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	<title>olivertacke.de &#187; BWL</title>
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	<description>nur noch ein Blog</description>
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		<title>Den Begriff &#8220;Work-Life-Balance&#8221; finde ich ekelhaft &#8211; oder warum ich Stunden-Zählen für blöd halte</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 23:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BWL]]></category>

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		<description><![CDATA[Ruhig Blut! Lest die Überschrift bitte genau. Ich sage nicht, dass Arbeitnehmer zu faul wären. Ich sage nicht, dass sich Selbständige totarbeiten sollten. Ich sage bloß, dass ich den Begriff Work-Life-Balance nicht mag. Ekelhaft klingt ein wenig heftig, aber die Worte habe ich nicht ganz zufällig so gewählt. Warum ich den Begriff nicht mag? Ich lege [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ruhig Blut! Lest die Überschrift bitte genau. Ich sage nicht, dass Arbeitnehmer zu faul wären. Ich sage nicht, dass sich Selbständige totarbeiten sollten. Ich sage bloß, dass ich den <strong>Begriff</strong> <em>Work-Life-Balance</em> nicht mag. Ekelhaft klingt ein wenig heftig, aber die Worte habe ich <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ekelhaft/">nicht ganz zufällig so gewählt</a>.</p>
<p>Warum ich den Begriff nicht mag? Ich lege etwas in Waagschalen und versuche, ein Gleichgewicht herzustellen. Dann habe ich voneinander trennbare Dinge vor mir &#8211; vielleicht drei rote Äpfel und eine Tüte voll Snickers. Der Begriff <em>Work-Life-Balance</em> unterstellt daher, Leben und Arbeit ließen sich voneinander abkoppeln. Arbeit ist aber ein Bestandteil des Lebens. Es käme auch niemand auf die Idee, eine <em>Gehirn-Mensch-Balance</em> aufzustellen oder eine <em>Reifen-Auto-Balance</em>. Oh je, das klingt jetzt wohl eher wie eine bloße formale Spitzfindigkeit. Ich versuche es anders.</p>
<p><strong>Was ist das Gegenstück von Arbeit?</strong></p>
<p>Wir könnten auf die Idee kommen, das Gegenteil von Arbeit zu suchen. Wir könnten Arbeit von Nicht-Arbeit unterscheiden, dann landen wir gedanklich schnell beim Begriff der <em>Freizeit</em>. Der suggeriert im Gegenzug aber für die Arbeit, sie sei unfreie Zeit; Zeit, in der wir Sklaven von anderen wären. Ich finde diese Interpretation deshalb kritisch, weil sie Arbeit in eine negative Ecke rückt und letztlich ein ausschließlich negatives Menschenbild zementiert:</p>
<blockquote><p>Without [...] active intervention by management, people would be passive &#8211; even resistant &#8211; to organizational needs. They must therefore be persuaded, rewarded, punished, controlled &#8211; their activities must be directed. [...] The average man is by nature indolent &#8211; he works as little as possible. [...] He lacks ambition, dislikes responsibility, prefers to be led. [...] He is gullible, not very bright, the ready dupe of the charlatan and the demagogue.</p>
<p><em>(bekannt als Theorie X aus Douglas McGregor (1960): The human side of Enterprise, New York)</em></p></blockquote>
<p>Schon mal daran gedacht, dass manche Leute in ihrer Arbeit aufgehen, weil sie ihnen wirklich Spaß macht? Also wirklich wahrhaftig! Dass sie deshalb gar nicht klar zwischen so etwas wie Arbeitszeit und Nicht-Arbeitszeit unterscheiden, weil sich das für sie nicht voneinander trennen lässt? Sie haben wohl so etwas wie ihr Element gefunden, <a href="http://sirkenrobinson.com/skr/the-element">wie es Ken Robinson in einem seiner Bücher beschreibt</a>. Ist es nicht eigentlich traurig, wenn jemand sein Leben lang freiwillig einer Tätigkeit nachgeht, aber dann die Stunden zählt, bis er sich davon befreien kann?</p>
<p><strong>Stunden zählen ist blöd</strong></p>
<p>Um es klarzustellen: Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn jemand seine Arbeitsstunden erfasst, um sich als Angestellter vor Ausbeutung zu schützen. Ich wundere mich aber, ob der- oder diejenige für sich den richtigen Job gefunden hat. Wenn der Spaß macht, kommt es dann auf zwei Stunden mehr die Woche an? Extrem schräg finde ich es andersherum, wenn jemand mit Freude an seiner Arbeit gezwungen wird, seine Zeit zu erfassen; womöglich noch per Stempeluhr. Das drückt nicht nur Misstrauen aus &#8211; &#8220;Ohne Kontrolle kommst du doch nicht arbeiten!&#8221; &#8211; das ist vor allem bei Wissensarbeit komplett unsinnig. Das ist Arbeit, deren Hauptbestandteil das Nachdenken und Lösen von Problemen umfasst, die nicht zur Routine gehören und dadurch ganz neue Wege erfordern können: Wissenschaftler, Architekten, Ingenieure, Software-Entwickler, &#8230;</p>
<p>Es kommt aber wohl gar nicht so selten zu Szenen wie dieser: Der Chef ruft zu einer Besprechung und schildert ein Problem: &#8220;Wir haben eine Stunde, dann muss ich zu meinem nächsten Termin. Bis dahin brauchen wir eine gute Lösung!&#8221; Wer kann denn auf Kommando kreativ sein? Und was passiert, wenn ich das auf Knopfdruck nicht bin, mir nichts einfällt, der Tag unproduktiv verläuft? Werde ich dann am Wochenende zum Nachsitzen einbestellt? Nein, das ist wohl nicht so schlimm, solange ich ordentlich acht Stunden täglich am Schreibtisch sitze. Bezahlt wird meine Anwesenheit. Hauptsache, in irgendeiner Statistik wird irgendetwas ausgewiesen.</p>
<p>Blicken wir aus der anderen Richtung auf die Sache: Was passiert, wenn ich zu Hause eine Idee habe &#8211; außerhalb der gesetzlich festgelegten Arbeitszeit? Muss ich mir drei Minuten Arbeitszeit aufschreiben, wenn ich unter der Dusche einen guten Einfall für mein Projekt hatte? Zehn Minuten für eine fachliche Kurzdiskussion auf Twitter auf dem Heimweg? Für solche Fälle erfinden Controller bestimmt bald Anrechnungstabellen. Und was ist, wenn ich unterwegs arbeite? Bekomme ich dann eine mobile Stempeluhr als App? Diese Fragen könnte ich mal an unsere Projekt-KontrolleurInnen in den oberen Etagen der Republik richten, denn uns droht demnächst eine Arbeitserfassung &#8211; im schlimmsten Fall gar mit Zwang zum Stempeln.</p>
<p>Ach, ihr richtigen Menschen, lasst mich doch einfach arbeiten, sonst gerät nämlich meine Balance aus dem Tritt.</p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1787&amp;md5=68403e4e7bb32997786073dd261a683b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zu irgendwas muss BWL doch gut sein</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2012/08/17/zu-irgendwas-muss-bwl-doch-gut-sein/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Aug 2012 13:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BWL]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute muss ich einfach mal einen Gedankengang ausbreiten, der mir durch den Kopf ging. In der Hochschulwelt ist ja einiges in Bewegung. In den Medien hören wir mal etwas von den Problemen, die durch die Umstellung von Diplomstudiengängen auf das Bachelor/Master-System entstanden sind, von Studienanfängern mit massiven Rechtschreibschwächen, von Plagiaten in Hausarbeiten, von&#8230; Manche Dinge [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute muss ich einfach mal einen Gedankengang ausbreiten, der mir durch den Kopf ging. In der Hochschulwelt ist ja einiges in Bewegung. In den Medien hören wir mal etwas von den Problemen, die durch die Umstellung von Diplomstudiengängen auf das Bachelor/Master-System entstanden sind, von Studienanfängern mit massiven Rechtschreibschwächen, von Plagiaten in Hausarbeiten, von&#8230; Manche Dinge passieren aus heiterem Himmel, manche könnte man schon gedanklich vorwegnehmen und sich darauf einstellen. Bei den besonders wichtigen Sachen, bei strategischen Fragen, sollte man das sogar. Dafür kann es notwendig sein, dass man seine eigene Situation analysiert und nach Maßnahmen sucht, um sich den äußeren Gegebenheiten anzupassen. Was könnte eine Hochschule da tun?</p>
<div id="attachment_1728" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/08/Hochschule1.png"><img class="size-medium wp-image-1728" title="Hochschule" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/08/Hochschule1-300x131.png" alt="Zeichnung einer traditionellen Hochschule" width="300" height="131" /></a><p class="wp-caption-text">eine Hochschule</p></div>
<p>Ein Standardmodell, das in der BWL zur Analyse der näheren Umwelt von Unternehmen verwendet wird, stammt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Porter">Michael Porter</a> <a href="#1">[1]</a>. Er definiert darin <em>fünf Kräfte</em>, die unterschiedlich stark sein können und die Geschicke in einer Branche beeinflussen &#8211; davon leitet sich der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Branchenstrukturanalyse">Branchenstrukturanalyse</a> ab.</p>
<ol>
<li><strong>Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern:</strong> Wie viele Konkurrenten gibt es? Haben die etwas im Angebot, was das eigene Unternehmen nicht hat? Gibt es besondere strategische Risiken in der Branche? &#8230;</li>
<li><strong>Bedrohung durch neue Anbieter:</strong> Ist es für andere einfach, in den Markt einzusteigen? Oder wäre das mit hohen Kosten und Risiken verbunden? Wäre es für Kunden einfach, den Anbieter zu wechseln?  &#8230;</li>
<li><strong>Verhandlungsstärke der Lieferanten:</strong> Wie abhängig ist ein Unternehmen von einem oder wenigen Lieferanten? Kann es diese leicht wechseln? Haben die Zulieferer noch andere Abnehmer? &#8230;</li>
<li><strong>Verhandlungsstärke der Kunden:</strong> Sind die Kunden auf die Produkte angewiesen? Können sich Kunden zusammentun und so ihre Interessen besser durchsetzen? Wie viele Informationen haben die Kunden über das Unternehmen und seine Situation? &#8230;</li>
