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	<title>olivertacke.de &#187; Politik</title>
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	<description>nur noch ein Blog</description>
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		<title>Dreimal WikiLeaks</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 16:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Samstag habe ich mir die drei bisher verfügbaren Bücher über WikiLeaks aus dem deutschsprachigen Raum gekauft und nun gelesen. Dabei bin ich gewissermaßen "von innen nach außen" vorgangen und rezensiere nun ganz kurz.

inside WikiLeaks

Den Anfang machte inside WikiLeaks von Daniel Domscheit-Berg. Der ehemalige Sprecher der Organisation, der im Herbst 2010 ausgestieg, berichtet darin ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Samstag habe ich mir die drei bisher verfügbaren Bücher über WikiLeaks aus dem deutschsprachigen Raum gekauft und nun gelesen. Dabei bin ich gewissermaßen &#8220;von innen nach außen&#8221; vorgangen und rezensiere nun ganz kurz.</p>
<p><strong>inside WikiLeaks</strong></p>
<p>Den Anfang machte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inside_WikiLeaks" target="_blank">inside WikiLeaks</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Domscheit-Berg" target="_blank">Daniel Domscheit-Berg</a>. Der ehemalige Sprecher der Organisation, der im Herbst 2010 ausgestieg, berichtet darin von der aus seiner Sicht gefährlichsten Website der Welt. Seine Erzählung beginnt damit, wie er auf WikiLeaks aufmerksam wurde und in einem Chat seine Unterstützung anbot. Die wurde angenommen, er lernte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange" target="_blank">Julian Assange</a> kennen und wurde offenbar ein tragendes Mitglied. Im weiteren Verlauf berichtet Herr Domscheit-Berg einerseits davon, welche interessanten Erfahrungen er gemacht hat. Andererseits schildert er allerdings auch, wie sich WikiLeaks seiner Meinung nach immer mehr von den ursprünglich angestrebten Zielen und eigenen Prinzipien entfernte und er schließlich seinen Hut nahm und die Gruppe verließ.</p>
<p>Das Buch ist durchaus spannend, weil es Einblicke in die Organisation von WikiLeaks erlaubt und Einzelheiten ans Licht bringt, die bisher im Verborgenen lagen. So sei etwa die Größe der Organisation maßlos übertrieben worden und die IT-Infrastruktur zunächst ein Witz gewesen. Auch das vielschichtige Wesen von Julian Assange wird näher beleuchtet und es werden neue Details zutage gefördert. Der Gesamteindruck wird meiner Ansicht aber etwas getrübt durch die &#8220;Beziehungskiste&#8221;: Das Buch kommt mir zwar nicht wie eine Abrechnung mit einem ehemaligen Freund vor, aber irgendwie schlägt doch immer wieder so etwas wie ein vorwurfsvoller und unnötiger Jammerton durch, den man eher in einer Klatschzeitung vermutet hätte.</p>
<p><strong>Staatsfeind WikiLeaks</strong></p>
<p>Die SPIEGEL-Redakteure Marcel Rosenbach und Holger Stark schildern <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?mid=1&amp;serviceAvailable=true&amp;showpdf=false&amp;edi=372750#tabbox">in ihrem Buch</a> zunächst die Kindheit von Julian Assange und gehen auch auf die <a href="http://www.ccc.de/de/hackerethics" target="_blank">Hintergründe des Hackertums</a> und der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cypherpunk" target="_blank"> Cypherpunks</a> ein. Erst danach widmen sie sich wirklich WikiLeaks und beschreiben die Entstehung der Organisation, wichtige Stationen und schließlich die politische und rechtliche Jagd auf Assange. Über diese Dokumentation hinaus diskutieren die beiden Redakteure beispielsweise Fragen nach höchstmöglicher Transparenz von Staaten oder die Rolle der Medien und des investigativen Journalismus.</p>
<p>Bei ihren Recherchen haben Rosenbach und Stark sich nicht nur auf schriftliche Quellen verlassen, sondern zusätzlich auch Interviews mit verschiedenen Beteiligten geführt, um ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten. Und das ist meiner Ansicht nach gelungen. Das Buch liest sich ausgezeichnet, ist ausgewogen und liefert auch denjenigen noch neue Informationen, die sich schon näher mit WikiLeaks beschäftigt haben. Mein einziger Kritikpunkt wäre, dass bei den Quellennachweisen bei Online-Werken nicht gleich die zugehörigen Links angegeben wurden &#8211; vielleicht recherchiere ich die bei Gelegenheit mal und stelle sie zur Verfügung.</p>
<p><strong>WikiLeaks und die Folgen</strong></p>
<p>Bei <a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/wikileaks_und_die_folgen-_6170.html" target="_blank">WikiLeaks und die Folgen</a> handelt es sich um einen Sammelband, der Einzelbeiträge verschiedener Autoren zur verschiedenen Oberthemen umfasst. So spannt sich das Buch von den Hintergründen über das Internet und die Medien bis hin zu Fragen der Diplomatie und der Demokratie und liefert recht unterschiedliche Perspektiven, die ich in Kürze nicht alle benennen kann.</p>
<p>Trotz der festgelegten Oberthemen wirkt der Band für mich ein wenig zusammengewürfelt, ohne roten Faden. Eine ordnende Einleitung des verantwortlichen Redakteurs gibt es leider nicht. Auch wenn ich WikiLeaks nicht gänzlich unkritisch gegenüberstehe, besonders der derzeitigen personellen Zentralisierung, sind mir stark vereinfachende Beiträge und schlicht Falschaussagen aufgefallen. So reduzieren beispielsweise die drei Aufsätze zur Diplomatie in meiner Lesart WikiLeaks auf die Veröffentlichung der diplomatischen US-Depeschen, und der ehemalige Botschafter John Kornblum behauptet, rund eine Viertelmillion davon wären publiziert worden &#8211; so viele liegen der Organisation angeblich vor, aber online zu finden sind <a href="http://www.whereiswikileaks.org/cache/?page=1" target="_blank">heute gerade einmal 4532</a>. Dass mitunter die Forderung nach Transparenz von Staaten fälschlicherweise mit der Aufhebung der Privatsphäre von Individuen gleichgesetzt wird, sei hier auch erwähnt.</p>
<p>Doch genug der Kritik, es finden sich bestimmt für jeden am Thema Interessierten einige spannende Einzelbeiträge, auch für mich. Nur insgesamt macht das Buch auf mich keinen runden Eindruck.</p>
<p><strong>Und weiter?</strong></p>
<p>Das Thema &#8220;Leaks&#8221; und speziell WikiLeaks wird die Welt sicher noch eine Weile beschäftigen, und mindestens die <a href="http://www.kiwi-verlag.de/589-0-07-01-2011-kiwi-veroeffentlicht-die-autobiografie-von-julian-assange.htm?s=Assange" target="_blank">Autobiographie von Julian Assange</a> steht noch aus. Die könnte interessant werden, gilt er doch gleichzeitig als begnadeter Anekdotenerzähler und ebenso notorischer Flunkerer.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=763&amp;md5=245631df788ac511e35d05eda9dd1937" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>paint it black &#8211; operation black face</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 19:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Twitter bin ich heute mehrfach gefragt worden, weshalb mein Profilbild gerade pures Schwarz zeigt. Die Antwort? "Operation Black Face"!



