Was fällt euch zu „Project Agamotto“ ein? #H5P

Project Agamotto? Was soll das nun wieder sein? Vor rund zwei Wochen ist der H5P-Inhaltstyp Image Juxtaposition erschienen. Damit lassen sich per Wischen beispielsweise zwei Bilder vergleichen. Im H5P-Forum hat nun jemand die Bitte geäußert, mehr als zwei Bilder unterbringen zu können. Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, wie das mit der bestehenden Benutzerschnittstelle funktionieren soll, aber daraus ist die Idee für einen neuen Inhaltstyp entstanden.

Sketch zu einem möglichen H5P-Inhaltstyp namens Agamotto

Was soll man damit machen können? Angenommen, ihr habt eine Folge von Bildern, die ihr vorstellen möchtet:

  • Fotos eurer Capsule Wardrobe für verschiedene Jahreszeiten
  • Mikroskopproben in 10-facher, 20-facher, 50-facher und 100-facher Vergrößerung
  • Politische Landkarten von Europa im Zeitverlauf
  • Schematische Zeichnungen eines Fahrzeugs in mehreren Schichten
  • Bildschirmfotos zum Fortschritt eurer Bauwerke bei Minecraft

Beim Aufrufen des Inhaltstyps würde das erste Bild der Sequenz angezeigt werden. Mit einem unter dem Bild angebrachten Schieberegler könntet ihr von Bild zu Bild wechseln. Der Wechsel ließe sich beispielsweise durch Überblenden auch sanft darstellen. Optional könnten zu jedem Bild in einem Textfeld auch erklärende Worte hinzugefügt werden. Aus mir nicht näher erklärbaren Gründen habe ich diesem denkbaren Inhaltstyp den Codenamen Agamotto gegeben 🙂

Was meint ihr? Welche Ideen gehen euch dazu durch den Kopf? Wie würdet ihr den Inhaltstyp einsetzen? Was für Funktionen könntet ihr euch dazu noch vorstellen?

Vorher, nachher, H5P

Der H5P Content Type Hub steht in den Startlöchern, und selbst einen „Inhaltstyp“ zu erstellen, ist gar nicht so kompliziert. Dokumentation zum Einstieg gibt existiert, und auch ein Video. Ich habe mir den freien Quelltext von Juxtapose geschnappt, und mit ein wenig Drumherum von mir gibt es bereits ein funktionieren neuen Inhaltstyp für H5P. Ich werde noch Fehler ausmerzen, den Code noch aufräumen und die Benutzeroberfläche etwas anpassen, und dann erwartet euch so etwas hier …

Wer es gar nicht mehr erwarten kann, darf sich natürlich wie gewohnt auch bereits bei github bedienen

Habe ich Wikingerblut in mir?

Wissenschaft ist so eine tolle Sache 🙂 Vor ein paar Jahren habe ich über 23andMe mal meine DNA analysieren lassen und damals schon kurz darüber berichtet. Der Dienst wurde jetzt kürzlich überarbeitet. Da es neue Erkenntnisse gibt, lohnt sich vielleicht ein erneuter Blick.

„The Northerners will never forget.“

Leider hat 23andMe beim seiner Umstellung die Gesundheitssparte für NichtamerikanerInnen wohl streichen müssen. Die genealogischen Sachen sind aber auch nicht ohne. Neu ist beispielsweise eine Aufschlüsselung, die zeigt, woher wann welche Vorfahren stammen. Sie ist zu lesen als „Du hattest sehr wahrscheinlich einen Vorfahren, der/die zu 100 % aus dem angezeigten Gebiet stammt und zwischen X und Y geboren wurde.“

Zeitstrahl mit genetischer Herkunft

Spannend, oder? Von Biologie habe ich zwar kaum eine Ahnung, aber ich bin wissenschaftlich vorbelastet. Ich hinterfrage das wenigstens, wie ich es auch schon bei den Gesundheitsergebnissen getan habe. Passt aber tatsächlich ebenfalls ins Bild. Gehen wir das doch chronologisch durch.

Der Osten

Der zeitlich am nächsten liegende Block ist zwischen 1860 und 1920 in Osteuropa. Bingo! Meine Großmutter mütterlicherseits wurde 1920 in Tilsit geboren (heute Sowetsk in Russland), genau wie ihre Eltern. Mein Großvater mütterlicherseits stammt aus Breslau, und dessen Eltern aus Dresden und Nimptsch (heute Niemcza in Polen). Damit erschöpft sich allerdings die genauere Kenntnis über die Herkunft meiner Verwandten. Es wird ab jetzt also spekulativ. Wo etwa der Balkan vor rund 200 Jahren herkommt: Keine Ahnung.