<li><strong>Bedrohung durch Ersatzprodukte:</strong> Gibt es Produkte, mit denen die des eigenen Unternehmens direkt ersetzt werden können (etwa eine andere Automarke)? Gibt es Produkte in anderen Branchen, mit denen die eigenen mittelbar ersetzt werden könnten (etwa die Bahn statt Autos benutzen &#8211; oder gar alternativ Videokonferenzen verwenden)? Laufen Schutzrechte aus, die Ersatzprodukte möglich machen? &#8230;</li>
</ol>
<p>Durch regelmäßiges Untersuchen dieser Fragen sollen Unternehmen eine Übersicht über ihre Branche erhalten und wichtige Größen identifizieren, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Das Modell bietet allerdings nur einen Rahmen, den jedes Unternehmen selbst ausfüllen und gegebenenfalls auch anpassen muss.</p>
<p>Wenn wir nun Unternehmen durch Hochschulen ersetzen und Studierende als Ware interpretieren, die angeliefert und bearbeitet wird&#8230; Ach, ich höre schon die Schreie: &#8220;Studenten sind doch keine Ware! Das sind Menschen!&#8221; Völlig richtig, bloß spielt das für unsere Überlegung keine Rolle. Wir brauchen nicht annehmen, dass Studierende wie Stückgut behandelt werden &#8211; auch wenn sich manch einer sicher mal wie ein Karton vorkommt, der achtlos irgendwo stehen gelassen wurde. Was<em> in</em> den Hochschulen passiert, soll uns an dieser Stelle nicht interessieren. Wie sähen die fünf Kräfte für eine Hochschule wohl aus? Für <em>eine</em> Hochschule deshalb, weil das direkte Umfeld für jede mindestens ein bisschen anders ist. Das wird gleich deutlicher.</p>
<p>Wer die Konkurrenz ist, ist klar: andere Hochschulen. Alle haben Schulen als Lieferanten, und alle machen im Prinzip dasselbe: Schüler rein, irgendein Bearbeitungsprozess, Akademiker raus. Die sollten möglichst hochwertig sein, denn je besser die Ware, desto eher findet sich ein Abnehmer dafür. Die Kunden können Arbeitgeber wie Unternehmen sein, aber weiter gefasst auch die ganze Gesellschaft. Die braucht auch schlaue Köpfe. Potentielle Konkurrenz könnten neu entstehende Hochschulen sein, aber ebenfalls Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in Akademien gleich komplett selbst ausbilden. Denkbar wären zudem Stellen, welche irgendwo erworbene Bildung bloß zertifizieren und Hochschulen in der bestehenden Form überflüssig werden lassen. Bleiben Substitute. Nicht ganz so einfach, werden Akademiker denn nicht immer gebraucht? Zumindest bei einigen Fachrichtungen gibt es auf jeden Fall Absatzschwierigkeiten. Aber da mehr und mehr Aufgaben von Computern und dem Internet übernommen werden können, wird die Luft für die Ware der Hochschulen dünner. Das geht nicht überall, aber die Anforderungen verändern sich. Lernvideos könnten die Aufgaben von Professoren (mit Unis als Arbeitgeber) ja auch durcheinanderwirbeln und zumindest solche ersetzen, die wirklich nur Monologe halten können &#8211; mehr dazu bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Dueck">Gunter Dueck</a>. <a href="#2">[2]</a></p>
<div id="attachment_1732" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/08/Mikroumwelt.png" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-1732 " title="Mikroumwelt" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/08/Mikroumwelt-300x267.png" alt="Mikroumwelt einer Hochschule" width="300" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Mikroumwelt einer Hochschule (zum Vergrößern anklicken)</p></div>
<p>Es scheint also zumindest auf den ersten Blick zu klappen, das Modell von Porter auf einen anderen Kontext zu übertragen. Wir könnten uns nun überlegen, welche der fünf Kräfte besonders wichtig sind für die Hochschule in der Mitte.</p>
<p>Was passiert zum Beispiel in den Schulen, worauf wir unbedingt vorbereitet sein müssen? Wenn etwa in Niedersachsen die Schulzeit von Abiturienten wieder um ein Jahr verlängert werden sollte, dann müssten wir uns an der TU Braunschweig vermutlich auf ein Jahr mit weniger Studienanfängern einstellen. Da die sich aber mehrheitlich immer noch einen Studienplatz in der Nähe suchen, bräuchten sich Unis in Bayern nicht ganz so sehr den Kopf darüber zerbrechen. Vielleicht wird auch der Unterricht in einem Schulfach deutlich gekürzt, so dass die Vorkenntnisse bei Studienbeginn spürbar geringer ausfallen als zuvor. Es wäre sicher nicht die schlechteste Idee, die eigenen Professoren frühzeitig darauf vorzubereiten, damit sie sich und ihre Lehre darauf einstellen können. Auf ähnliche Weise könnte man sich überlegen, welche relevanten Aspekte die anderen Kräfte liefern.</p>
<p><strong>Eine Nummer größer</strong></p>
<p>Was wir uns gerade angesehen haben, wird in der BWL <em>Mikro-Umwelt</em> genannt, weil sie nur das unmittelbare Umfeld der Unternehmen umfasst. Es geht aber auch noch eine Nummer größer, dann sind wir bei der <em>Makro-Umwelt</em>. Darunter werden Faktoren verstanden, die nicht zwingend direkt wirksam werden, aber dennoch einen Einfluss ausüben können. Eine bekannte Einteilung findet sich bei Liam Fahey und Vadake Narayanan, die vier Bereiche der weiteren Unternehmensumwelt unterscheiden <a href="#3">[3]</a>:</p>
<ol>
<li><strong>ökonomisch:</strong> Hierzu gehören (durchschnittliche) Größen, welche die Wirtschaftstätigkeit beschreiben, etwa das Brutto-Inlands-Produkt, Wechselkurse, Inflationsraten, Gewerbesteuersätze, usw. Die können durchaus auch regional unterschiedlich sein.</li>
<li><strong>politisch-rechtlich:</strong> In diesen Bereich fallen etwa die politische Stabilität eines Landes oder rechtliche Vorgaben für den Handlungsspielraum von Unternehmen, zum Beispiel das gerade aktuell diskutierte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht">Leistungsschutzrecht</a>.</li>
<li><strong>sozio-kulturell:</strong> Hier werden einerseits die Zusammensetzung der Bevölkerung oder der Bildungsgrad der Bürger betrachtet, aber auch Dinge wie Einstellungen und Werte.</li>
<li><strong>technisch:</strong> Technische Entwicklungen können Unternehmen neue Wege eröffnen oder alte verbauen. Das können Erkenntnisse der Physik sein, die vielleicht neue Materialien ermöglichen, Fortschritte in der Informationstechnik, Entdeckungen in der Biotechnik, usw.</li>
</ol>
<p>Auch hier können wir versuchen, das auf die Makro-Umwelt von Hochschulen abzubilden. Ökonomische Aspekte wären etwa die Bildungsetats von Ländern, aber auch die oben genannten Größen können interessant sein. Wenn die finanzielle Situation der Bürger gut aussieht, wäre es wohl wahrscheinlicher, dass die privaten Ausgaben für Bildung höher ausfallen können. Politisch-rechtliche Vorgaben sind ebenfalls bedeutsam. Dazu würde ich einerseits nahe liegende Regeln wir das Hochschulrahmengesetz zählen, andererseits beispielsweise das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html">Urheberrecht mit §52a</a>. Mit dem Bildungsgrad der Bürger ist das sozio-kulturelle Feld bereits abgedeckt, aber auch Werte und Normen wirken sich letztlich auf die Gestaltung von Hochschulen aus. Dass technische Entwicklungen wie das Internet nicht spurlos an Universitäten und Fachhochschulen vorbeigehen, dürfte ebenfalls auf der Hand liegen.</p>
<div id="attachment_1734" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/08/Makroumwelt.png" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-1734 " title="Makroumwelt" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/08/Makroumwelt-300x267.png" alt="Makroumwelt einer Hochschule" width="300" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Makroumwelt einer Hochschule (zum Vergrößern anklicken)</p></div>
<p>Das Modell der Makro-Umwelt scheint ebenfalls übertragbar zu sein, um die Situation von Hochschulen zu analysieren. Wichtig wäre jedoch auch hier, dies regelmäßig zu tun und vor allem nicht bloß den Status Quo zu erfassen, sondern zukünftige Auswirkungen abzuschätzen.</p>
<p><strong>Kritische Schlussbemerkung</strong></p>
<p>Im Text habe ich gesagt, dass die beiden Modelle auf den ersten Blick übertragbar zu sein scheinen. Bei einem solchen Transfer von einem Kontext auf den anderen muss man allerdings immer vorsichtig sein. Wir könnten etwa hinterfragen, ob Hochschulen nicht einen anderen Zweck verfolgen als Unternehmen. Der Ansatz von Porter geht von einem Gewinnstreben aus, dem sich eine Hochschule nicht primär unterordnen muss &#8211; auch wenn sie kein Geld verschwenden sollte. Kooperationen werden gar nicht berücksichtigt. Auch sollten wir uns vor Augen halten, dass die Modelle nur Modelle sind, die erweitert und verändert werden können (und wurden). Hier habe ich dir Urversionen benutzt. Zu guter Letzt: Das war lediglich die <em>markt-orientierte Sicht</em> &#8211; die<em> ressourcen-orientierte Sicht</em> (Was hat dir Hochschule für Ressourcen? Was kann sie gut? Woran sollte sie anknüpfen? &#8230;) fehlt. Es kann also durchaus sein, dass der ganze Beitrag keinen Sinn ergibt. Dann war er immer noch eine nette Denkübung <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Und nun?</strong></p>
<p>Was meint ihr? Sind das wenigstens brauchbare Denkanregungen, um so eine Analyse zu strukturieren? Welche aktuellen Gegebenheiten in der Schule könnten sich künftig auch in der Arbeit von Hochschulen niederschlagen? Welche politisch-rechtlichen Vorgaben müssen Unis und Fachhochschulen dringend bei der Vorbereitung auf die Zukunft berücksichtigen? Welche technische Entwicklung darf nicht verschlafen werden? &#8230;</p>
<p><strong>Literaturhinweise</strong><br />
<a name="1"></a><br />
[1] Porter, Michael E. (1980) Competitive Strategy, New York.<br />
<a name="2"></a><br />
[2] Dueck, Gunter (2011): Professionelle Intelligenz, Frankfurt am Main.<br />
<a name="3"></a><br />