Vielen bereiten die Angriffe auf WikiLeaks und die Idee dahinter Sorge, sie fürchten um die Informations- und Redefreiheit - zum Beispiel Human Rights Watch, der Chaos Computer Club und zahlreiche Presseorgane und Privatpersonen, darunter auch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Twitter bin ich heute mehrfach gefragt worden, weshalb mein Profilbild gerade pures Schwarz zeigt. Die Antwort? &#8220;Operation Black Face&#8221;!</p>
<div id="attachment_697" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/operation_blackface.jpg"><img class="size-full wp-image-697 " title="operation_blackface" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/operation_blackface.jpg" alt="Profilbild für die Operation Blackface; image for operation blackface" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Operation Blackface</p></div>
<p>Vielen bereiten die Angriffe auf WikiLeaks und die Idee dahinter Sorge, sie fürchten um die Informations- und Redefreiheit &#8211; zum Beispiel <a href="http://www.hrw.org/en/news/2010/12/14/us-wikileaks-publishers-should-not-face-prosecution" target="_blank">Human Rights Watch</a>, der<a href="http://www.ccc.de/de/updates/2010/informationsfreiheit-im-netz" target="_blank"> Chaos Computer Club</a> und <a href="http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks" target="_blank">zahlreiche Presseorgane und Privatpersonen</a>, darunter auch <a href="http://www.olivertacke.de/2010/12/11/information-wants-to-be-free/" target="_blank">ich</a>. Einige WikiLeaks-Anhänger haben daher <a href="http://opfaceoff.blogspot.com/2010/12/operation-black-face.html" target="_blank">dazu aufgerufen</a>, am 18.12.2010 seine Sympathie zu bekunden, indem man auf Social-Media-Plattformen wie Twitter oder Facebook ein komplett schwarzes Profilbild einstellt. Und da in einigen Ländern der Erde schon der 18.12.2010 ist&#8230;</p>
<p>Natürlich ist das nur eine symbolische Aktion, die außerhalb des Netzes sicher kaum wahrgenommen wird. Einerseits können aber so einige Leute auf die gesellschaftliche Bedeutung des Themas aufmerksam gemacht werden, wenn sie wegen des &#8220;merkwürdigen Profilbildes&#8221; nachfragen. Andererseits soll es flankierend &#8220;Operation Paperstorm&#8221; geben, die Informationen auch in die reale Welt tragen soll. Mittels <a href="http://anonberlin.de/forum/showthread.php?tid=128" target="_blank">Flyern, Plakaten, was immer man aus Papier so machen kann</a>.</p>
<p>Also: &#8220;paint it black&#8221;!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=696&amp;md5=dc36690966a27889c7498097ee2aa8b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>information wants to be free</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 13:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Thema WikiLeaks ist in der vergangenen Woche schon so viel gesagt und geschrieben worden, weshalb ich mich in diesem Beitrag kurz fassen werde.

Ich sehe es als sehr bedeutsam für eine demokratischen Gesellschaft an, dass staatliche Informationen frei verfügbar sind. Bürger sollten Transparenz darüber haben, welche Handlungen in welcher Form in ihrem Namen durchgeführt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Thema WikiLeaks ist in der vergangenen Woche schon so viel gesagt und geschrieben worden, weshalb ich mich in diesem Beitrag kurz fassen werde.</p>
<p>Ich sehe es als sehr bedeutsam für eine demokratischen Gesellschaft an, dass staatliche Informationen frei verfügbar sind. Bürger sollten Transparenz darüber haben, welche Handlungen in welcher Form in ihrem Namen durchgeführt werden. Wenn nun auch noch ohne Klarheit über die juristische Legitimation ein Staat Privatunternehmen unter Druck setzt &#8211; und diese dann auch noch klein beigeben &#8211; besorgt mich das zutiefst. Und wenn in &#8220;demokratischen&#8221; Staaten offenbar die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt, man jemanden praktisch vorab schuldig spricht und erst dann nach Möglichkeiten für eine Anklage sucht, macht mich das gar wütend.</p>
<p>Kurzum: Ich habe auf Grundlage des WikiLeaks-<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Wikileaks_logo.svg">Logos</a> aus dem (lizenziert unter der <a title="w:de:Creative Commons" href="http://en.wikipedia.org/wiki/de:Creative_Commons">Creative Commons</a>-Lizenz <a rel="nofollow" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported</a>, bereitsgestellt durch Cirt bzw. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/User:Mysid" target="_blank">Mysid</a>) ein Motiv für T-Shirts erstellt.</p>
<div id="attachment_670" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks-information_wants_to_be_free-3_colors_transparent_white.png"><img class="size-medium wp-image-670" title="wikileaks-information_wants_to_be_free-3_colors_transparent_white" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks-information_wants_to_be_free-3_colors_transparent_white-300x202.png" alt="T-Shirt-Motiv: WikiLeaks - information wants to be free (3-Farben-Version)" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">WikiLeaks - information wants to be free (3-Farben-Version)</p></div>
<p>Da Anbieter von Flexdruck und Flockdruck häufig maximal drei Farben erlauben, habe ich mit meinen bescheidenen Fähigkeiten versucht, die Farbanzahl im Bild entsprechend zu reduzieren; transparente Stellen sollten eigentlich weiß sein, daher eignet sich meine Variante erst einmal nur für weiße Kleidungsstücke. Aber da die Datei (SVG-Format) schließlich wieder unter der der <a title="w:de:Creative Commons" href="http://en.wikipedia.org/wiki/de:Creative_Commons">Creative Commons</a>-Lizenz <a rel="nofollow" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported</a> steht, darf sie natürlich jeder weiterverwenden und verbessern.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks-information_wants_to_be_free-3_colors_transparent_white.svg" target="_blank">WikiLeaks &#8211; information wants to be free</a> (3-Farben-Version, weiß als transparente Farbe, SVG)</li>
