ist. Notiz am Rande: BarCamps waren mindestens zweien der Leute jedenfalls kein Begriff. Leider habe ich in der Situation auch nicht sonderlich gut gesteuert. Ich bin wohl aus der Übung.

Die größten Probleme sahen die TeilnehmerInnen übrigens beim „Open“. Schon zu Anfang kam ein Einwurf, bei Verwendung freier Lizenzen hätten MOOCs keine Zukunft. Später war dann die Frage nach einem „Geschäftsmodell“ am drängendsten. Auf Rang 2 landete die „Qualitätssicherung“ bei Inhalten, die man nicht selbst erstellt habe.

Mein Fazit

Wahrscheinlich wurden beide Seiten auf dem falschen Fuß erwischt. Den TeilnehmerInnen fehlte aus meiner Sicht die Erfahrung im Umgang mit MOOCs, um überhaupt sinnvoll zu der Frage diskutieren zu können. Was wäre passiert, wenn ich das zur Bedingung für eine Teilnahme gemacht hätte? Ein leerer Workshop? Auf der anderen Seite konnte ich mich nicht auf die TeilnehmerInnen einstellen, die wohl etwas anderes erwartet hatten. Eine Vortrag-Frage-Antwort-Session ist aber schlicht nicht mein Ding und auch nicht mein Verständnis eines Workshops.

Ergebnis-Galerie