Die Inseln

Wegen der roten Haare in meinem Bart habe ich bereits gemutmaßt, dass ich womöglich irische/schottische Vorfahren habe. Vielleicht ist sogar meine Vorliebe für Irish Pubs genetisch bedingt? 😉 Wäre nach obiger Abbildung schlüssig. Dazu passt auch meine Spekulation zur Herkunft meines Nachnamens. Die geben häufig Berufsbezeichnungen wieder, aber für Tacke fällt mir im Deutschen nichts ein. Im Englischen existiert aber der ähnlich klingende Nachname Tucker. Der bezeichnet eine Person, die Stoffe walkt (auf Deutsch wiederum ein „Tucher“). Womöglich gab es eine Lautverschiebung, Transkription, Schriftstückverfälschung oder etwas Ähnliches. Da könnte ich fündig werden, wenn ich in meiner Historie väterlicherseits grabe.

Der Norden

Weiter zurück geht es dann nach Skandinavien. Offenbar stammte ein Teil meiner Vorfahren über mehrere Generationen hinweg aus den kalten nördlicheren Gefilden. Darf ich nun behaupten, ich hätte vielleicht Wikingerblut in meinen Adern? 😉 Noch weiter zurück geht es spezifischer in Richtung Finnland und sogar bis ins tiefste Sibirien nach Jakutien. Da verrät mir eine andere Übersicht aber, dass die beiden letzten Gebiete in meiner DNA zusammen nur noch einen Anteil von 0,5 % haben. Mit 53,3 % haben wohl klar die nordwesteuropäischen Gene die absolute Mehrheit. In Westeros hätte ich vermutlich Haus Stark gedient. 😀

Der kleine Maschinenlerningenieur

Am 22. Januar habe ich mit dem Abschlussprojekt für meine „Machine Learning Engineer Nanodegree“-Fortbildung bei Udacity begonnen. Am Dienstag habe ich abgegeben, und am Mittwoch hatte ich bereits die Bestätigung: Passt! Viel Rückmeldung gab es diesmal leider nicht. Für mich sah es so aus, als wäre die begutachtende Person nur mal drüber geflogen. Gerade da ich von vorne bis hinten beim Abschlussprojekt alles selbst gemacht habe, hätte ich mich über Verbesserungsvorschläge und Hinweise auf Wissenslücken jenseits meiner eigenen Erkenntnis gefreut. Schade.

Lernkurven aus einem Projekt zum Maschinenlernen

Eine Visualisierung einiger meiner Ergebnisse

Ich habe nun nachträglich noch ein wenig gefeilt und einen Report als Mischung meiner schriftlichen Ausarbeitung und meines Quelltextes erstellt. Letzterer wäre definitiv noch überarbeitungsbedürftig, aber für Udacity scheint es gereicht zu haben. Falls ihr reinschauen wollt, findet ihr den Report zum Herunterladen und alle weiteren Inhalte wie bereits von Anfang an auf github.

Weiter geht’s übrigens direkt mit dem Kurs „Maschinelles Lernen“ vom Hasso-Plattner-Institut. Und nun habe ich auch wieder Zeit für H5P …

Die Thesen von Barry Schwartz im #FlowMOOC17

Vorgestern habe ich bereits vom #FlowMOOC17 und dessen „Pre-Show-Party“ berichtet. Es gab noch eine zweite Anregung, was man im Vorfeld tun könne. Man könne das folgende Video schauen und anhand von zwei Fragen die eigenen Gedanken dazu festhalten.

Was halten Sie von Barry Schwartz‘ Thesen?

Nachvollziehbar, aber für mich auch nicht ganz neu. Wer beispielsweise BWL studiert hat, sollte auch an so etwas wie „Menschenbildern“ und „Organisationslehre“ vorbeigekommen sein. Dort könnte man mitgenommen haben, dass die Gestaltung eines sozialen Systems auch Einfluss auf dessen Mitglieder hat. Klingt komplizert? Einfacher hat es Gunter Dueck in seinem Buch Professionelle Intelligenz beschrieben. Seit Jahrhunderten stritten sich Leute schon darum, was das Wesen der Menschen ausmache. Sind sie grundsätzlich faul und müssen zur Arbeit „gezwungen“ werden? Sind sie komplett von innen heraus motiviert? Ein fruchtloser Streit. Man könne alternativ schlicht überlegen, wie ein anzustrebende Ideal aussehen könne. Danach könnte man etwa sein Unternehmen so gestalten, dass das Erreichen dieses Ideals unterstützt werde.

Welche Konsequenzen hat das für die Arbeit?

So vage wie das Video, so vage ist meine Antwort. Es lohnt sich zu hinterfragen, welche Annahmen über Menschen der Gestaltung eines Arbeitsumfeldes zugrunde liegen. Danach sieht man vielleicht klarer — als Unternehmen wie als ArbeitnehmerIn. Könnte sein, dass sich die Arbeit dann ändert.