[3] Fahey, Liam; Narayanan, Vadake K. (1986): Macroenvironmental Analysis for Strategic Management, St. Paul.</p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1719&amp;md5=69ea7dbab189eef280ec65d55306be3b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gedankensalat zur öffentlichen Wissenschaft</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2012/06/26/gedankensalat-zur-offentlichen-wissenschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 15:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BWL]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Open Access]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammen mit Christian Spannagel arbeite ich gerade an einem Beitrag zum Thema öffentliche Wissenschaft (mit Schwerpunkt Forschung) und habe mir dazu heute Gedanken gemacht. Den Salat, der dabei herausgekommen ist, stelle ich einfach kurz vor. Muss gar nichts weltbewegend Neues dabei sein. Wer dazu Anmerkungen hat, wer vielleicht gar jemanden kennt, der sich dazu schon Gedanken [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammen mit <a href="http://cspannagel.wordpress.com/">Christian Spannagel</a> arbeite ich gerade an einem<a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/OpenScience2011"> Beitrag zum Thema öffentliche Wissenschaft</a> (mit Schwerpunkt Forschung) und habe mir dazu heute Gedanken gemacht. Den Salat, der dabei herausgekommen ist, stelle ich einfach kurz vor. Muss gar nichts weltbewegend Neues dabei sein. Wer dazu Anmerkungen hat, wer vielleicht gar jemanden kennt, der sich dazu schon Gedanken gemacht und die veröffentlicht hat &#8211; immer her damit!</p>
<p><strong>1. Gedankengang: Der Grad der Exklusivität wissenschaftlicher Erkenntnis verringert sich beständig</strong></p>
<p>Sieht man sich die Geschichte der Wissenschaftswelt an, stellt man fest, dass sich der Zugang zu ihren Erkenntnissen weiter und weiter verbreitert hat. Schrieben sich Gelehrte vor Hunderten von Jahren noch untereinander Briefe und behielten Entdeckungen auch schon einmal für sich, werden die Ergebnisse von Forschung heute in Zeitschriften und Büchern veröffentlicht. Deutlich mehr Menschen haben dadurch Zugriff auf das darin konservierte Wissen. Einen weiteren Schub zu einer noch größeren Öffnung bieten Initiativen wie <a href="http://open-access.net/de/allgemeines/was_bedeutet_open_access/">Open Access</a>.</p>
<p>Für den nächsten Schritt brauchen wir einen Klassiker aus den Wirtschaftswissenschaften, die Klassifizierung von Gütern nach Ausschließbarkeit und Rivalität:</p>
<ul>
<li><em>Ausschließbarkeit:</em> Ich kann wirksam und verhältnismäßig verhindern, dass jemand ein Gut nutzen kann oder nicht. Ein Buch kann ich beispielsweise in einen Tresor einschließen, und jemand müsste schon viel Mühe aufbringen, wenn er es lesen wollte. Bei Atemluft wird das schon deutlich schwieriger.</li>
<li><em>Rivalität im Konsum:</em> Was der eine hat, kann der andere nicht haben. Wenn ich ein Stück Kuchen esse, kann das nicht gleichzeitig ein anderer futtern. Wenn ich aber Radio höre, sind die Funkwellen für meinen Nachbarn nicht plötzlich weg.</li>
</ul>
<div id="attachment_1637" class="wp-caption alignright" style="width: 307px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/06/gueter.png"><img class="size-medium wp-image-1637 " title="Güter nach Ausschließbarkeit und Rivalität" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/06/gueter-297x300.png" alt="Güter nach Ausschließbarkeit und Rivalität" width="297" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Güter nach Ausschließbarkeit und Rivalität</p></div>
<p>Die Trennlinien können &#8211; wie so oft &#8211; nicht scharf gezogen werden, aber es lässt sich daraus eine zweidimensionale Matrix erstellen, bei der die beiden Dimensionen Ausschließbarkeit und Rivalität im Konsum auf den Achsen aufgetragen werden und man dann vier Felder erhält, die verschiedene Güterarten bezeichnen. Besteht bei etwas keine Rivalität im Konsum, aber ich kann andere von der Nutzung ausschließen, nennt man das zum Beispiel ein Klub-Gut. Es könnten etwa beliebig viele Mitglied in einem Buchklub werden, ohne sich gegenseitig zu stören, aber es könnte beschränkt werden, wer Mitglied sein darf.</p>
<p>Zurück zur Wissenschaft. Denken wir uns die <em>wissenschaftliche Erkenntnis</em> als ein Gut vor, dann würde ich bei dieser keine Probleme mit der Rivalität sehen (oder irre ich mich?). Wenn jemand etwas lernt, verlernt dadurch ein anderer nichts. Wissenschaftliche Erkenntnis war aber früher ziemlich exklusiv, der Zugang zu ihr wurde stark reglementiert (etwa durch die Kirche) oder freiwillig begrenzt (Geheimhaltung). Es lag ein Klub-Gut vor. Durch die Aufklärung und die Errichtung des Publikationswesens und von Bibliotheken sanken jedoch die Zugriffshürden bereits beträchtlich. Open Access und Co. verstärken diese Marschrichtung. Jemanden von wissenschaftlichen Ergebnissen auszuschließen, scheint immer schwieriger zu werden. Können wir von wissenschaftlicher Erkenntnis (bald) als öffentliches Gut sprechen?</p>
<p><strong>2. Gedankengang: the final frontier?</strong></p>
<p>Bei dem bisher geschriebenen konnte man wissenschaftliche Erkenntnis als Produkt interpretieren &#8211; als Artikel in einer Zeitschrift, als Buch, vielleicht auch als Vortrag auf einer Konferenz. Eine gewisse Form der Ausschließbarkeit findet sich dann immer noch in der Art der Darstellung, in der Sprache. Wenn jemand ein solches Produkt erstellt, tut er dies für eine bestimmte Zielgruppe. Oft unterscheidet man in Wissenschaftler (des eigenen Fachs) und Nicht-Wissenschaftler und macht das an der Zugehörigkeit zu einer Forschungseinrichtung fest. Diese Einteilung übernehme ich an dieser Stelle der Einfachheit halber. Wir finden dann im Internet auf Seiten der Wissenschaft etwa<a href="http://arxiv.org/"> arXiv.org</a>, wo zahlreiche wissenschaftliche Artikel für jedermann kostenlos zugänglich sind (Open Access). Für Nicht-Wissenschaftler gibt es beispielsweise <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/ergebnisse/sendung.xml?rankingtype=sendung&amp;rankingvisible=newest&amp;rankingvalue=Quarks+%26+Co&amp;rankingcount=5&amp;rankingpage=1">Aufzeichnungen von Quarks&amp;Co</a>. Verhindern kann man natürlich nicht, dass Wissenschaftler sich Quarks&amp;Co anschauen oder Nicht-Wissenschaftler sich wissenschaftliche Artikel durchlesen, aber es wird vorab von einer bestimmten Zielgruppe ausgegangen.</p>
<div id="attachment_1638" class="wp-caption alignright" style="width: 308px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/06/produkt_prozess.png"><img class="size-medium wp-image-1638" title="Produkte und Prozesse in der Wissenschaft" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/06/produkt_prozess-298x300.png" alt="Produkte und Prozesse in der Wissenschaft" width="298" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Produkte und Prozesse in der Wissenschaft</p></div>
<p>Wissenschaft lässt sich aber auch als ein Prozess betrachten, der bestimmte wiederkehrende Bausteine umfasst &#8211; etwa Themenfindung, Entwurf eines Forschungsdesigns oder der Auswertung von erhobenen Daten. Da hat aber in der Regel niemand einen Einblick, das ist ziemlich exklusiv. Christian Spannagel und ich sind der Ansicht, dass auch hier eine Öffnung Vorteile für viele Beteiligte bringen könnte; sowohl für denjenigen, der seine Arbeitsabläufe für andere erlebbar macht, als auch für diejenigen, denen diese Chance gewährt wird. Das geht etwa über die kontinuierliche Arbeit in frei zugänglichen Wikis, Reflexionen in Blogs, usw. Das führe ich hier nicht aus. Ich habe aber auch hier eine Matrix gebastelt, bei der ich auf der einen Achse die Trennung in Wissenschaftler und Nicht-Wissenschaftler aufgetragen habe, bei der anderen in Produkte und Prozesse.</p>
<p>Schwierigkeiten bereitet mir die obere Zeile mit den Prozessen. Während es mir bei Produkten irgendwie einleuchtet, dass diese für eine bestimmte Zielgruppe gestaltet werden, stört mich diese Unterscheidung bei Prozessen. Den Balken habe ich daher grau statt schwarz gezeichnet. Ich habe den Eindruck, bei Prozessen entscheiden vielmehr die Konsumenten bzw. Teilhabenden, ob diese für sie gemacht sind oder nicht. Eine Abgrenzung zwischen so etwas wie <em>Prozessen für Wissenschaftler</em> und <em>Prozessen für Nicht-Wissenschaftler</em> finde ich schwieriger, kann es aber noch nicht besser in Worte fassen. Falls mir dazu jemand einen geeigneten Gedankenanstoß liefern kann &#8211; egal ob die Grafik dann hinfällig ist oder nicht&#8230;</p>
<p><strong>3. Gedankengang: Transparenz ist nicht Partizipation</strong></p>
<p>Das ist nur ein ganz kleiner Gedankengang zum Thema Prozesse der Wissenschaft. Schön wäre es schon, wenn die Prozesse transparent würden und man Wissenschaftlern quasi beim Arbeiten zuschauen könnte und man mitbekäme, wie das wirklich alles funktioniert. Es wäre ja schon eine gewisse Neuheit, wenn man auch die ganzen Fehlschläge mitbekommen würde. Schöner wäre es aber, wenn auch diese <em>Nicht-Wissenschaftler</em> sogar etwas zur wissenschaftlichen Erkenntnis beitragen könnten. <a href="http://www.olivertacke.de/2012/06/01/offentliche-wissenschaft-und-wissenschaftliche-betriebsfuhrung/">Das geht!</a> Ich glaube aber auch <a href="http://www.olivertacke.de/2011/10/26/wissenschaft-gibt-es-nicht-als-tutensuppe/">nicht, dass alles geht</a>. Diese Unterscheidung zwischen Transparenz und Partizipation scheint mir noch wichtig zu sein. Eine dritte Grafik habe ich aber dazu nicht gezeichnet <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1634&amp;md5=bd5efe3ef2930d5215a4176e7be44283" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Öffentliche Wissenschaft und wissenschaftliche Betriebsführung</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2012/06/01/offentliche-wissenschaft-und-wissenschaftliche-betriebsfuhrung/</link>