<li><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks-information_wants_to_be_free.svg" target="_blank">WikiLeaks &#8211; information wants to be free</a> (Mehr-Als-3-Farben-Version, SVG)</li>
<li><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks-information_wants_to_be_free-3_colors_transparent_white_w3000.png" target="_blank">WikiLeaks &#8211; information wants to be free</a> (3-Farben-Version, weiß als transparente Farbe, PNG)</li>
<li><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks-information_wants_to_be_free_w3000.png" target="_blank">WikiLeaks &#8211; information wants to be free</a> (Mehr-Als-3-Farben-Version, PNG)</li>
</ul>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=659&amp;md5=482cc70907b48092c73d0d2df7aa2c6b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Free your mind</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/10/03/free_your_mind/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 09:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA["I'm trying to free your mind, Neo." (Morpheus)

Nicht an gewohnten Denkweisen festzuhalten, das ist gar nicht einfach. Mal eine andere Perspektive einzunehmen, das kann richtige Arbeit sein! Ob das also klappen kann? Die Piraten haben jedenfalls dazu aufgerufen und alle Interessierten - unabhängig von Parteizugehörigkeit - für dieses Wochenende zur openmind nach Kassel eingeladen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;I&#8217;m trying to free your mind, Neo.&#8221; (Morpheus)</em></p>
<p>Nicht an gewohnten Denkweisen festzuhalten, das ist gar nicht einfach. Mal eine andere Perspektive einzunehmen, das kann richtige Arbeit sein! Ob das also klappen kann? Die Piraten haben jedenfalls dazu aufgerufen und alle Interessierten &#8211; unabhängig von Parteizugehörigkeit &#8211; für dieses Wochenende zur <a href="http://www.om2010.de/" target="_blank">openmind</a> nach Kassel eingeladen. Diesem Ruf bin ich gestern gerne gefolgt.</p>
<p>Auf dem Programm standen neben Vorträgen zu &#8220;<a href="http://jeanpol.wordpress.com/2010/09/06/das-ich-ins-netz-exportieren-om10/" target="_blank">Das Ich ins Netz exportieren?</a>&#8220;, &#8220;Muss das Urheberrecht fallen?&#8221; oder &#8220;Ideologie und Emanzipation&#8221; auch der Workshop &#8220;The Future Backwards &#8211; Wie funktioniert Strategiefindung?&#8221; und einige Themen in einem BarCamp-Track. Sehr beeindruckend empfand ich dabei das gebotene hohe Niveau. Klasse Teilnehmer!</p>
<p>Ich selbst habe die bewusst provokative Frage gestellt, ob Bildungsvisionäre vielleicht zum Arzt gehen sollten. Die kommt mir nämlich gelegentlich in den Sinn, wenn man an der Uni in der Lehre etwas bewegen will und dann über verschiedenste Steine stolpert oder auch mal frontal gegen eine Wand rennt. Präsentiert habe ich meine eigenen Gedanken und Erfahrungen, die zunächst nahelegten: Leute, geht zum Arzt. Packt eure Visionen ein, das funktioniert alles nicht. Nicht meine Meinung, aber lehrreich, auch mal diese Haltung einzunehmen. Im Nachgang habe ich dann hingegen Beispiele genannt, die das Gegenteil andeuten und zu einem Gleichstand der Sichtweisen führen. Es geht. Aber sicher nicht immer und überall, und der Weg dahin ist gepflastert mit zahlreichen Schwierigkeiten. Das ist harte Arbeit und das zeigte auch die anschließende Diskussion.</p>
<p>Was habe ich dabei gelernt? Ich muss dringend &#8220;Vortragen&#8221; üben, das liegt mir nicht. Auch wenn die Veranstaltung openmind heißt, hätte meinem Beitrag eine stärkere Fokussierung gut getan. Dann hätte ich die einzelnen Dinge ausführlicher ansprechen können statt viele einzelne nur grob anzureißen. Würde mich im Nachhinein nicht wundern, wenn sich einige gefragt haben, wovon ich da überhaupt erzähle. Das werde ich versuchen auszubügeln, wenn ich das Ganze verschriftliche.</p>
<p>Ich bedanke mich auf jeden Fall ganz ganz herzlich bei den Organisatoren! War nicht nur inhaltlich für mich sehr spannend, sondern auch auf einer persönlichen und sozialen Ebene.</p>
<p>Und wer einen kleinen Einblick haben möchte, was da sonst noch los ist: Das <a href="http://om10fahrplan.alios.org/day_2010-10-03.de.html" target="_blank">Programm des heutigen Tages</a> steht meinem Gefühl nach thematisch unter dem Zeichen der Freiheit und kann per Live-Stream von <a href="http://www.om2010.de/content/streaming-raum-1" target="_blank">Raum 1</a> oder <a href="http://www.om2010.de/content/streaming-raum-2" target="_blank">Raum 2</a> oder auch über <a href="http://twitter.com/#search?q=%23om10" target="_blank">Twitter</a> verfolgt werden.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=519&amp;md5=f905ad2586928733682d1179b318f233" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Piraten am Start</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/08/30/piraten-am-start/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 19:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfenbüttel]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Wochenende war ich auf dem Programmparteitag der Piratenpartei Niedersachsen - mein erster Parteitag. Nachdem ich zuvor gehört hatte, dass das wenig produktive Veranstaltungen sein sollen, war ich skeptisch. Es kam aber zum Glück anders.

An erster Stelle hervorzuheben ist die Organisation: erstklassige Räumlichkeiten, WLAN-Zugang, kostenlose Verpflegung, Kaffee und ClubMate (letzteres gegen Bares), eigener ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Wochenende war ich auf dem Programmparteitag der Piratenpartei Niedersachsen &#8211; mein erster Parteitag. Nachdem ich zuvor gehört hatte, dass das <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/parteitag-der-piraten-kentern-oder-entern-1566719.html" target="_blank">wenig produktive Veranstaltungen</a> sein sollen, war ich skeptisch. Es kam aber zum Glück anders.</p>
<p>An erster Stelle hervorzuheben ist die Organisation: erstklassige Räumlichkeiten, WLAN-Zugang, kostenlose Verpflegung, Kaffee und ClubMate (letzteres gegen Bares), eigener <a href="http://freedownloads.last.fm/download/190076325/Pirat+am+Start.mp3" target="_blank">Titelsong</a>, &#8230; Danke an alle <a href="http://www.piratenpartei-wolfenbuettel.de/" target="_blank">helfenden Hände</a>! Angenehm empfand ich auch die Diskussionen: sachlich, teils mit Augenzwinkern und &#8220;hart aber fair&#8221;. Und die Piraten zogen auch Anträge zurück, wenn sie feststellten, dass sie etwas doch noch nicht weit genug durchdacht hatten.</p>
<p>Einen solchen Antragsrückzug habe ich denn auch bewirkt: Die Einschränkungsfähigkeit von Versammlungen sollte laut Antrag aus dem Grundgesetz gestrichen werden. Der Antrag bestand aus zweieinhalb Zeilen ohne Begründung und wäre beinahe auch einfach so durchgegangen. Für Tag 2 habe ich deshalb nachts noch Kommentare zum Grundgesetz gewälzt um überhaupt <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:O.tacke/PPTNDS10_Diskussionsbeitrag_zu_Antrag_B03_(Versammlungsfreiheit_2)" target="_blank">eine Informationsgrundlage zu schaffen</a>. Eigentlicher Übeltäter sind nämlich allenfalls die Versammlungsgesetze der Länder. Mein mündlicher Appell war dann auch erfolgreich &#8211; erste Kerbe im Holz(bein). Als Hausaufgabe für mich nehme ich mit, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie man Anträge besser gestalten und so bessere Entscheidungsgrundlagen schaffen kann.</p>
<p>Viele Abstimmungsergebnisse zu anderen Themen waren mir sympathisch, mit einigen war ich nicht so zufrieden &#8211; aber muss ich auch nicht sein. Ich habe nämlich das schöne Gefühl, auch etwas bewegen und ändern zu können bei den Piraten! Da ich es schade fand, dass der Antrag zum Bildungsprogramm nicht angenommen wurde, bin ich auch kurzerhand der AG Bildung beigetreten <img src='http://www.olivertacke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Bekomme ich irgendwie noch unter, hoffe ich.</p>
<p>Insgesamt eine tolle Veranstaltung und für mich eine Bestätigung im Piratendasein! <a href="http://www.rtlregional.de/player.php?id=12054&amp;r=3&amp;seite=0" target="_blank">RTL berichtet jedenfalls ganz positiv</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=467&amp;md5=166ece22cca9336e2cfa034b2e554810" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sollten Bildungsvisionäre zum Arzt gehen?</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/08/09/sollten-bildungsvisionare-zum-arzt-gehen/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 14:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[#om2010]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang Oktober wird in Kassel die Konferenz openmind #om10 mit angeschlossenem BarCamp stattfinden - und dafür habe ich gerade folgenden Vorschlag eingereicht.
Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt prägte vor dreißig Jahren den Satz: "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen." Damit bestritt er sicher nicht die Notwendigkeit, sich über zukünftige Entwicklungen Gedanken zu machen, mahnte aber ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Oktober wird in Kassel die Konferenz <a href="http://www.om2010.de" target="_blank">openmind #om10</a> mit angeschlossenem BarCamp stattfinden &#8211; und dafür habe ich gerade folgenden Vorschlag eingereicht.</p>
<blockquote><p>Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt prägte vor dreißig Jahren den Satz: &#8220;Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.&#8221; Damit bestritt er sicher nicht die Notwendigkeit, sich über zukünftige Entwicklungen Gedanken zu machen, mahnte aber zur Vorsicht vor Luftschlössern fernab der Realität.</p>
<p>Im Bildungsbereich werden nun von verschiedenen Seiten Rufe nach Veränderung laut: Man fordert selbstbestimmtes, gemeinsames und partizipatives Lernen; man wünscht sich mehr Öffentlichkeit der Wissenschaft, um allen Zugang zum Wissen zu verschaffen; und ohne digitale Medien sei Bildung sowieso nicht möglich. Doch was davon sind tatsächlich tragfähige Vorstellungen und was Unfug? Was sachlich fundierte Forderungen und was ideologisch begründete, nicht umsetzbare Utopien? Sollten die Bildungsvisionäre vielleicht zum Arzt gehen?</p>
<p>In einem kurzen Vortrag, gerne mit viel Raum für Diskussionen beziehungsweise einem Workshop im Anschluss, würde ich einige der genannten Forderungen diskutieren und mit theoretischen Erkenntnissen und auch praktischen Erfahrungen bestärken oder abschwächen, so dass eine Grundlage für eine (hoffentlich) umsetzbare Vision gegeben werden kann. Im Mittelpunkt ständen dabei ausdrücklich nicht allgemeine Strukturen oder Rahmenbedingungen, sondern die individuellen Bedürfnisse von Lernenden und Lehrenden sowie deren zwischenmenschliche Interaktion in Bildungskontexten.</p></blockquote>
<p>
Bin gespannt, ob das was wird.</p>
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		<title>Zur Bundespräsidentenwahl</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 11:17:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahl zum Bundespräsidenten ist schon rund drei Wochen her, aber man vergisst so schnell. Ich habe daher an dieser Stelle meine Gedanken samt Weblinks zum gesamten Spektakel gesammelt, damit ich in fünf Jahren noch einmal nachschlagen kann.