		<comments>http://www.olivertacke.de/2012/06/01/offentliche-wissenschaft-und-wissenschaftliche-betriebsfuhrung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 14:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[BWL]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Pfingswochenende habe ich das Buch Reinventing Discovery gelesen, in dem sich Michael Nielsen mit dem Einfluss des Internets auf die Wissenschaft beschäftigt. Ein tolles Buch, das mir viele Anregungen zum Denken gegeben hat. In Kapitel 7 beschäftigt sich Nielsen beispielsweise damit, wie Jedermann etwas zum Erkenntnisgewinn beitragen könnte, nicht bloß ausgebildete Forscher. Ein interessantes Beispiel ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Pfingswochenende habe ich das Buch <em><a href="http://michaelnielsen.org/blog/reinventing-discovery/" target="_blank">Reinventing Discovery</a></em> gelesen, in dem sich Michael Nielsen mit dem Einfluss des Internets auf die Wissenschaft beschäftigt. Ein tolles Buch, das mir viele Anregungen zum Denken gegeben hat. In Kapitel 7 beschäftigt sich Nielsen beispielsweise damit, wie Jedermann etwas zum Erkenntnisgewinn beitragen könnte, nicht bloß ausgebildete Forscher. Ein interessantes Beispiel ist die Website <a href="http://www.galaxyzoo.org/" target="_blank">Galaxy Zoo</a>.</p>
<p>Offenbar gibt es noch keine wirklich guten Algorithmen, mit denen Computer Weltallfotos analysieren und feststellen können, ob eine Galaxie spiralförmig oder elliptisch geformt ist. Für Menschen ist das ein Klacks. Käme nun allerdings jemand auf die Idee, das allein bewältigen zu wollen, hätte er bei etwa <a href="http://www.wolframalpha.com/input/?i=number+of+galaxies+in+the+observable+universe" target="_blank">170 Milliarden Galaxien im beobachtbaren Universum</a> eine Ewigkeit zu tun. Selbst wenn er bloß eine Sekunde pro Klassifikation benötigte, säße er über 5000 Jahre daran &#8211; zwischendurch mal Pi-Pi-Pause noch nicht eingerechnet. Genau hier kommt <em>Galaxy Zoo</em> ins Spiel. Die Website bietet Zugriff auf Fotos von Galaxien und erlaubt es jedem, deren Form per Klick zu bestimmen. Eine unschätzbare Hilfe für die Wissenschaft, die ohne das Internet nicht möglich wäre.</p>
<div id="attachment_1618" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/06/UV_Andromeda_Galaxy-thebadastronomer-BY-SA-2.0.jpg"><img class="size-medium wp-image-1618" title="UV_Andromeda_Galaxy-thebadastronomer-BY-SA-2.0" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2012/06/UV_Andromeda_Galaxy-thebadastronomer-BY-SA-2.0-300x225.jpg" alt="UV-Aufnahme der Andromeda-Galaxie (thebadastronomer, CC-BY-SA 2.0)" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">UV-Aufnahme der Andromeda-Galaxie (thebadastronomer, CC-BY-SA 2.0)</p></div>
<p>Ein anderes Beispiel für das, was Nielsen <em>Citizen Science</em> nennt, stammt aus der Biologie: das Computerspiel <a href="http://fold.it/portal/" target="_blank">Foldit</a>. Ziel dabei ist es, nach bestimmten Regeln verschiedene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aminos%C3%A4uren" target="_blank">Aminosäuren</a> so anzuordnen, dass ein möglichst stabiles <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Protein" target="_blank">Protein</a> entsteht. Je stabiler das Gebilde, desto mehr Punkte bekommt man und kann sich mit anderen Spielern weltweit messen &#8211; eine Prise <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gamification" target="_blank">Gamification</a> also. Ach so, und Biologen haben natürlich auch etwas davon. Sie können über die Ergebnisse Rückschlüsse darauf ziehen, wie sich anhand der Erbinformationen die Gestalt von Organismen bestimmen lässt.</p>
<p>Vielleicht noch ein Beispiel gefällig, das nicht aus den Naturwissenschaften stammt? <a href="http://cspannagel.wordpress.com/">Christian Spannagel</a> und ich schreiben schon eine ganze Weile Artikel in einem öffentlichen Wiki und laden dazu ein, uns mit Ideen zu unterstützen. Das war bisher recht unsystematisch und <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/OpenScience2011">aktuell auch etwas unübersichtlich</a>, aber dennoch haben wir schon wertvollen Input bekommen, von Korrekturlesen über Literaturtipps bis hin zu ergänzenden Ideen.</p>
<p>Es gibt also offensichtlich in der Wissenschaft durchaus Aufgaben, die schnell von &#8220;Ungelernten&#8221; übernommen werden können und ihnen so eine Teilhabe an den Prozessen ermöglichen (auch wenn es <a href="http://www.olivertacke.de/2011/10/26/wissenschaft-gibt-es-nicht-als-tutensuppe/" target="_blank">Wissenschaft nicht als Tütensuppe</a> gibt). Das hat mich an die Ideen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frederick_Winslow_Taylor" target="_blank">Frederick Taylor</a> erinnert, die in Summe lustigerweise als <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scientific_Management" target="_blank">wissenschaftliche Betriebsführung</a></em> bezeichnet werden. Er hatte sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Manufakturwesen eingebracht, um die Produktivität zu erhöhen, ohne dass das Personal dafür länger arbeiten musste. Ein Bestandteil seines Ansatzes war die strikte Trennung von Kopf- und Handarbeit, von Planung und Ausführung. Was an operativer Arbeit übrig blieb, wurde dann nochmals standardisiert und auf Effizienz getrimmt &#8211; eine Form sehr starker Spezialisierung. Und hier sehe ich einen möglichen unschönen Nebeneffekt auch für die öffentliche Wissenschaft.</p>
<p>Natürlich wird es beispielsweise durch die Kategorisierung bei <em>Galaxy Zoo</em> möglich, dass auch Nichtwissenschaftler in Prozesse der Wissenschaft eingebunden werden &#8211; aber eher als Arbeiter, die einfache, stumpfsinnige oder unliebsame Handgriffe verrichten. Ob sie allein dadurch wirklich Einblicke in die Astronomie erhalten, sei vorsichtig angezweifelt. Langweilig wird es obendrein. Wer nur eintönige Aufgaben vergeben will, braucht sich nicht zu wundern, wenn die niemand übernehmen möchte und niemand seine Unterstützung für Forschungsprojekte anbietet.</p>
<p>Warum beteiligen sich nun aber so viele Leute bei <em>Galaxy Zoo</em>? Es zwingt sie ja niemand zum Klick, Klick, Klick. Zum einen kann schon der Sinn hinter der Aufgabe motivieren, einen kleinen Beitrag für die Gesellschaft leisten (jedenfalls deutlich mehr als an einem Fließband irgend etwas zusammenzubauen). Zum anderen bietet <em>Galaxy Zoo</em> Zugang zu weiterem Material und bringt Menschen mit offenbar ähnlichen Interessen in einem Online-Forum zusammen. Und diese Amateure haben tatsächlich auch eine wertvolle Entdeckung gemacht!</p>
<p>Einer der Hobby-Astronomen stieß auf einem der Fotos auf eine grüne Galaxie, und die sind wohl eher unüblich. Eine weitere wurde gesichtet. Keiner wusste, was das sein könnte. Es bildete sich eine Gruppe, die nach diesen &#8220;Erbsen&#8221; suchte, Theorien über mögliche Erklärungen aufstellte, sich selbständig die Technik der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spektroskopie" target="_blank">Spektralanalyse</a> aneignete und Bild für Bild untersuchte. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass die grüne Farbe durch heißen, ionisierten Sauerstoff hervorgerufen wird, der die Galaxien umgibt &#8211; eine bis dahin unbekannte Art von Galaxien, die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Pea_galaxy">Erbsen-Galaxien</a>!</p>
<p>Mein Fazit: Mit ein bisschen Phantasie und Mühe ergeben sich in der Wissenschaft Wege, einerseits viele Nicht-Spezialisten über das Internet an den Prozessen teilhaben zu lassen und andererseits sogar durch deren Arbeit zu profitieren. Dafür darf man Amateuren aber nicht bloß stumpfsinnige Aufgaben zuteilen, man muss ihnen auch mehr zutrauen und ihnen entsprechend Ressourcen und Austauschmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Es gibt keine Garantie, dass das funktioniert, aber einen Versuch ist es wert. Welche Ideen kennt ihr noch dazu, vielleicht in anderen Disziplinen?</p>
<p><em>Die Abbildung der Andromeda-Galaxie stammt von <a href="http://www.flickr.com/photos/badastronomy/">thebadastronomer</a> und steht unter der <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">Creative-Commons-Namensnennung-Weitergabe-unter-gleichen-Bedingungen-2.0-US-amerikanisch-Lizenz</a> (CC BY-SA 2.0).</em></p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1612&amp;md5=3ff018104a994ac1b619cb2b8480f999" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Why do we fall, sir? So we might learn to pick ourselves up.</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 13:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Gunter Dueck]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einer Weile habe ich eine Einladung zur Learntec-Messe in Karlsruhe angenommen und dort Ende Januar schließlich einen kurzen Vortrag zum Thema Lernen im Enterprise 2.0 gehalten. Kernbotschaft sollte sein, dass webzwonullige Dienste dabei helfen können, mehr als bloßes Fachwissen anzusammeln, ihr Einsatz aber mehr bedeutet, als bloß Technik im Unternehmen einzuführen. Selbstkritisch wie ich bin, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einer Weile habe ich eine Einladung zur <a href="http://www.learntec.de">Learntec</a>-Messe in Karlsruhe angenommen und dort Ende Januar schließlich einen kurzen Vortrag zum Thema <em>Lernen im Enterprise 2.0</em> gehalten. Kernbotschaft sollte sein, dass webzwonullige Dienste dabei helfen können, mehr als bloßes Fachwissen anzusammeln, ihr Einsatz aber mehr bedeutet, als bloß Technik im Unternehmen einzuführen.</p>
<div id="__ss_9719102" style="width: 425px; margin: 15px auto 15px;" align="center"><object id="__sse11365675" width="425" height="355" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=enterprise2-0-120201052154-phpapp02&amp;stripped_title=enterprise-20-worauf-es-beim-lernen-ankommt-11365675&amp;userName=otacke" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="__sse11365675" width="425" height="355" type="application/x-shockwave-flash" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=enterprise2-0-120201052154-phpapp02&amp;stripped_title=enterprise-20-worauf-es-beim-lernen-ankommt-11365675&amp;userName=otacke" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" wmode="transparent" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /> </object></div>