Prolog

Am 31.05.2010 ist eingetreten, was es noch nie gab: Der amtierende Bundespräsident Deutschlands, Horst Köhler, tritt von ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahl zum Bundespräsidenten ist schon rund drei Wochen her, aber man vergisst so schnell. Ich habe daher an dieser Stelle meine Gedanken samt Weblinks zum gesamten Spektakel gesammelt, damit ich in fünf Jahren noch einmal nachschlagen kann.</p>
<p><strong>Prolog</strong></p>
<p>Am 31.05.2010 ist eingetreten, was es noch nie gab: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,697781,00.html" target="_blank">Der amtierende Bundespräsident Deutschlands, Horst Köhler, tritt von seinem Amt zurück</a>. Offiziell führt er an, die respektlose Kritik auf seine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr hätten ihn dazu bewegt &#8211; es wird allerdings spekuliert, ob diese Begründung nicht nur vorgeschoben und vielmehr <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,702722,00.html" target="_blank">Druck der Bundesregierung verantwortlich sei</a>. Auch wenn es keine Rolle spielt: Es wird diskutiert, ob der <a href="http://www.internet-law.de/2010/06/konnte-kohler-uberhaupt-zurucktreten.html" target="_blank">Bundespräsident staatsrechtlich überhaupt zurücktreten könne</a>. Persönliche Notiz: Ich mochte Horst Köhler als Bundespräsidenten.</p>
<p><strong>1. Akt: Die Kandidatenkür</strong></p>
<p>Bei den Parteien ging sodann in Windeseile die Suche nach geeigneten Kandidaten los, denn dreißig Tage später stand schon die Neuwahl an. Eigentlich soll der Bundespräsident <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundespr%C3%A4sident_(Deutschland)#Reden_und_parteipolitische_Neutralit.C3.A4t" target="_blank">überparteilich handeln und politisch neutral sein</a>. Doch was macht die regierende CDU? Sie schaut sich erst einmal in den eigenen Reihen der aktiven Politiker um. Wolfgang Schäuble, Bundesminister für Finanzen, war kurzzeitig im Gespräch, dann sah es jedoch erst einmal so aus, als würde Ursula von der Leyen das Rennen machen. Telepolis sah in ihr allerdings die <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32741/1.html" target="_blank">denkbar schlechteste Alternative</a> und<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/koalitionsfavoritin-ursula-von-der-leyen/" target="_blank"> im Internet machte schnell das Mem &#8220;not my president&#8221; die Runde</a> &#8211; kein Wunder, ist Frau von der Leyen doch in netzaffinen Kreisen eher als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zensursula#Protest_gegen_die_Sperrung_von_Internetseiten.2C_Spitznamenpolemik">Zensursula</a> bekannt, weil Sie sich für Netzsperren stark gemacht hatte, deren <a href="http://www.internet-law.de/2010/06/access-sperren-in-brussel-weiterhin-thema.html" target="_blank">Tauglichkeit äußerst fraglich</a> ist. Schließlich wurde Christian Wulff nominiert, der damals amtierende Ministerpräsident in Niedersachsen.</p>
<p>Es ist mir schleierhaft, wie jemand von jetzt auf gleich überparteilich werden können soll, wenn er intensiv in die Politik der Partei involviert ist und deren Interessen vertritt. Der dahinter zu vermutende Grund dürfte aber klar sein: Mit einem Aktiven aus den eigenen Reihen als Staatsoberhaupt dürfte es einfacher werden für die Regierung, ihre Interessen durchzusetzen.</p>
<p>Interessant ist die kleine &#8220;Affäre&#8221; um die Kurznachrichten, die <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Merkel-spricht-nicht-mehr-mit-Gabriel_aid_874294.html" target="_blank">zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel ausgetauscht wurden</a> und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Offenbar hatte die SPD zuvor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Gauck" target="_blank">Joachim Gauck</a> als gemeinsamen Kandidaten von CDU, CSU, FDP, SPD und den Grünen vorgeschlagen. Der ehemalige Bürgerrechtler aus der DDR war seit zehn Jahren nicht mehr politisch aktiv gewesen und wird auch in Unionskreisen hoch geachtet, bringt er doch ein konservatives Profil mit und war 1999 bereits von der CSU als Kandidat für das Bundespräsidentenamt gehandelt worden. Jörn Schönbohm (CDU), ehemaliger Innenminister von Brandenburg, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article7939491/Linke-will-unter-Umstaenden-fuer-Gauck-stimmen.html" target="_blank">fragte auch öffentlich</a>, warum &#8220;es nicht möglich war, sich im bürgerlichen Lager mit der SPD auf Gauck zu einigen.&#8221; Da muss er seine Chefin fragen. Frau Merkel soll das Angebot bloß mit &#8220;<a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/nach-veroeffentlichter-sms-funkstille-zwischen-merkel-und-gabriel-1577504.html" target="_blank">Danke fuer die info und herzliche grüße am</a>&#8221; per SMS quittiert haben. Ein persönliches Gespräch scheint ihr dieses wichtige Thema nicht wert gewesen zu sein.</p>
<p>SPD und Grünen nominierten Joachim Gauck schließlich als Gegenkandidaten zu Christian Wulff, <a href="http://meta.tagesschau.de/id/36920/ein-gelungener-coup-von-spd-und-gruenen" target="_blank">was ihnen als kluger Schachzug ausgelegt wurde</a>: Einerseits genießt er Rückhalt innerhalb der Regierungskoalition, andererseits setzte er die Linkspartei unter Zugzwang. Wenn sie mit ihrer DDR-Vergangenheit tatsächlich abgeschlossen hätte, hätte sie auch für Gauck stimmen können. SPD und Grüne beteuern, keine solchen Gedanken als Entscheidungsgrundlage gehabt und lediglich einen überparteilichen Kandidaten ausgesucht zu haben. Es wird spannend zu sehen, nach welchen Kriterien die beiden Parteien das nächste Mal nominieren, wenn sie nicht in der Rolle der Opposition stecken.</p>