<p>Selbstkritisch wie ich bin, muss ich mich fragen: Ist diese Botschaft angekommen? Keine Ahnung. Aber wenn ich die Reaktionen der Anwesenden richtig deute, bin ich wohl zu abstrakt geblieben und hätte anschaulicher werden müssen. Von daher war mein Vortrag nicht so gut, da er am Publikum vorbei ging. Vielleicht macht der kurze Artikel aus <a href="http://www.bildungaktuell.at/media/BILDUNGaktuell_01_2012.pdf">BILDUNGaktuell 1/2012 (S. 6-7)</a> die Absicht ein wenig deutlicher&#8230;</p>
<p>Ein Vortragsprofi bin ich noch lange nicht, aber das ist für mich noch längst kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Why do we fall, sir? So we might learn to pick ourselves up.<br />
(Alfred Pennyworth, &#8220;Batman Begins&#8221;)</p>
</blockquote>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1409&amp;md5=c3a9542be326661ac75362fbb059b23f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Neue Lust, neuer Frust</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/09/11/neue-lust-neuer-frust/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 09:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BarCamp]]></category>
		<category><![CDATA[BWL]]></category>
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		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich das Corporate Learning Camp in Darmstadt besucht. Heute, von der doch gefühlten Erschöpfung wieder erholt, berichte ich ein wenig darüber. Aus Lust und Laune einfach mal rückwärts. Fazit Hat Spaß gemacht! Habe viele bekannte Gesichter getroffen und neue kennengelernt, die Mittagspause statt zu essen mit Gesprächen verbracht. Ganz herzlichen Dank an Karl-Heinz [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich das Corporate Learning Camp in Darmstadt besucht. Heute, von der doch gefühlten Erschöpfung wieder erholt, berichte ich ein wenig darüber. Aus Lust und Laune einfach mal rückwärts.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Hat Spaß gemacht! Habe viele bekannte Gesichter getroffen und neue kennengelernt, die Mittagspause statt zu essen mit Gesprächen verbracht. Ganz herzlichen Dank an <a href="http://khpape.wordpress.com/">Karl-Heinz Pape</a> und den Rest des Organisations-Teams!</p>
<p><strong>The Flipped Classroom</strong></p>
<p>In einer der letzten Sessions haben <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Cspannagel">Christian Spannagel</a> und ich spontan eine Session zum Thema <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2011/08/07/die-umgedrehte-mathematikvorlesung/">Flipped Classroom</a> angeboten. Hauptsächlich Christian hat vorgestellt, wie man mit Hilfe des Internets mit seinen vielen Formaten (Texte, Videos, interaktive Inhalte) die Stoffaneignung vor den Unterricht verlagern kann, im Unterricht damit arbeitet und eine nachträgliche Beschäftigung nicht ausgeschlossen ist. Normalerweise ist es ja vermutlich eher so, dass Vorbereitung die Ausnahme darstellt, der Lehrende in einer Veranstaltung Stoff präsentiert, der dann als Hausaufgabe vertieft werden soll.</p>
<p>Da das Internet hier den rationalisierbaren <em>Commodity</em>-Anteil übernimmt und der Lehrende tatsächlich die <em>Premium</em>-Leistung erbringen muss &#8211; es ist ja viel schwieriger, wenn ich nicht nur Stoff vorlese &#8211; passt das recht gut dazu, was <a href="http://www.omnisophie.com/">Gunter Dueck</a> unter dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Optk-gYgFo8">Ende der Kreidezeit</a> und dem Internet als Gesellschaftsbetriebssystem fasst. Seine Thesen wollte ich daher als Einleitung benutzen, aber das ging gehörig in die Hose. Wohl etwas überheblich hatte ich gedacht: &#8220;Hast du ja alles gelesen, wird schon klappen.&#8221; Wirklich vorbereitet hatte ich nichts, und als ich dann auch noch etwas unsanft von einem Teilnehmer darauf gestoßen wurde, brachte mich das zusätzlich aus dem Tritt und ich suchte die Flucht in einer abrupten Abkürzung des Gesagten. Lerneffekt für mich: Ich kann nicht spontan und schick fremde Inhalte wiedergeben. Dran arbeiten.</p>
<p><strong>LdL in der betrieblichen Weiterbildung?</strong></p>
<p>Ich möchte bei meiner Doktorarbeit versuchen, keine theorieüberladene praxisferne Arbeit abzuliefern und habe daher als frühzeitige Rückkopplung ganz kurz <a href="http://www.olivertacke.de/tag/ldl/">LdL</a> und meine Idee vorgestellt, das Konzept auf seine Tauglichkeit für die betriebliche Weiterbildung zu untersuchen. Das hatte ich vorbereitet bzw. da stecke ich tief im Thema drin, hier hatte ich das oben geschilderte Problem nicht.</p>
<p>Der empirische Teil steht noch aus, aber leider wurde meine Skepsis bestätigt, die sich zwischenzeitlich bei mir eingestellt hat. Auch die Praktiker sahen in LdL trotz einiger organisatorischer Klärungswürdigkeiten ein schönes Konzept, um nicht nur Fachwissen aufzubauen, sondern auch die vielbeschworenen sozialen Fähigkeiten zu trainieren. Der Unternehmenskontext scheint aber schlicht keinen Raum dafür zu lassen: Zeit und Geld setzen Grenzen. Jetzt könnte man beschwichtigen und sagen, Unternehmen müssten aber künftig mehr Ressourcen für die <a href="http://www.olivertacke.de/2011/09/04/professionelle-intelligenz/">Professionalisierung der Mitarbeiter</a> bereitstellen, oder wenn diese und jene in der Realität eher unwahrscheinlichen Voraussetzungen gälten, würde es klappen. Aber das machte eher den Eindruck: &#8220;Wenn jetzt die Luftfeuchtigkeit im Raum anders wäre, hätte das Experiment aber geklappt.&#8221; Oder: &#8220;Das Modell gilt, wenn man vom <em>homo oeconomicus</em> ausgeht.&#8221;</p>
<p>Bei mir stellt sich daher gerade ganz schön Frust ein. Natürlich hätte ich gerne einen potenziellen Nutzen für die Weiterbildung herausgestellt, etwas beigetragen. Es sieht allerdings gerade eher so aus, als ob ich nun darauf hinarbeite, meine ursprüngliche Idee selbst zu zerlegen. Das tut weh. Erkenntnistheoretisch mag das einen Wert haben, die Falsifizierung einer (wenn auch unbedeutenden) These ist ja erwünscht, aber ich erschaffe nichts. Forschung hat hier etwas Zerstörerisches an sich. Wenn man dann auch noch künstlich unter Zeitdruck gesetzt wird, der die Qualität der Arbeit zwangsläufig beeinflussen wird, macht das keinen Spaß. Wenn man dann auch noch in dem Umfeld nicht glücklich ist, in das man tagein tagaus eingebunden ist, wird die Arbeit zur Tortur. Ich weiß wirklich gerade nicht, ob ich das tatsächlich will.</p>
<p><strong>Soziale Fähigkeiten online lernen?</strong></p>
<p>Die für mich spannendste Session wurde von <a href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2011/09/11/clc11-eine-kleine-nachlese/">Monika König</a> und Michael Simon geleitet. Sie kreiste um die Frage, ob man online soziale Fähigkeiten erlernen könne. Eine sehr schöne Zusammenfassung gibt es schon bei <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/10/notizen-vom-colearncamp-clc11/">Torsten Larbig</a>. Ich ergänze daher nur ein paar Gedanken von meiner Seite.</p>
<p>Es ist sicher nur schwer möglich, ausschließlich per Online-Tests oder künstlich online arrangierten Sachverhalt das Handwerkszeug dafür zu bekommen, um in einer Situation von Angesicht von Angesicht beispielsweise einen Konflikt zu schlichten. In virtuellen Welten wäre zwar schon sehr viel möglich, das Einfangen und hochaufgelöste Abbilden von Gestik und Mimik, usw., aber das kann niemand bezahlen.</p>
<p>Ich glaube aber einerseits schon, dass man die Anlagen für solche Fähigkeiten trainieren kann, die abseits des Fachwissens wichtig sein können. Arbeitet man etwa an der Wikipedia mit, kann es  zu hitzigen Diskussionen kommen, bei der die eigene Durchsetzungsstärke auf dem Prüfstand steht. Wirkt man an Open-Source-Projekten mit, möchte man sinnstiftend arbeiten und diesen Sinn auch anderen vermitteln, usw.</p>
<p>Andererseits könnte man den konkreten Anwendungsfall berücksichtigen. Wenn sich die Arbeitswelt wandelt und man immer mehr mit Personen zusammenarbeiten muss, denen man nicht ständig gegenübersteht, wenn man beispielsweise weltweit verteilte Teams führen soll, dann kann man das vielleicht online sogar besser erlernen. Es gibt dazu ein zwar schon in die Tage gekommenes, aber immer noch interessantes <a href="http://www.ibm.com/ibm/gio/media/pdf/ibm_gio_ibv_gaming_and_leadership.pdf">Diskussionspapier von IBM</a>. Darin wird gefragt, ob Online-Rollenspieler möglicherweise viel besser verteilte Teams über das Internet leiten und führen können, schließlich sprechen sie sich tagtäglich mit anderen ab, ohne sie zu sehen, sie organisieren Quests und motivieren andere Spieler zur Hilfe, usw.</p>
<p><strong>BarCamps in der betrieblichen Weiterbildung?</strong></p>
<p>Felix Hartmann moderierte eine Session zu der Frage, ob BarCamps auch eine geeignete Lernumgebung für Unternehmen sein könnten. Wo gibt es vielleicht schon etwas in der Art? Wozu könnte ein BarCamp beitragen? Was müsste vielleicht modifiziert werden? Kurzzusammenfassung: Ähnliches gibt es schon vereinzelt, zur Ideengewinnung und Vernetzung könnte es etwas beitragen (nicht zur gezielten Fortbildung) und man müsste bestimmt die Du-Sie-Frage behandeln.</p>
<p><strong>Zertifizierung</strong></p>
<p>Die erste Session, die ich besuchte, drehte sich um das Thema Zertifizierung. Hier habe ich den Notizen von <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/10/notizen-vom-colearncamp-clc11/">Torsten Larbig</a> aber nichts hinzuzufügen.</p>
<p><strong>Einleitung</strong></p>