<p><strong>2. Akt: Die Wahl</strong></p>
<p>Am 30. Juni 2010 wurde der Bundespräsident gewählt. Ich weiß gar nicht, wie oft betont wurde, dass es sich dabei um eine freie und geheime Wahl handelt. Jedes Mitglied der Bundesversammlung könne frei entscheiden, also beispielsweise auch Mitglieder der Regierungskoalition für Joachim Gauck stimmen &#8211; genau so, wie es <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bpr_swahlg/__7.html" target="_blank">in §7 des Gesetzes zur Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung festgehalten</a> ist. Interessant nur, dass eben diese Forderung von Kurt Biedenkopf (CDU) bei vielen seiner Parteikollegen <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/bundespraesident/praesidenten-debatte-union-sauer-auf-biedenkopf_aid_523766.html" target="_blank">auf Unmut stieß</a>. Seltsam ist außerdem, dass Dagmar Schipanski (CDU) <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesidentenwahl-dagmar-schipanski-so-wurde-ich-als-wahlfrau-entfernt-1.961699" target="_blank">von der Vorschlagsliste der Angehörigen der Bundesversammlung gestrichen</a> wurde, nachdem sie ihre Sympathie für Gauck bekundet hatte. Die <a href="http://www.wahlrecht.de/news/2010/07.htm" target="_blank">Ergebnisse</a> lassen zudem auch Raum für Kritik: Im ersten Wahlgang erhielt Wulff 600 Stimmen, im dritten waren es 625. Wie lässt sich das erklären? Entweder, es wurde Druck auf die Abgeordneten ausgeübt, so dass sie ihre Entscheidung trotz freier Wahl revidierten. Oder einige Mitglieder der Bundesversammlungen haben doch parteitaktisch entschieden &#8211; schwer zu glauben, dass so viele eine Gewissensentscheidung binnen weniger Stunden umstoßen und doch einen anderen Kandidaten wählen. Wahrscheinlicher ist eher ein <a href="http://www.tagesschau.de/inland/bundespraesidentreaktionen112.html" target="_blank">Denkzettel für Frau Merkel oder die Regierungskoalition</a>. Gibt es noch andere Deutungen?</p>
<p>Fern jedes parteitaktischen Verhaltens waren auch SPD, Grüne und Linke. Einerseits haben erstere wiederholt <a href="http://www.lange-spd.de/presse/2010-06-25-kolumne-bkz-bundespraesidentenwahl.html" target="_blank">gefordert, die Wahl freizugeben</a> und das Gewissen entscheiden zu lassen &#8211; im selben Atemzug aber die Linken aufgefordert, die <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,703975,00.html" target="_blank">Stimme Gauck zu geben</a>. Und wenn es tatsächlich nie um Parteipolitik ging, wieso setzten sich alle drei Parteien nach dem zweiten Wahlgang zusammen und diskutierten, ob man nicht <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/147922" target="_blank">doch noch einen gemeinsamen Kandidaten</a> aus dem Hut zaubern könnte, um Wulff doch noch etwas entgegen zu setzen? Allein der Gedanke&#8230;</p>
<p><strong>3. Akt: Die Berichterstattung</strong></p>
<p>Die gesamte Wahl wurde natürlich medial begleitet. Hier war es besonders spannend zu sehen, wie noch im vergangenen Jahr von den Qualitätsjournalisten Twitter in die Mangel genommen wurde, weil dort bereits vor der offiziellen Verkündung der Ergebnisse eben diese durchgesickert waren. Die Öffentlich Rechtlichen berichteten im Nachgang beispielsweise über die &#8220;Twitter-Affäre&#8221; mit dem Titel <a href="http://www.tagesschau.de/inland/twitteraffaere100.html" target="_blank">&#8220;Kein Verständnis&#8221; fürs Twittern</a>. Tenor: So etwas ginge nicht! Erstaunlicherweise geht es aber offenbar doch, wenn die ARD selbst das Ergebnis durch Herrn Deppendorf schon Minuten vor der eigentlichen Bekanntgabe als Gerücht auf die Mattscheiben der Welt bringt.</p>
<p>Na, und wenn die ARD das darf, dann doch auch<a href="http://carta.info/30118/falsche-jubelbilder-im-ard-zur-bundespraesidentenwahl/" target="_blank"> falsche Jubelbilder zeigen</a>. Das war sicher nicht beabsichtigt, aber Applaus für das Ergebnis von Gauck wurde als Zustimmung für Wulff umgedeutet. Selbstkritik, wie erhofft, im Blog der Tagesschau? Keine Spur.</p>
<p><strong>Epilog</strong></p>
<p>Christian Wulff ist amtierender Bundespräsident. Warten wir ab, wie er seine Sache machen wird. Zu seiner Wahl schrieb der SPIEGEL in Ausgabe 26/2010 auf Seite 22 jedenfalls schon treffend vorher: &#8220;Die Bundesversammlung steckt in der Schraubzange von Parteiinteressen. Sie vollzieht eine Wahl, die keine ist.&#8221; und zitiert den Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter: &#8220;Präsidentenwahlen sind immer auch parteipolitische Wahlen gewesen, doch bei dieser Wahl bringt sich das Parteipolitische unverhältnismäßig in den Vordergrund.&#8221; Den Eindruck habe ich auch.</p>
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		<title>Qualität hat ihren Preis &#8211; oder doch nicht?</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 20:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Open Access]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Dienstag erschien in der Süddeutschen Zeitung der Artikel "Abbestellt!", der das Thema Open Access berührt: Die University of California drohe der bekannten Zeitschrift "Nature" mit einem Boykott, weil der zuständige Verlag für die Online-Lizenz schlappe 400% Preiserhöhung verlange.