<p>Wie bekomme ich nun den Bogen mit der Einleitung am Ende? Vielleicht so: nach dem BarCamp ist <a href="http://educamp.mixxt.de/">vor dem BarCamp</a>. Wir sehen uns doch<a href="http://educamp.mixxt.de/"> in Bielefeld</a>?</p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1140&amp;md5=6d5aff872dea6314327de8d68b46e454" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Professionelle Intelligenz</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 21:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich vor rund einem halben Jahr das Buch Aufbrechen! Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen von Gunter Dueck gelesen hatte, wartete ich mit Spannung auf sein neuestes Werk: Professionelle Intelligenz &#8211; Worauf es morgen ankommt. Das habe ich nun gelesen, und da es sicher auch für andere interessant ist, werde ich einen kleinen Spagat versuchen. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich vor rund einem halben Jahr das Buch <a href="http://www.omnisophie.com/lit_aufbrechen.php" target="_blank">Aufbrechen! Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen</a> von Gunter Dueck gelesen hatte, wartete ich mit Spannung auf sein neuestes Werk: <a href="http://www.omnisophie.com/lit_professionelle_intelligenz.php" target="_blank">Professionelle Intelligenz &#8211; Worauf es morgen ankommt</a>. Das habe ich nun gelesen, und da es sicher auch für andere interessant ist, werde ich einen kleinen Spagat versuchen. Einige Aspekte möchte ich hier im Blog aufgreifen, so dass man die Ideen versteht, aber auch nicht so viel verraten, dass sich niemand mehr das Buch kauft. Wäre schade. In Kürze kann ich das nämlich gar nicht alles wiedergeben, und dann heißt es nachher, das wäre ja alles viel zu einfach geschildert. In dem Buch steht viel mehr drin, ausführlicher und mit vielen Beispielen garniert. Also mal sehen, ob mir mein Vorhaben gelingt.</p>
<p><strong>Der Ausgangspunkt</strong></p>
<p>Ausgangspunkt der Diskussion ist das, was in <em>Aufbrechen!</em> bereits von Herrn Dueck beschrieben wurde. Die Arbeitswelt wandelt sich. Dienstleistungsberufe werden auf Effizienz getrimmt und automatisiert, wie man das schon aus der Industriebranche kennt. Und verantwortlich ist das Internet.</p>
<p>Sogenannte Experten wie Ärzte, Finanzberater oder auch Professoren verlieren schlicht ihren Machtvorteil, wenn er sich nur aus einem kleinen Informationsvorsprung speist. Der Pool an Wissen ist schließlich im Internet viel größer, und auf den kann man ganz einfach zugreifen. Ich brauche bei einfachen Dingen ja zum Beispiel niemanden dafür, um mir die möglichen Auswirkungen einer Krankheit zu nennen oder die Preisstaffelung für eine Versicherung. Das kann ich selbst online nachlesen, dafür bezahle ich kein Geld. Und bei speziellen Fragen müsste der Durchschnittsdienstleister auch nachforschen. Wie viele Menschen sterben eigentlich an Krankheit X bei Behandlungsmethode Y? Wie schlägt sich Aktie Z aus Brasilien? Das weiß ich vermutlich besser, wenn ich vorher kurz gegoogled habe. Ohne Zugang zur internen Datenbank, zum Internet oder zu Kollegen sind diese Experten dann auch aufgeschmissen. Das habe ich gerade selbst schmerzlich erlebt bei einem Telefonat mit einer großen deutschen Bank.</p>
<blockquote><p>Wissen WAR Macht &#8211; es gibt kein Herrschaftswissen mehr (S. 37)</p></blockquote>
<p>Was übrig bleibt, sind die wirklich schwierigen Fälle, die sich nicht so einfach rationalisieren lassen. Standardsachen fallen weg. Impfen? Weg. Macht der Impfspezialist, der auch alle Impfstoffe immer vorrätig hat, günstiger ist und bei dem man nicht noch lange warten muss. Daran verdient der normale Arzt dann kein Geld mehr. Klassische Frontalvorlesungen zu Grundlagenthemen? Weg. Da kann ein rhetorisch guter Professor einmal Videoaufzeichnungen machen, und die kann sich dann jeder wann, wo und wie oft er will online anschauen.</p>
<p>Wir bekommen eine massive Spaltung in <em>Premium</em> und <em>Commodity</em>, in Hochwertiges und Massenware - und das eben auch dort, wo viele sich vielleicht in Sicherheit wiegen. Was im Premium-Bereich gefragt ist, sind <em>Professionals</em>, die selbständig in komplexen großen Netzen arbeiten.</p>
<p><strong>Die Arbeitswelt</strong></p>
<p>Diese Entwicklung verlangt nun zweierlei. Zum einen müssen Unternehmen natürlich Geld verdienen im Tagesgeschäft, zum anderen müssen sie sich aber ständig den sich wandelnden Gegebenheiten anpassen. Die einen Mitarbeiter arbeiten <em>im</em> System, die anderen <em>am</em> System. Und das gleichzeitig, da kann es zu Problemen kommen. Ein Chirurg würde sicher auch gerne erst den Kreislauf des Patienten anhalten, dann operieren und im Anschluss den Körper wieder weiterarbeiten lassen, aber das geht nicht. Damit also die OP am offenen schlagenden Herzen gelingt, werden in beiden Bereichen besondere Persönlichkeiten verlangt:</p>
<ul>
<li>Die Professionals im System sollten T-Shape-Spezialisten sein, die über ein tiefes Wissen verfügen, aber auch in der Breite vernetzt zu anderen Bereichen sind, also keine Fachidioten. Sie müssen sich in ihrer Materie auskennen, aber auch über einen Blick auf das Ganze verfügen.</li>
<li>Die Professionals am System, die <em>Keystones</em>, sollten sich um das Entwickeln dieses großen Ganzen kümmern und den Wandel vorantreiben. Sie bringen Menschen netzartig zusammen und sind für das Gelingen der Zusammenarbeit verantwortlich.</li>
</ul>
<p>Diese Professionals müssen nach Herrn Dueck in einem Umfeld agieren, in dem eine gesunde Balance zwischen Kooperation und Wettbewerb notwendig ist (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coopetition">Coopetition</a>). Darüber hinaus sagt er, es finde eine Verschiebung von Werten statt. Die Arbeitswelt leiste noch erheblichen Widerstand gegen die Umbrüche, die das Internet mit sich bringt, gegen die Vorstellungen der Digital Natives. Die würden sich unter anderem dadurch auszeichnen, dass sie Dinge einfach ausprobieren, zügig entscheiden und bei Fehlschlägen einfach von vorne anfangen. Scheitern sei keine Schande &#8211; erinnert das noch jemanden an die <a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php?title=Benutzer:Jeanpol/Folie_3">Neuronenmetapher</a> von <a href="http://jeanpol.wordpress.com/">Jean-Pol Martin</a>, die den Unterricht nach <a href="http://www.olivertacke.de/tag/ldl/">LdL</a> charakterisieren könnte? Die Digital Immigrants kämen damit aber nicht so gut zurecht. Der Vollständigkeit halber weise ich hier auf eine etwas andere Unterteilung von <a href="http://twitter.com/#!/daveowhite">David White</a> hin, in <a href="http://tallblog.conted.ox.ac.uk/index.php/2008/07/23/not-natives-immigrants-but-visitors-residents/">Digital Residents und Digital Visitors</a>. Die hat etwa auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kruse">Peter Kruse</a> auf einem <a href="http://netzpolitik.org/2010/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/">Vortrag auf der re:publica 2010</a> benutzt.</p>
<p>Soweit das Vorgeplänkel. Was soll nun diese Professionals ausmachen? Sie sollen die Fähigkeit haben, etwas Erstklassiges zu erschaffen. Sie sollen professionell intelligent sein.</p>
<p><strong>Professionelle Intelligenz</strong></p>
<p>Unter professioneller Intelligenz versteht Herr Dueck weit mehr als das, was man landläufig mit einem IQ-Test misst. Der prüft nämlich nur so etwas wie Sprachkompetenz, Merkfähigkeit und logisches Denken. Bisher war der ermittelt Wert, der IQ, wohl recht gut mit Leistung in der Schule oder dem Erfolg im Beruf korreliert, aber das ändere sich gerade. Es wird künftig und auch schon jetzt viel mehr gefordert: Einfallsreichtum, Phantasie, Sinnstiftung, Teamfähigkeit, Führungsstärke, usw. Das hat mit dem IQ nicht mehr viel zu tun.</p>
<p>Nach Herrn Dueck bedarf es einer ganzheitlich entwickelten, maßvollen professionellen Intelligenz, die sich aus verschiedenen Teilintelligenzen zusammensetzt (<em>pragmatisch</em> hergeleitet, <em>nicht streng wissenschaftlich</em>):</p>
<ul>
<li>IQ &#8211; die normale Intelligenz des Verstandes: Planen, Ordnen, Formulieren, usw.</li>
<li>EQ &#8211; die emotionale Intelligenz des Herzens und der Zusammenarbeit, wie man sie etwa von Daniel Goleman kennt: andere verstehen, Teamfähigkeit, usw.</li>
<li>VQ &#8211; die vitale Intelligenz des Instinktes und des Handelns: Durchsetzungsfähigkeit, Bauchgefühl, Risiken eingehen, &#8230;</li>
<li>AQ &#8211; die Intelligenz der Sinnlichkeit (a<em>ttraction</em>) und der instinktiven Lust und Freude: Sinn für Schönheit, Ästhetik, Verzauberung, etwas an den Mann/die Frau bringen können, usw.</li>
<li>CQ &#8211; die Intelligenz der Kreation (c<em>reation</em>) oder der intuitiven Neugier: Liebe zu Innovation, entfesseltes Denken, usw.</li>
<li>MQ &#8211; die Intelligenz der Sinnstiftung (meaningfulness) und des intuitiven Gefühls: Sinn für ethisch Wertvolles, weltrettende Konzepte, Ehrenamtlichkeit, usw.</li>
</ul>
<p>Ganzheitlich entwickelt, weil unterschiedliche Berufe zwar durchaus mehr oder weniger Wert auf eine der Teilintelligenzen legen, aber alle notwendig sind, um wirklich professionell zu sein und eine hohe Stufe des Kennens und Könnens zu erreichen. Maßvoll entwickelt deshalb, weil eine zu starke Ausprägung störende Folgen haben kann. Ein zu hoher IQ mag zu Besserwisserei führen. Ein zu hoher EQ macht möglicherweise anfällig dafür, ausgenutzt zu werden. Ein zu hoher VQ kann Rücksichtslosigkeit oder Machtgier auslösen, &#8230;</p>
<p>Erst diese ausgewogene Zusammenspiel stelle sicher, dass professionelles Arbeiten gelingt. Stattdessen werde oft nur so getan als ob. Empathie werde beispielsweise im Supermarkt Kaufland dadurch suggeriert, dass die Mitarbeiter nach dem Kassieren fragen: &#8220;War alles in Ordnung?&#8221; Das machen die wirklich! Allerdings spürbar mechanisch lustlos. Ich habe mich da schon häufiger gefragt, welcher Manager sich das ausgedacht hat und wirklich glaubt, die Leute fänden das authentisch und überzeugend. Das scheinen die inzwischen allerdings sogar gemerkt zu haben, und wie sieht ihre Lösung aus? Damit das nicht so auffällt, wird man neuerdings alternativ auch gefragt: &#8220;Haben Sie alles gefunden?&#8221;</p>
<p>Das gibt es aber auch anderswo, davon habe ich kürzlich im Sammelband <a href="http://www.gabler.de/index.php;do=show_book/book_id=23990">Das Internet der Zukunft</a> berichtet. Viele Unternehmen haben ja Schwierigkeiten damit, mit dem<em> seltsamen</em> Verhalten von Kunden im Internet umzugehen. Es wird dann nach Rezept der Marketing-Literatur das <em>Instrumentarium neu justiert</em>, die Unternehmenskommunikation <em>dialogisch angelegt</em> und vielleicht ein Twitter-Konto eröffnet, aber wirklich zugehört wird dort niemandem. Der IQ ist offenbar da, aber an der Einstellung hat sich dennoch nichts geändert. Der EQ fehlt trotzdem und all die Maßnahmen laufen ins Leere oder lindern höchstens kurzzeitig die Symptome des Problems.</p>
<p><strong>Woher nehmen?</strong></p>
<p>Den Ansatzpukt auf dem Weg zur Professionalität sieht Herr Dueck im gesamten Bildungssystem, angefangen bei den Eltern über den Kindergarten, die Schule und die Universität bis hin zur betrieblichen Weiterbildung. Lernen werde lediglich als Verbesserung des IQs verstanden, der Rest solle halt irgendwie von allein mitwachsen oder durch Ratgeber mit Titeln wie <em>Vital und überzeugend in 14 Tagen </em>oder Zwei-Tages-Seminare für Führungskräfte vermittelt werden. Das geht nicht!</p>
<p>Und nun wird das Buch auf den ersten Blick so etwas wie ein Heimspiel für die vielen lieben Menschen, die ich auf den <a href="http://educamp.mixxt.de/" target="_blank">EduCamps</a> kennenlernen durfte (warum das nicht ganz so ist, erkläre ich weiter unten). Das Bildungssystem müsse weg von Gleichschritt-Lehrplänen im Frontalunterricht oder uninspirierter Gruppenarbeit. Weg von Einheitsprüfungen für alle. Im Grunde werde dadurch nur der IQ gestärkt und geprüft, vorwiegend als Wissen. Für den übrigen Teil fühle sich aber niemand verantwortlich.</p>
<p>Unternehmen wüssten etwa, dass sie ihre Mitarbeiter beruflich auf der Höhe der Zeit halten müssen und diese eben nicht wie selbstverständlich die vielbeschworenen Schlüsselqualifikationen alle mitbringen. Es würden allerdings so etwas wie Professionalität nur als Ziel vorgegeben, ohne die dafür notwendigen Ressourcen zu lassen.</p>
<p>Auch an Schulen und Universitäten sei vor allem ein Kulturwandel notwendig, in dessen Folge viele eine ganz andere Rolle einnehmen müssten und das vielleicht gar nicht können.</p>
<blockquote><p>Professionelle Bildung schafft eine Kultur des Gelingens. (S. 189)</p></blockquote>
<p>Es geht um das individuelle Coachen und Fördern. Das ist natürlich schwieriger &#8211; dafür muss man ja selbst erst einmal ausreichend professionell sein. Und das kostet Zeit. Diese Zeit könnte man sich aber mit dem Internet verschaffen.</p>
<p>Wieso sollten sich die Lernenden den Stoff nicht zu Hause selbst aneignen, mit Podcasts, Videos (vielleicht sogar <a href="http://www.olivertacke.de/2011/07/02/lets-hang-out-for-learning/" target="_blank">gemeinsam per Hangout</a>), <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/Unternehmensplanspiel-Software" target="_blank">Planspiele für den Wirtschaftsunterricht</a>, &#8230; In der Lehrveranstaltung bleibt dann Zeit zum Diskutieren und individuellen Coachen. In dieser Art macht da ja zum Beispiel Christian Spannagel mit seinen <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2011/08/07/die-umgedrehte-mathematikvorlesung/" target="_blank">umgedrehten Mathematikvorlesungen</a>.</p>
<p>Das Problem sieht Herr Dueck aber darin, dass solche Initiativen zu verstreut sind, um große Wirkung zu entfalten. Jeder macht sein eigenes Ding, es gibt Dinge doppelt, dafür fehlen andere, usw. Er wünscht sich eine zentrale Online-Plattform, auf der ganz viele verschiedene Inhalte in unterschiedlichsten Darbietungsformen angeboten werden können, damit sich jeder das wählen kann, was ihm am besten liegt.</p>
<p>Ein anderes Problem seien die vielen Vorbehalte, die es gibt. Das Internet werde immer noch häufig eher als Gefahr gesehen denn als Chance. Experten sähen ihre hierarchische Stellung in Gefahr: Die Lernenden würden nicht mehr in den wenigen anerkannten Quellen lesen, die ihnen eine Autorität empfohlen hat (vielleicht die eigenen). Sie würden vielmehr nach vielen Lehrmeinungen surfen und sich eine eigene bilden &#8211; und womöglich unbequeme Fragen stellen. Vielleicht will man ja auch gar keine selbständig denkenden Menschen, sondern doch lieber brav gehorchende, austauschbare Mitarbeiter.</p>
<p><strong>Was getan werden muss</strong></p>
<p>Es bringe gar nichts zu streiten, ob Menschen von Natur aus nun die arbeitsscheuen Faulen sind oder die freudig Strebsamen, das führe nicht weiter. Vielmehr schlägt Herr Dueck ausgehend von seinen Ausführungen eine <em>Theorie P</em> vor, eine Vorstellung dessen, wie alle Menschen sein sollten. Wohlgemerkt, nicht dass alle von Natur aus so seien oder restlos alle so werden könnten, aber dass dies ein erstrebenswertes Ideal sein könnte, auf das man hinarbeiten kann. Die Professionellen sollten den weniger Professionellen helfen, denn auch der Commodity-Bereich trägt zum großen Ganzen bei! Der Übergang zur Theorie P erfordere ein Umdenken hin zur Berücksichtigung aller Teilintelligenzen, viel Rückmeldung, individuelle Betreuung und eine persönliche Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden (finde, das ist kompatibel mit dem, was <a href="http://www.gerald-huether.de/">Gerald Hüther</a> unter Supportive Leadership versteht; dass Herr Dueck fast immer von Gelingen spricht statt von Erfolg haben, spricht ebenfalls dafür).</p>
<blockquote><p>Die Neugier wird durch den strengen Lehrplan stark beschränkt. Man erwartet allerdings, dass alle Kinder neugierig auf das sind, was der Lehrplan bietet &#8211; alles andere wird untersagt. [...] Neugier ist Leidenschaft für das Unerwartete! Nicht Pflicht zum Interesse für Vorgekautes. (S. 238)</p></blockquote>
<p>Diejenigen, die schon seit einiger Zeit Vorschläge in diese Richtung machen, speziell mit Blick auf das Internet, mahnt Herr Dueck jedoch zur Vorsicht. Als <em>Early Adopter</em> begingen sie den Fehler, ihre eigenen Ideen gleich zum allgemeinen Standard der Zukunft erheben zu wollen &#8211; blind für Anderes. Die eigentlich aufgeschlossene Mitte werde durch so viele verschiedene Vorschläge überfordert, ihre Einwände abgewiegelt und sie damit verprellt. Vielleicht fehlt es an AQ? Diese pragmatische Mitte müsse aber mitziehen, sonst würden die kategorischen Ablehner erst recht nie einlenken.</p>
<p>Die Internetgemeinde bloggte und twitterte zwar, aber eigentlich blieben sie doch irgendwie unter sich. Die Leute müssten aber rausgehen und Verantwortung übernehmen, etwas tun oder wenigstens im realen Leben predigen. Eben: &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=rpSuOlfGeVE" target="_blank">A little less conversation a little more action</a>&#8220;. Ich glaube allerdings auch, an vielen Stellen passiert tatsächlich schon manches Spannende. Und vielleicht kann <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/learntec20" target="_blank">ich ja auf der LEARNTEC</a> im kommenden Jahr auch noch ein wenig predigen.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Mir hat das Buch gefallen, aber das könnte auch einfach daran liegen, dass viel davon meine eigene Sichtweise widerspiegelt. Einigen wird das Buch zu vereinfachend sein. Ich würde sagen, es ist pragmatisch und schlicht an ein breiteres <em>normales</em> Publikum gerichtet &#8211; das normal meine ich hier gar nicht abwertend, im Gegenteil. Wer es tiefgehender mag, findet aber in älteren Büchern von Herrn Dueck auch noch mehr Unterfütterung seiner Thesen.</p>
<p>Was ich auch schön finde: Das Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. Auch wenn es unterhaltsam ist, behandelt es ein ganz wichtiges und ernstes Thema. Was bringe ich denn selbst an Teilintelligenzen mit? Da würde ich selbst klar einige Defizite diagnostizieren und an anderer Stelle ein wenig zu viel des Guten. So richtig professionell würde ich mich da selbst wirklich nicht einstufen.</p>
<p>Der Beitrag ist nun ganz schön lang geworden, aber im Buch steht wirklich noch viel mehr! Ich würde es noch einmal kaufen. Und das mache ich auch, ich werde zum nächsten <a href="http://educamp.mixxt.de/" target="_blank">EduCamp in Bielefeld</a> (18.11.-20.11.) einfach noch ein Exemplar mitbringen und dort irgendwie an die Frau oder den Mann bringen, bei der/dem ich meine, es fällt auf fruchtbaren Boden.</p>
<p>Danke für&#8217;s Durchhalten bis zu dieser Stelle.</p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1098&amp;md5=12567503e9bba06c80b1bf4bfe47781f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weltverbesserung mit BWL</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/06/14/weltverbesserung-mit-bwl/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 17:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag habe ich zur Frage geblogged, ob der Kaukasus-Leopard bei seiner geringen Verbreitung überhaupt noch eine Chance auf&#8217;s Überleben hat. Zu dieser Frage können nicht nur Biologen etwas beisteuern, sondern etwa auch Informatiker, indem sie das Ökosystem modellieren und simulieren und so Aufschluss darüber geben können, welche Maßnahme am dringendsten ist oder am meisten Erfolg [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag habe ich zur Frage geblogged, ob der <a href="http://www.olivertacke.de/2011/06/12/gibt-es-eine-chance-fur-den-kaukasus-leoparden/">Kaukasus-Leopard</a> bei seiner geringen Verbreitung überhaupt noch eine Chance auf&#8217;s Überleben hat. Zu dieser Frage können nicht nur Biologen etwas beisteuern, sondern etwa auch Informatiker, indem sie das Ökosystem modellieren und simulieren und so Aufschluss darüber geben können, welche Maßnahme am dringendsten ist oder am meisten Erfolg verspricht. Oder Politologen und Soziologen, indem sie die Gesellschaftsstrukturen und -prozesse im Kaukasus untersuchen und mit entsprechenden Programmen die Menschen einbeziehen.</p>