Nun könnte man sagen, das sei deren gutes Recht, schließlich leben die Amerikaner ja in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Dienstag erschien in der Süddeutschen Zeitung der Artikel &#8220;Abbestellt!&#8221;, der das Thema <a href="http://www.olivertacke.de/2009/09/18/open-access-standing-on-the-shoulders-of-giants/">Open Access</a> berührt: Die University of California drohe der bekannten Zeitschrift &#8220;Nature&#8221; mit einem Boykott, weil der zuständige Verlag für die Online-Lizenz schlappe 400% Preiserhöhung verlange.</p>
<p>Nun könnte man sagen, das sei deren gutes Recht, schließlich leben die Amerikaner ja in einer freien Marktwirtschaft. Der Haken dabei ist allerdings, dass wissenschaftliche Zeitschriften ihre Beiträge kostenlos von Wissenschaftlern erhalten, die zumeist ebenso kostenlos die Artikel von anderen begutachten, um die Qualität zu sichern. Dafür kommt letztlich der Steuerzahler auf beziehungsweise in den USA zu großen Teilen die Studierenden &#8211; die finanzieren ja das Personal der Universitäten. Und die zahlen eigentlich doppelt, da sie den Verlagen die Zeitschriften mit den Ergebnissen auch abkaufen müssen. DAS Thema wollte ich aber gar nicht durchkauen, das kann man <a href="http://www.olivertacke.de/2009/09/18/open-access-standing-on-the-shoulders-of-giants/">an anderer Stelle vertiefen</a>.</p>
<p>In dem Zeitungsartikel wird jedoch implizit unterstellt, Open Access bedeute &#8220;Selbstverlag der Universitäten&#8221;, und für die Fachverlage spräche &#8220;ein kundiges Lektorat und Qualitätskontrolle anstelle von stümperhafter Selbstpublikation am eigenen Computer&#8221;. Ich habe den Verfasser des Artikels kontaktiert, und er hat klargestellt, dass die Darstellung von Open Access aufgrund des knappen Raums sehr verkürzt gewesen sei und &#8220;Selbstverlag&#8221; nicht auf die &#8220;Qualität&#8221; abgezielt hätte. Dennoch möchte ich hier anhand eines Beispiels verdeutlichen, was Open Access tatsächlich heißen kann.</p>
<div id="attachment_362" class="wp-caption aligncenter" style="width: 250px"><a href="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/06/quality_approved.png"><img class="size-medium wp-image-362 " title="quality_approved" src="http://www.olivertacke.de/wp-content/uploads/2010/06/quality_approved-300x271.png" alt="Geprüfte Qualität (Bild von stijnbern, Public Domain)" width="240" height="217" /></a><p class="wp-caption-text">Geprüfte Qualität - Bild von stijnbern, Public Domain</p></div>
<p>An der Uni in Göttingen wird nämlich eine Open-Access-Zeitschrift namens <a href="http://www.gojil.eu/" target="_blank">GoJIL</a> (Goettingen Journal of International Law) herausgegeben, die sich vor der &#8220;Konkurrenz&#8221; nicht zu verstecken braucht und trotz ihres kurzen Bestehens bereits ein gewisses Renommee genießt. Zum einen gibt es &#8220;Peer Reviews&#8221;, das heißt eingereichte Beiträge müssen einer Begutachtung durch Professoren standhalten. Außerdem wird von Muttersprachlern das Englisch geprüft, und es kümmern sich fleißige Helfer darum, dass alle formalen Richtlinien eingehalten werden. Mehr noch, sie prüfen akribisch jede Fußnote auf Korrektheit, indem sie sich die angegebene Literatur besorgen und schauen, ob die zitierten Aussagen dort wirklich getroffen werden &#8211; und wie mir gesagt wurde, gibt es da auch durchaus mal etwas zu bemängeln. Wer eine gedruckte Fassung haben möchte, kann sich diese kaufen, aber alle Inhalte sind auch kostenlos online verfügbar. Außerdem darf sie jeder für nicht-kommerzielle Zwecke unter Angabe der Urheber in unveränderter Form weitergeben (<a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2267-Creative-Commons-in-den-Wissenschaften.html" target="_blank">Creative Commons in den Wissenschaften</a>). Und, ganz nebenbei, hatte ich schon gesagt, dass all dies ehrenamtlich von Studierenden organisiert wird???</p>
<p>Sicherlich werden nicht alle Open Access Zeitschriften so professionell arbeiten, aber aus erster Hand weiß ich, dass es auch bei den großen Verlagen wie Gabler/Springer mitunter laxer zugeht. Fazit: Open Access sollte man nicht irrtümlich mit geringerer Qualität als bei &#8220;klassischen&#8221; Zeitschriften gleichsetzen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://www.olivertacke.de/?flattrss_redirect&amp;id=356&amp;md5=47ccef2799e486acd52f5fb1100155cb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.olivertacke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wir brauchen mehr Mediennutzungskompetenz &#8211; Tun wir was dagegen!?</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 11:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[IT]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentliche Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzungskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Menschen beschäftigen sich in Deutschland damit, wie man das Lernen in Schulen, Universitäten und anderswo durch die sinnvolle Einbindung des Internets und elektronischer Geräte verbessern kann: Der Verein ed-on fördert Ideen, die das lebenslange Lernen mit Online-Medien unterstützen, an der RWTH Aachen erprobt man, wie man mit Microblogging Lehrveranstaltungen verbessern kann, an der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen beschäftigen sich in Deutschland damit, wie man das Lernen in Schulen, Universitäten und anderswo durch die sinnvolle Einbindung des Internets und elektronischer Geräte verbessern kann: Der Verein <a href="http://ed-on.de/" target="_blank">ed-on</a> fördert Ideen, die das lebenslange Lernen mit Online-Medien unterstützen, an der <a href="http://elearn.rwth-aachen.de/Akbari" target="_blank">RWTH Aachen</a> erprobt man, wie man mit Microblogging Lehrveranstaltungen verbessern kann, an der TU Braunschweig möchte man am liebsten gleich den &#8220;<a href="http://www.tu-braunschweig.de/wi2?host=http://web.wi2.phil.tu-bs.de/wi2blog/&amp;blog=wi2&amp;url=http://web.wi2.phil.tu-bs.de/wi2blog/tag/mobile-campus/" target="_blank">mobile campus</a>&#8221; ausrufen und jeden Studenten mit einem mobilen Kommunikationsgerät ausrüsten, &#8230; Die Liste könnte ich noch deutlich verlängern. Mediennutzungskompetenz ist schlicht ein wichtiger Faktor für ein aktives Bürgerengagement in der heutigen Informationsgesellschaft, findet zumindest der <a href="http://eur-lex.europa.eu/Notice.do?mode=dbl&amp;lang=de&amp;ihmlang=de&amp;lng1=de,de&amp;lng2=bg,cs,da,de,el,en,es,et,fi,fr,hu,it,lt,lv,mt,nl,pl,pt,ro,sk,sl,sv,&amp;val=471774:cs&amp;page=" target="_blank">Europäische Rat für Bildung, Jugend und Kultur</a>. Zahlreiche Wissenschaftler, Fachleute aus dem Medienbereich und viele andere fordern im <a href="http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/" target="_blank">medienpädagogischen Manifest</a>: &#8220;Keine Bildung ohne Medien&#8221;.</p>
<p>Und dann finde ich in den Nachrichten aus meinem alten Heimatstädchen folgende Meldung: &#8220;<a href="http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2164/artid/12250102">Handy-Verbot an Lessing-Realschule</a>&#8221; Einige Schüler fertigten offenbar Fotos und Videos von ihren Mitschülern an, auf denen diese in peinlichen Situationen zu sehen sind. Danach wurden die Resultate im Internet veröffentlicht. Konsequenz? Allen Schülern wird während des kompletten Schultags, also inklusive der Pausen, die Nutzung von Mobiltelefonen untersagt. Man überlegt gar, das Verbot auf andere elektronische Geräte wie MP3-Spieler auszuweiten.</p>
<p>Natürlich finde ich das Verhalten der betreffenden Schüler keinesfalls in Ordnung, sicher sind sie auch entsprechend bestraft worden. Nun aber alle Schüler unter Generalverdacht zu stellen und damit letztlich wieder einmal nur die Symptome zu bekämpfen, nicht aber die &#8220;Krankheit&#8221;, halte ich für den falschen Weg. Statt den Schülern offen klarzumachen, was sie da tun, ihre Kompetenz im Umgang mit Medien und vor allem mit anderen Menschen zu fördern, wird ein Verbot erlassen &#8211; ein einfacher Weg. Vielleicht drückt dieses Vorgehen aber auch schlicht etwas aus, nämlich Hilflosigkeit. Hilflosigkeit, weil man selbst nicht so genau weiß, was dieses neumodische Zeugs wirklich ist und nicht erkennt, welche <a href="http://wernerheise.com/medienkompetenz/richtig-oder-falsch-schule-verbietet-handys/" target="_blank">sozialen und kulturellen Funktionen</a> es inzwischen erfüllt und wie man es sogar zum Lernen einsetzen könnte.</p>
<p>Was das für mich bedeutet? Schlicht und einfach: Es gibt noch viel zu tun, packen wir&#8217;s an!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ist die Piratenpartei schon gescheitert?</title>
		<link>http://www.olivertacke.de/2010/05/10/ist-die-piratenpartei-schon-gescheitert/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 12:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Tacke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahl in Nordrhein-Westfalen ist gelaufen, die Stimmen eigentlich ausgezählt, nun geht das große Analysieren los: Richtig zugelegt haben nur Die Linke und die Grünen, alle übrigen Parteien dümpeln vor sich hin oder mussten Verluste hinnehmen und können sich eigentlich nicht als Sieger fühlen. Auch die Piraten nicht.

Brachte die Partei es im letzten Herbst ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahl in Nordrhein-Westfalen ist gelaufen, die Stimmen eigentlich ausgezählt, nun geht das große Analysieren los: Richtig zugelegt haben nur Die Linke und die Grünen, alle übrigen Parteien dümpeln vor sich hin oder mussten Verluste hinnehmen und können sich eigentlich nicht als Sieger fühlen. Auch die Piraten nicht.</p>
<p>Brachte die Partei es im letzten Herbst bei der Bundestagswahl in NRW noch auf 158.585 Stimmen, haben nach dem vorläufigen Endergebnis rund 40.000 Wähler weniger ihren &#8220;Änderhaken&#8221; gesetzt. Trotz geringer Wahlbeteiligung, der man eigentlich eine Stärkung der kleinen Parteien nachsagt, sank auch prozentual der Stimmenanteil auf 1,54%. Damit ist man zwar die sechstgrößte Partei nach den Linken, vom erträumten Einzug ins Landesparlament aber noch weit, weit entfernt.</p>
<p>Sollten am Ende all die Kritiker Recht behalten, die im Achtungserfolg bei der Bundestagswahl nicht mehr als ein rebellisches Aufbäumen der jungen &#8220;Nerds&#8221; und &#8220;Geeks&#8221; sahen? Ist die Piratenpartei schon gescheitert?</p>
<p>Ich denke nein! Aber vielleicht war man deutlich zu optimistisch. Man hat zwar angefangen, seine Hausaufgaben zu machen und sich ausgehend von eng begrenzten Kernthemen breiter aufzustellen &#8211; fertig ist man aber noch lange nicht und es müssen noch zahlreiche Felder beackert werden! Und aus der Betriebswirtschaftslehre lernt man: Es kommt auch bei Kernkompetenzen nicht darauf an, dass man meint, solche zu haben. Vielmehr kommt es zum einen auf den wahrgenommenen &#8220;Kundennutzen&#8221; an: Wenn den Bürgern nicht klar wird, dass sich das Einstehen für Freiheit und Bildung (momentan aus meiner Sicht die beiden Eckpfeiler der Piraten) für sie lohnt, bringt die schönste Expertise nichts. Zum anderen müssen sich Kernkompetenzen daran messen, ob sie von den Mitbewerbern nur schwer nachzuahmen sind. Die Piraten haben andere Parteien zumindest aufgeschreckt und ihnen deutlich gemacht, dass es mit dem Internet ein bisschen mehr auf sich hat als bloß bei Youtube Filme angucken und bei Amazon Bücher kaufen &#8211; nun werden auch dort die Hausaufgaben gemacht; gerade die Grünen sind nicht untätig.</p>
<p>Ist also die Piratenpartei vielleicht irgendwann überflüssig? Vielleicht. Aber wenn ich mir momentan nur die Absurditäten des Urheberrechts ansehe, die zunehmende Bevormundung und Überwachung der Bürger oder die Bildungsmisere, dann ist es jedenfalls momentan noch nicht so weit. <a href="http://www.piratenpartei.de/10-05-10-Auf-dem-Weg-liegen-auch-Steine" target="_blank">Auf dem Weg liegen auch Steine.</a> <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2319-Weiter-gehts.html" target="_blank">Weiter geht&#8217;s.</a> Aber zügig!</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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