<p>Warum sollten nicht auch Betriebswirte etwas dazu beitragen können? Warum sollten sie den WWF beispielsweise nicht darin unterstützen, Projekte zu begleiten, Kostenpläne zu erstellen, die Logistik für Kampagnen zu managen oder Marketingstrategien zu erarbeiten? Und so fänden sich sicher viele Probleme in der Praxis &#8211; außerhalb von Unternehmen &#8211; an deren Lösung auch Kaufleute mit ihrem Wissen mitwirken könnten.</p>
<p>Anfang des Jahres sprach der ehemalige Bundeskanzler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt">Helmut Schmidt</a> zu dem Thema und betonte die Verantwortung der Forschung im 21. Jahrhundert, die sich angesichts der Menschheitsprobleme ergäbe. Wissenschaft sei &#8220;eine zur sozialen Verantwortung verpflichtete Erkenntnissuche&#8221; <a href="#1">[1]</a>. Etwas philosophischer betrachtet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Carrier">Martin Carrier</a> die Frage nach den Werten in der Wissenschaft und kommt zu seinem persönlichen Schluss, dass abseits der methodischen Objektivität eine ethische Perspektive notwendig sei, in deren Folge sich Forscher auch mit den gesellschaftlichen Konsequenzen ihrer Arbeit auseinandersetzen sollten <a href="#2">[2]</a>.</p>
<p>Es gibt in der Praxis so viele <em>bedeutende</em> (subjektiv, ich weiß) Probleme, zu deren Lösung auch Wirtschaftswissenschaftler beitragen können. Man muss nur mal eine Tageszeitung aufschlagen, um einen ersten Eindruck zu erhalten; danach bedarf es nur etwas Phantasie. Speziell für die Wirtschaftsinformatik diskutiert beispielsweise Urgestein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Mertens">Peter Mertens</a> deren gesellschaftliche Rolle und führt auch Umweltschutz, Aus- und Weiterbildung oder Lebensstandards der Bevölkerung als relevante Bereiche des Fachs an <a href="#3">[3]</a>. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gary_Hamel">Gary Hamel</a>, in der Wirtschaftswelt kein ganz Unbekannter, ist der Ansicht, dass Betriebswirte sich mit Fragen wie &#8220;Warum sollten so viele Menschen in uninspirierenden Unternehmen arbeiten?&#8221; oder &#8220;Warum sollten Manager ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht begrüßen statt ihr aus dem Wege zu gehen?&#8221; zu beschäftigen haben <a href="#4">[4]</a>. Geld verdienen zu wollen, ist nichts Verwerfliches, aber man sollte die Umstände im Auge behalten. Und auch Forschung findet nicht in einem vom Umfeld isolierten System statt.</p>
<p>Was bedeutet das für mich und meine Arbeit? Ich selbst beschäftige mich in meiner Dissertation mit <a href="http://www.olivertacke.de/2011/05/10/mein-85-expose-lernen-durch-lehren-in-der-betrieblichen-weiterbildung/">Lernen durch Lehren (LdL) in der betrieblichen Weiterbildung</a>. Unternehmen könnten vom Einsatz des Konzepts profitieren (ob und wie, versuche ich einzugrenzen), aber besonders auch die Lernenden. Es geht bei LdL halt nicht nur darum, fachlich weiterzukommen, sondern sich über seinen Job hinaus auch selbst als Persönlichkeit zu entwickeln. Das verbuche ich unter einem gesellschaftlich bedeutsamen Aspekt. Der Gedanke der <em>Weltverbesserung im Kleinen</em> ist bei LdL <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2008/05/06/4/">im Prinzip fest eingebaut</a>.</p>
<p>Wenn nun künftig Studierende von mir bei ihrer Abschlussarbeit betreut werden möchten, werden sie sich stets um solche Dinge Gedanken machen müssen. Ich werde auch solche Themen bevorzugt annehmen, die konkret einen klaren <em>größeren</em> Nutzen erkennen lassen &#8211; sei es die Personalführung in ehrenamtlicher Einrichtungen zu untersuchen oder Strategien für Non-Profit-Organisationen zu entwerfen.</p>
<p><strong>Zum Weiterlesen</strong></p>
<p><a name="1">[1]</a> Schmidt, Helmut (2011): Verantwortung der Forschung im 21. Jahrhundert, URL: <a href="http://www.mpg.de/990353/Verantwortung_der_Forschung ">http://www.mpg.de/990353/Verantwortung_der_Forschung</a> (zuletzt abgerufen am 13.06.2011).</p>
<p><a name="2">[2]</a> Carrier, Martin (2011): <a href="http://www.spektrum.de/artikel/1057480">Werte in der Wissenschaft</a>, in: Spektrum der Wissenschaft, 34. Jg., Nr. 2, S. 66-70.</p>
<p><a name="3">[3]</a> Mertens, Peter (2011): <a href="http://www.wirtschaftsinformatik.de/index.php;do=show/site=wi/sid=94db523d72f0f958a8bc2e94e6cc7bdc/alloc=12/id=2798">Zur gesellschaftlichen Bedeutung der Wirtschaftsinformatik</a>, in: Wirtschaftsinformatik &amp; Management, 3. Jg., Nr. 1, S. 32-38.</p>
<p><a name="4">[4]</a> Hamel, Gary (2009): <a href="http://hbr.org/2009/02/moon-shots-for-management/ar/1">Moon Shots for Management</a>, in: Harvard Business Review, 87. Jg., Nr. 2, S. 91-98.</p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1040&amp;md5=5a48a37fe42f5017b1caf16fb0448480" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>BetriebswirtschaftsLEHRE 2.0</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/05/11/betriebswirtschaftslehre-2-0/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 12:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BWL]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Schlagwort Enterprise 2.0 wird gerade viel diskutiert und geforscht: Was bedeuten soziale Medien für Unternehmen? Lassen sich innerbetriebliche Strukturen und Prozesse damit verbessern? Wie ändert sich die Unternehmenskommunikation nach außen? Oder vielleicht: Warum ändert sie sich nicht? Brauchen Unternehmen einen Chief Listening Officer, damit den Kunden auch mal wirklich zugehört wird (Anleihe bei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.campuseducation.de/index.php?id=2923#c5908"><img class="alignright size-medium wp-image-926" title="campuseducation" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2011/05/campuseducation-211x300.png" alt="" width="211" height="300" /></a>Unter dem Schlagwort Enterprise 2.0 wird gerade viel diskutiert und geforscht: Was bedeuten soziale Medien für Unternehmen? Lassen sich innerbetriebliche Strukturen und Prozesse damit verbessern? Wie ändert sich die Unternehmenskommunikation nach außen? Oder vielleicht: Warum ändert sie sich nicht? Brauchen Unternehmen einen <em>Chief Listening Officer</em>, damit den Kunden auch mal wirklich zugehört wird (Anleihe bei <a href="http://www.tu-braunschweig.de/wi2/team/fricke">Gerald Fricke</a>)?</p>
<p>Darum soll es in diesem Blogbeitrag NICHT gehen <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Aber vielleicht kann man dieses ominöse <em>Web 2.0</em> ja auch gewinnbringend in der Hochschullehre einsetzen, speziell in betriebswirtschaftlichen Fächern: <a href="http://www.tu-braunschweig.de/wi2/team/perl">Alexander Perl</a> und ich haben dazu Erfahrungen gesammelt, die wir <a href="http://www.campuseducation.de/index.php?id=2923#c5908">am 29.07. in einem Workshop</a> mit Interessierten teilen werden. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir die Außenwelt an der einen oder anderen Stelle auch direkt einbinden können &#8211; falls ihr euch also den Termin vormerken möchtet <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=924&amp;md5=2674f70608edec84fc67787c1a81db60" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mein 85%-Exposé: Lernen durch Lehren in der betrieblichen Weiterbildung</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2011/05/10/mein-85-expose-lernen-durch-lehren-in-der-betrieblichen-weiterbildung/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 14:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BWL]]></category>
		<category><![CDATA[Dissertation]]></category>
		<category><![CDATA[LdL]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Was macht eigentlich die Diss?&#8221; &#8211; die böse Frage&#8230; Es geht tatsächlich voran, es gibt ein Exposé. Es stammt im Wesentlichen schon von Anfang des Jahres, und inzwischen war ich auch nicht faul und bin ein Stückchen weiter, doch präsentiert habe ich es noch nicht. Ich bin mit dem Exposé selbst noch nicht vollständig zufrieden; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was macht eigentlich die Diss?&#8221; &#8211; die böse Frage&#8230; Es geht tatsächlich voran, es gibt ein Exposé. Es stammt im Wesentlichen schon von Anfang des Jahres, und inzwischen war ich auch nicht faul und bin ein Stückchen weiter, doch präsentiert habe ich es noch nicht.</p>
<p>Ich bin mit dem Exposé selbst noch nicht vollständig zufrieden; es ist sicher höchstens zu 85% gelungen, aber das genügt mir zum weiterarbeiten. Schließlich wurde von <a href="http://www.omnisophie.com/">Gunter Dueck</a> überliefert, dass <a href="http://twitter.com/#!/schb/statuses/28161044916473856">eine Wohnung auch höchstens zu 85% sauber sein sollte</a> &#8211; darüber hinaus wird es ungemütlich. <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Also übt bitte Nachsicht beim Zerpflücken.</p>
<p><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2011/05/Expose-110510-OLT.pdf">Exposé: Lernen durch Lehren in der betrieblichen Weiterbildung</a></p>
 <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=890&amp;md5=ef69a19e3137ec02105b1ddf23f93b55" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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